In aktuellem Heft: Schleimteppiche, Algenplagen, Klimawandel, menschengemacht –

kaum jemand kennt sich mit dem Phänomen noch aus.

Spätestens seit Ende der 1980er Jahre kennen die älteren Semester das Phänomen aus der nördlichen Adria. Schon damals herrschte viel Verwirrung und in der Regel sprach man von einer „Algenplage“. Was alle und auch die Medien richtig erahnten: Die weißlich-fädig-schleimigen Aggregate im Meer können nichts Gesundes sein und sehen außerdem äußerst unappetitlich aus. „Meeresrotz“ beschreibt diesen Umstand treffend.
Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte trat das Phänomen im Mittelmeer immer wieder auf. Zuletzt im Frühsommer 2021 im Marmarameer und in Folge auch in anderen mediterranen Meeresbereichen.
„Marmarameer droht Umweltkatastrophe“, berichtete der ORF am 10. Juni 2021 passend. „Ein dicker gräulich-gelb-weißer Schleimteppich bedeckt derzeit das Marmarameer vor der türkischen Metropole Istanbul. Der Schlick, ein Ausscheidungsprodukt bestimmter Algen, könnte ein Massensterben von Meerestieren auslösen. Die türkische Regierung kündigte eine Aufräumaktion an – Fachleute fordern aber nachhaltigere Lösungen.“ Und in diesem Beitrag wurde auch ein Definitionsversuch mitgeliefert: „Der Schleim soll ein Ausscheidungsprodukt bestimmter Algen sein“. Denn das ist die Gretchenfrage: Was ist dieser Schleim eigentlich und wie entsteht er?

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In aktuellem Heft: Blindes Vertrauen an Bord

Das erfolgreiche Projekt „Gelebte Inklusion auf der Regattabahn“ geht in die nächste Runde. Olympiasilbergewinnerin Susann Beucke übernimmt Schirmherrschaft.

Mit an Bord: ein riesiger Seesack positiven Feedbacks und eine fantastische Schirmherrin: Olympiasilbermedaillengewinnerin Susann Beucke. Die nächsten Ziele: Aus dem Projekt soll eine Bewegung werden. Das Interesse bundesweit ist formuliert. Im nächsten Schritt geht‘s an die Realisierung.
Das Projekt „Gelebte Inklusion auf der Regattabahn“ startete im Januar 2021 als ein erstes Gemeinschaftsprojekt vom FC St. Pauli Segeln und dem Norddeutschen Regatta Verein mit dem ehrgeizigen Ziel, Blinde, Sehbehinderte, Sehende sowie Gehörlose und Hörende ohne besondere Verrechnung oder besondere Berücksichtigungen mit einer J70 auf die Regattabahn der Kieler Woche zu bringen. Unterstützt wurden die Teams von der Stadt Hamburg und der Reinhard-Frank-Stiftung. Gesagt, getan: Sowie es den Seglerinnen und Seglern – Corona bedingt – möglich war, gingen sie zuerst in Zweier-, dann in Vierer- und Fünfer-Teams aufs Wasser zum Training. Erste Trainingsregatten auf der Alster machten Mut und formten aus dem Team eine sichere Einheit, die motiviert in die Kieler Woche startete.

 Ungeahntes positives Feedback schlug den Seglern und Seglerinnen dort entgegen. Nicht nur, dass sie als Bat-Sailing Team und DEAF-Sailingteam Hauptthema einer Kieler Woche Pressekonferenz waren und das Medienecho von Tag zu Tag wuchs, nein, auch das Feedback der anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen war überwältigend. Die Kieler Woche würdigte die Teams mit einer eigenen Ehrung auf der Siegertribüne.
Aus dem ungeahnten Erfolg wuchs schnell der Entschluss weiterzumachen und neue Ziele anzustreben: Mit einem eigenen Boot geht das Team in die nächste Saison und will zusammen mit Schirmherrin Sanni Beucke jetzt Leuchtturmprojekt für andere werden. Olympiasilber-Seglerin Sanni Beucke freut sich, mit ihrem seglerischen Knowhow auch für andere einen Mehrwert schaffen zu können:

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In Heft 3/2021: Unlock Croatia

So könnte man die Situation im Frühling 2021 in Kroatien bezeichnen. Hier die Erfahrungen von 3 Segelwochen im Mai/Juni in Mittel- und Süddalmatien.
Einreise im Mai: Die AUA-Embraer-195 mit ihren 120 Sitzplätzen ist höchstens halb voll und am frühen Nachmittag das einzige Flugzeug in Split. Die Formalitäten werden eher lässig abgewickelt, natürlich mit „EnterCroatia“-Formular und Impfzeugnis.
In Trogir ist der langsam in Fahrt kommende Tourismus dann bereits erkennbar, wenn auch noch ohne Massenauflauf, auffällig viele Polen, Rumänen und Tschechen, oft mit protzigen SUVs unterwegs. Die meisten Lokale sind geöffnet, ebenso die meisten Hotels, der Betrieb in der ACI-Marina ist noch verhalten.
Hafen von Vrboska (Hvar) im Mai

Auch sonst überall entspanntes Klima, freundlich bemühtes Personal in den noch wenig ausgelasteten Marinas und in der Gastronomie, Entgegenkommen überall, die Maskenpflicht wird (noch!) ernst genommen, Abstand wird bei der Belegung der Gästetische nicht mehr allzu genau eingehalten. Kleines Minus: die Preise. Wenn man von Cevapcici oder Pizza absieht, muss man mit 35 – 40 € pro Person für eine Mahlzeit mit passenden Getränken rechnen, in der gehobenen Gastronomie auch mit 50 €.

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In Heft 2/2021: Hamburger Klimawoche

Dr. Eckart von Hirschhausen wurde Schirmherr der 13. Hamburger Klimawoche

Die Klimakrise ist die größte Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts

„Unsere Mutter Erde ist krank, sie hat hohes Fieber und das steigt weiter. Sie gehört auf die Intensivstation mit ‚Multiorganversagen‘, wenn man die Symptome zusammenzählt, ein echter Notfall“, sagt Dr. Eckart von Hirschhausen, der anlässlich des Weltgesundheitstages der WHO am 7. April die Schirmherrschaft für die 13. Hamburger Klimawoche, Europas größter Klimaveranstaltung, übernahm. „Denn Klimaschutz ist Gesundheitsschutz. Wir haben lange die Klimathemen viel zu abstrakt verhandelt, so als wäre es eine Frage von Atmosphärenchemie, Eisbären und Meeresspiegel“, sagt von Hirschhausen. Der Arzt, Moderator, Autor und Wissenschaftsjournalist setzt sich seit 2018 für eine medizinisch und wissenschaftlich fundierte Klimapolitik ein. Er ist Mitglied der „Scientists for Future“ und Unterstützer der „Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit“ (KLUG). Zudem hat er die Stiftung „Gesunde Erde – Gesunde Menschen“ gegründet. Eckart von Hirschhausen bringt es zusammengefasst auf die Formel: „Gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde.“

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Europameister zu Wasser

Die Gewinner der beiden renommierten Auszeichnungen „European Yacht of the Year 2021“ für Segelyachten und „European Powerboat of the Year 2021“ für Motorboote wurden im Rahmen einer virtuellen Preisverleihung bekannt gegeben.

Traditionell werden die „Oscars der Wassersport-Branche“ Ende Januar auf der FLAGSHIP NIGHT, dem maritimen Branchentreff des Delius Klasing Verlages und der „Boot“ Düsseldorf, anlässlich der weltgrößten Wassersportmesse verliehen. Pandemie-bedingt wurde die diesjährige Award-Verleihung im „Internationalen Maritimen Museum Hamburg“ ohne Publikum aufgezeichnet. Die Verkündung der jeweiligen fünf Preisträger erfolgt auf YouTube unter den Links: European Yacht of the Year 2021 (YACHT tv) und EuropeanPowerboat of the Year 2021 (BOOTE tv).

Zum 18. Mal wurden 2021 die internationalen Awards „European Yacht of the Year“ und zum 15. Mal „European Powerboat of the Year“ verliehen – wenn auch Pandemiebedingt in diesem Jahr virtuell und nicht live vor großem Publikum. Das „Internationale Maritime Museum Hamburg“ bot in diesem Jahr für die mit Spannung erwartete Bekanntgabe der Ehrungen den passenden Rahmen.

Wer die renommierten Auszeichnungen tragen darf, entscheidet seit jeher eine Fach-Jury aus den Testleitern und Chefredakteuren der führenden zwölf Segel- und acht Motorboot-Magazine Europas. Die beiden Jury-Vorsitzenden Jochen Rieker, YACHT-Chefredakteur, und Torsten Moench, Chefredakteur von BOOTE, führten durch die jeweilige virtuelle Preisverleihung.

Jedes Jahr kommen in Europa zahlreiche neue Segelboote auf den Markt. Doch nur fünf Werften dürfen sich mit dem Titel „European Yacht of the Year 2021“ schmücken. Reiseeinschränkungen und Quarantänevorschriften erschwerten diesmal die notwendigen und aufwendigen Testfahrten der 19 Kandidaten. Doch darauf verzichten wollte die Jury keinesfalls. Drei Test-Phasen an drei Orten (Kiel, Cannes und La Rochelle an der Atlantikküste) standen daher 2020 für die Jury-Mitglieder der zwölf Segelmagazine aus Norwegen (Seilmagasinet), Schweden (Båtägande), Großbritannien (Yachting World), Niederlande (Zeilen), Schweiz (Marina.ch), Frankreich (Voiles et Voiliers), Spanien (Náutica y Yates), Dänemark (Bådmagasinet), Österreich (Yachtrevue), Italien (Vela e Motore), Finnland (Vene) und Deutschland (YACHT) auf dem Programm. Alle Entscheidungen wurden von der Mehrheit der Jury getragen und eine Nationalitäten-Klausel verhindert, dass die Juroren Kandidaten aus dem eigenen Land bevorteilen.

In der Kategorie der Family Cruiser siegt in diesem Jahr die Bavaria C42 und  sorgt damit direkt für einen Überraschungserfolg der deutschen Werft. Trotz starker Mitbewerber fällt der Sieg der C42 am Ende überzeugend aus. Die Bavaria C42 beeindruckte die Jury durch hohen Komfort und perfekte Segeleigenschaften. Sie lässt sich unter allen Bedingungen schnell segeln und dabei leicht kontrollieren. Auch mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sowie vier Ausbauvarianten und zahlreichen Extras konnte die C42 punkten.

Bei den nominierten Performance Cruisern gewinnt der Dragonfly 40 den „European Yacht of the Year“-Award 2021. Das Boot aus Dänemark setzt laut Jury „die neue Benchmark fürs Schnellsegeln“. Der Zwölf-Meter-Trimaran verfügt über ein Cockpit mit Doppelsteuerstand und ein geschmackvoll, gediegenes Interieur. Die Dragonfly 40 vermittelt echtes Yacht-Feeling und großen Segelspaß. Einziger Wermutstropfen: Der hohe Anschaffungspreis.

In der Kategorie Luxury Cruiser konnte sich die Contest 55 CS durchsetzen. „Nicht nur ein Boot – eine echte Yacht“, lautet das Urteil eines Jury-Mitglieds. „Allumfassender, kompromissloser Luxus“, bringt es ein anderer Segel-Experte auf den Punkt. Und obwohl sie sich bis auf ihre schiere Größe nicht hervortut, stilistisch sehr reduziert bleibt, vermittelt die neue 55 CS eine einzigartige Aura – einen echten Wow-Effekt.

Der „European Yacht of the Year“-Award in der Kategorie Special Yacht geht in diesem Jahr an die Saffier SE 27. Der in den Niederlanden in IJmuiden entwickelte Daysailer ist laut Jury „der Beweis, dass hübsche Boote auch gut segeln“. Bei windigem Herbstwetter zeigte die SE 27 bei Testfahrten an der Atlantikküste keine Schwächen. Und auch bei Leichtwind weiß die Preisträgerin zu überzeugen. Mit  ihren 8,10 Metern Länge und einer Breite von 2,55 Metern bietet sie Seglern mit unterschiedlichsten Ansprüchen hohen Unterhaltungswert.

Über die Boréal 47.2 sagt die Jury: „So funktional wie ein Schweizer Offiziersmesser.“ Die Langfahrtyacht aus der Bretagne holt sich 2021 den Sieg in der Kategorie Bluewater Cruiser. Ihrem rustikalen „Aluminium“-Look stehen moderne Konstruktionsmerkmale gegenüber: breites Heck und ein Doppelsteuerstand. Darüber hinaus glänzt die 47.2 unter Deck mit einer ausgefallenen Ergonomie. Während frühere Modelle der Werft mehr für hohe Breiten und Kaltwasserreviere konzipiert waren, ist diese Blauwasseryacht auf allen Gewässern der Welt zu Hause.

European Powerboat of the Year 2021
Auch die Vergabe der Preise zum „European Powerboat of the Year 2021“ für Motorboote verlief in diesem Jahr anders als geplant – dafür aber nicht weniger spannend. Die Experten-Jury setzt sich aus den Chefredakteuren und Testverantwortlichen der acht führenden europäischen Motorboot-Medien aus Norwegen (Båtliv), Italien (Boatmag.it), Frankreich (Neptune), Niederlande (Motorboot), Spanien (Nautica y Yates), Schweiz (Marina.ch), Österreich (Yachtrevue) und Deutschland (BOOTE) zusammen.

Mehr als 200 neue Bootsmodelle bereichern jedes Jahr den Markt. Auch die Motorboot-Experten mussten sich ausnahmsweise in einer Videokonferenz und mit Hilfe eines ausgeklügelten Punktesystems auf die 23 Nominierten für den European Powerboat-Award 2021 festlegen. Neben den üblichen Qualitätsmerkmalen eines Bootes, wie beispielsweise der Verarbeitung oder den Fahreigenschaften, richtet die Jury ein besonderes Augenmerk auf die Raumaufteilung, die Sicherheit und das Preis-Leistungs-Verhältnis der Kandidaten. Auch die Umsetzung innovativer Ideen und Konzepte kann am Ende ausschlaggebend sein und zum Sieg in einer der fünf Award-Kategorien führen.

In der kleinen Klasse Motorboote bis 8 Meter hatte am Ende die Saxdor 200 Sport die Nase vorn. Die Saxdor punktet durch ihr gutes Preis-Leistungsverhältnis und ihre perfekten Fahreigenschaften. „In Kombination mit leistungsstarken Außenbordern wird die Saxdor 200 Sport zum reinrassigen Sportboot“, urteilt die Jury.

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In Heft 4/2020: El Niños kleine Schwester

El Niño geht, La Niña kommt. Doch kann das „brave Mädchen“ wirklich alles richten, was der „böse Junge“ angestellt hat?

Der stärkste El Niño der letzten Jahrzehnte ist Geschichte. Vorbei sind die Zeiten, in denen der „böse Junge“ das warme Wasser des Westpazifiks gegen die Ostküste Mittelamerikas trieb, worauf nicht nur dort, sondern auch in anderen Teilen der Welt, das Wetter verrückt spielte. Im Osten Afrikas leiden die Menschen noch heute unter der Dürre, auf den Inseln im westlichen Pazifik verdorrten die Tropenwälder. Amerikas Pazifikküste versank hingegen im Regen. Der brachte zwar Chiles Wüsten zum Blühen und füllte die leeren Wasserreservoire Kaliforniens, er sorgte aber auch für Überschwemmungen und Erdrutsche in vielen Teilen des Kontinents. Zu den wenigen Gewinnern zählten die Segler in der Karibik: Winde, ausgelöst von dem um bis zu acht Grad wärmeren Pazifikwasser, bescherten ihnen eine Saison fast ohne Hurrikans. Ging jedoch einer durch den Panamakanal, steckte er meist schon auf dem Weg zu den Galapagos eingeregnet in Flauten fest. Auf dem langen Schlag in die Südsee schob kein Humboldtstrom, denn der war von einem warmen Gegenstrom weit nach Süden abgedrängt worden. Weiter im Westen fand er noch schlechtere Verhältnisse vor: Immer öfter ging der Passat in die Knie und wer ganz schlechte Karten hatte, musste er sich den Weg ins Paradies gar gegen den Wind erkämpfen.

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Immer wieder schwere Motorboot-Unfälle:

Schwimmer tot – Skipper in Haft

Über Unfälle mit schweren Verletzungen und auch mit Todesfolgen müssen wir leider immer wieder berichten. Der jüngste derartige Unfall, der zum Tod eines Schwimmers führte, ereignete sich am 10. August 2020 in der Nähe von Rovinji in Kroatien.
Ein deutscher Motorbootfahrer startete sein Boot mit Vollgas und übersah einen Schwimmer mit dem er kollidierte. Obwohl ein zufällig anwesender Arzt vom naheliegenden Strand schwimmend zu Hilfe kam, konnte der Verletzte nicht mehr gerettet werden und verstarb noch vor Ort.
Der Fahrer des Motorbootes wurde sofort in Haft genommen und wartet derzeit in einem kroatischen Gefängnis auf seine Anklage.
Ein ähnlicher Fall wurde über einen Jet-Ski-Fahrer berichtet, der mit Höchstgeschwindigkeit mit nur einer Armlänge Abstand an einem Schwimmer vorbeifuhr. 1 m – oder ein Sekundenbruchteil – der über das Schicksal von zwei Leben entscheidet: für den einen eine Frage von Leben und Tod, für den anderen eine Frage von Freiheit oder Gefängnis.
Aber auch auf den deutschen Binnenrevieren herrscht mitunter Lebensgefahr: am 16. August 2020 machte ein Motoryacht-Skipper Schlagzeilen, der uneinsichtig und alkoholisiert zweimal mit erst 53 km/h und dann mit 70 km/h statt der erlaubten 25 km/h auf den Schweriner Seen gemessen wurde.
Dies sind leider keine Einzelfälle dieser Saison:
Im letzten Jahr war es eine junge österreichische Frau, die in Kroatien mit ihrem Vater, selbst Tauchlehrer, beim Auftauchen von einem mit überhöhter Geschwindigkeit im Schwimmerbereich fahrendem Motorboot tödlich verletzt wurde.
Wir erinnern uns auch leider an den ebenfalls tragischen Unfall vor einigen Jahren, wo die schnorchelnden Kinder des Gründer der sozialen Segel-Initiative für benachteiligte Kinder (Mirnomore) ebenfalls von einem unaufmerksamen Motorbootfahrer überfahren wurden. Ein Kind starb, des zweite wurde schwer verletzt mit der Folge einer Arm- und Bein Amputation.
Der Versicherer YACHT-POOL hat dies nun zum Anlass für eine breit angelegte Aufklärungskampagne genommen. Vom Jet-Ski-Fahrer bis zum Mega-Yacht-Eigner werden die YACHT-POOL-Kunden auf die besonderen Risiken – und die besondere Verantwortung – die mit dem Betrieb eines motorisierten Wassersportfahrzeuges einhergeht, sensibilisiert.
Dr. Schöchl betont, dass er über das Schadenverhalten der motorisierten Eigner und Skipper bei YACHT-POOL nicht klagen kann: „Ganz im Gegenteil: ich möchte allgemein das Bewusstsein der Jetski- und Motorbootfahrer schärfen und setze mit diesem Appell darauf, dass unsere Kunden eine Vorbildfunktion für andere Wassersportteilnehmer einnehmen. Denn alle motorisierten Wassersportler müssen sich bewusst machen: Beim Führen eines stark motorisierten Schiffes oder Jet-Skis heißt es in aller erster Linie: Vorsicht – Umsicht – Rücksicht!“
Dr. Schöchl erläutert, dass jeder Boots- und Jet-Ski-Fahrer per Gesetz zu erhöhter Vorsicht und zur Einhaltung von Sicherheitsabständen zu Schwimmern und Ufern verpflichtet ist. Die Behörden üben in diesen Fällen – zu Recht – keine Nachsicht.
Eine Boots- oder Skipperhaftpflicht-Versicherung schützt zwar vor den finanziellen Folgen eines Unfalls – nicht aber vor dem Verlust von Leben Anderer. Und dem Verlust der eigenen Freiheit.

Schiffmuseum Wien

Ende des 19. Jahrhunderts war Österreich die größte Binnenschifffahrtsnation der Welt. Lebensmittel und Waren wurden vom Schwarzen Meer und aus den an der Donau liegenden südöstlichen Teilen der österreichisch-ungarischen Monarchie in die Reichshauptstadt Wien transportiert. Dafür wurden mehr als 800 Lastkähne eingesetzt, die von zeitweise bis zu 188 Dampfschiffen (Dampfschleppern) die Donau hinaufgezogen wurden.
 Das letzte seiner Art ist die 1914 gebaute „FRÉDÉRIC MISTRAL“, deren einzigartiges und unglaubliches Schicksal während 100 Jahren Geschichte geschrieben wurde, vor allem auch deswegen, weil Kaiser Franz Josef I. sie in seinen letzten Jahren als geheimes Inspektionsschiff benutzte, wovon die im Bug des Schiffes befindliche Geheimkabine zeugt. Wir besichtigen diese, sowie den großen Salon des Schiffes, die Mannschaftsquartiere, die Offiziersmesse und die luxuriösen Kapitänskajüten und natürlich auch den Maschinenraum mit seinem mächtigen drei Meter hohen Dampfkessel samt der für damalige Zeiten hochmodernen Dampfmaschine. Und als „Höhepunkt“ den imposanten Steuerstand auf der Kommandobrücke der „FRÉDÉRIC MISTRAL“.
Weiters werden unter anderem noch folgende Schiffe gezeigt: Den Eisbrecher „ARTHUR“ (1955), das alte Salonschiff „ANA“ (1894), die „ARCHE DIMETOR“, den alte Zollponton „KRANICH“ mit der originellen „CAPTAIN´s LOUNGE“ und das Blumenschiff „ZOIE“ (1850). Die Schiffe befinden sich an vier Piers.
Führungen täglich 12:00 bis 20:00 Uhr, zu jeder Stunde oder nach Vereinbarung. Mindestens 5 max. 8 Personen.
Info: Schiffmuseum Wien, 1020 Wien, Hafenzufahrtsstraße 17; Tel.: 0660/1191719; E-Mail: schiffsmuseum@gmail.com; www.schiffsmuseum.at.

Yachtverordnung – JachtVo

Am 8. Mai 2020 hat das BMK (Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie) die 205. Verordnung zum BGBl. II Nr. 205/2020 veröffentlicht.
Darin wird nicht nur die Yachtzulassung, internationales Zertifikat für die Führung von Yachten und Ausrüstung geregelt, sondern auch die neue Prüfungsordnung vorgestellt. Die gesamte Verordnung und die Anlagen 1 bis 14 kann unter dem folgenden Link herunter geladen werden.

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Charter in Zeiten von Corona

Abgesagte Flüge, geschlossene Flughäfen, gesperrte Grenzen. Statt ihren Törn zu planen, dürfen Segler zu Hause Trübsal blasen und sich fragen: „Was wird dieses Jahr noch alles bringen“?

lesen Sie hier den Bericht von Carl Victor ...

Seenomaden

Takuss Grönland

Nachstehender Text ist dem neuen Buch der Seenomaden „Hart wie das Eis“ entnommen. Darin schreiben Doris Renoldner und Wolfgang Slanec über ihre Reise mit der Nomad, die sie von Grönland durch die berüchtigte Nordwestpassage bis nach Alaska führt. Erschienen im Delius Klasing Verlag, € 20,50. Hier können Sie das Buch bestellen ...
Angeblich stammen die größten Eisberge der nördlichen Hemisphäre aus dem Upernavik Eisfjord, den wir heute überqueren. Wir sind wieder uns selbst überlassen in dieser Welt aus Weiß und Blau. Fädeln uns ein in das Labyrinth aus Eisbergen, Inseln, Felsen und Klippen. Die Lichtverhältnisse in der Arktis können extrem sein. Oft erleben wir eine Fernsicht, bei der unsere Augen die Entfernungen in der kristallklaren Luft nur schwer taxieren können. Und so verschätzen, vertun wir uns pausenlos. Hohe Berge oder das Inlandeis erscheinen zum Greifen nahe, doch der Plotter verrät, dass uns zig Seemeilen davon trennen. Das Vorwärtskommen im Eis zwingt uns ständig dazu, alternative Routen parat zu haben. Die Gerade von A nach B zählt hier nicht. Wir sind schon zufrieden, unser Ziel auf Umwegen zu erreichen. Heute ist es das Jägerdorf Innaarsuit.

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Die Seenomaden life erleben! Hier geht´s zu den Terminen ...

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Segel-Legende beging runden Geburtstag

Wilfried Erdmann wurde 80

Wilfried Erdmann ist wohl der bekannteste deutsche Fahrten- und Weltumsegler. In Pommern geboren, beschäftigte er sich schon früh mit extremen Reisen, als dies noch nicht gängig war. Mit 18 Jahren ist er per Fahrrad nach Indien gefahren, bevor ihn die Sehnsucht nach dem Meer packte, die ihn bis heute nicht losgelassen hat. Am 15. April wurde Wilfried Erdmann 80 Jahre alt.
Schon vor der dreijährigen Weltumseglung mit seiner Ehefrau Astrid (1969 bis 1972) und dem vier Jahre später folgenden Törn mit Gattin und Sohn Kym durch die pazifische Südsee ist er 1968 als erster Deutscher allein um die Erde gesegelt und hat dies als einziger hierzulande 1984/1985 nonstop wiederholt. Später realisierte er auch Segeltörns abseits gängiger Routen. Zum Beispiel 1990 mit einer Jolle rund um Mecklenburg-Vorpommern im Jahr nach dem Mauerfall.
Mit „Mein Schicksal heißt Kathena“ debütiert Wilfried Erdmann 1986 im Delius Klasing-Tochterverlag Edition Maritim. Der Titel zählt bis heute zum Verlagsprogramm. Von seinen zahlreichen Büchern wurden außerdem „Die magische Route“, „Ein unmöglicher Törn“ und seine Biografie „Ich greife den Wind“ zum Erfolg. Der anlässlich seines 80. Geburtstages geplante Prachtband „Ich bin auf See – Mein Bild vom Segeln“ wird zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen.

Mitnahme von Rettungswesten im Flugzeug

Seit 1. 1. 2019 ist eine Lockerung in Kraft getreten.

Lesen Sie hier was Sie beachten müssen ...