Zukunft von Bavaria Yachtbau ist gesichert

Ein von der deutschen Beteiligungsgesellschaft CMP Capital Management-Partners GmbH beratener Fonds wird die Bavaria Yachtbau übernehmen. Die Tochtergesellschaft Bavaria Catamarans wird ebenfalls erworben.

Ein von der in Berlin ansässigen CMP Capital Management-Partners beratener Eigenkapitalfonds wird Bavaria Yachtbau im Wege der übertragenden Sanierung fortführen und auch sämtliche Anteile an der französischen Tochtergesellschaft Bavaria Catamarans S.A.S. erwerben. Alle 550 Mitarbeiter von Bavaria Yachtbau in Giebelstadt und alle 250 Mitarbeiter von Bavaria Catamarans in Rochefort werden übernommen. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde zwischen der Eigenverwaltung der Bavaria Yachtbau GmbH und CMP geschlossen sowie notariell beurkundet. Der Gläubigerausschuss hat seine Zustimmung ebenso erteilt wie der Sachwalter der Bavaria Yachtbau GmbH, Dr. Hubert Ampferl. Der Kauf soll nach der Freigabe durch das Bundeskartellamt – die in wenigen Wochen erwartet wird – vollzogen werden. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

 CMP Capital Management-Partners ist eine deutsche Beteiligungsgesellschaft, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 2000 auf die Übernahme von Unternehmen in Turnaround- und Umbruchsituationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz spezialisiert hat. Die Fonds der CMP Gruppe werden von CMP Capital Management-Partner GmbH, mit Sitz in Berlin beraten. Mit Beteiligung am Unternehmen übernehmen Mitarbeiter der CMP operative Managementverantwortung vor Ort. Im Falle von Bavaria wird der Restrukturierungsexperte und Partner der CMP, Dr. Ralph Kudla, die Geschäftsführung ergänzen.

 Kai Brandes, Geschäftsführer von CMP Capital Management-Partners erklärt: „Wir sind von den weltweiten Marktpotenzialen der Bavaria überzeugt und werden das Unternehmen nachhaltig weiterentwickeln. Im Zentrum der Restrukturierungsmaßnahmen werden die Rückgewinnung von Marktanteilen sowie die Verbesserung der Produktionskosten stehen.“

 Sanierungsexperte Dr. Tobias Brinkmann, seit Anordnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens im April 2018 Geschäftsführer von Bavaria Yachtbau, erklärt: „Bavaria ist ein herausragendes Unternehmen mit einer starken Marke, überzeugenden Produkten und engagierten Mitarbeitern. Wir freuen uns, mit CMP einen renommierten und erfahrenen Käufer gefunden zu haben, der das Unternehmen in die Zukunft führen wird. Als Geschäftsleitung möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Yacht-Händlern, unseren Kunden und Lieferanten bedanken. Sie alle haben Bavaria Yachtbau im Verlauf des Insolvenzverfahrens unterstützt. Dass Bavaria vom Tag der Antragstellung bis heute, also in weniger als fünf Monaten, 220 Yachten bauen und ausliefern konnte, zeigt, wie sehr auf die Belegschaft Verlass ist.“

ANT ARCTIC LAB – Weltrekordversuch abgebrochen!

Wenige Tage nach seinem Start, entschloss sich Skipper Norbert Sedlacek westlich Irlands den Rekordversuch abzubrechen und in seinen Ausgangshafen Les Sables d’Olonne zurückzukehren. „Manchmal ist es eben notwendig die Realität zur Kenntnis zu nehmen und den Mut zu haben das Handeln danach auszurichten“, so Sedlacek.
Zwar hat die Open60AAL Innovation Yachts auch bei schwerem Wetter ein beeindruckendes Fahrpotential, jedoch sind diverse technische Ausrüstungsgegenstände aufgrund der fehlenden Vorlaufzeiten für die zu erwartenden Bedingungen einfach noch nicht ausgereift.  Deshalb beschloss sich Norbert umzukehren und dem Projekt noch ein weiteres Jahr Vorlaufzeit zwecks Optimierung der Bordtechnik einzuräumen um danach im Sommer 2019 die Rekordfahrt abermals in Angriff zu nehmen.
Die Werft Innovation Yachts hat für dieses unglaubliche Abenteuer eine spezielle Rennyacht, aus 100% recycelbaren und nachhaltigen Materialen gebaut. Dieser Materialmix: Vulkanfaser mit Balsaholzkern und unschädlichem Epoxy verkörpert eine neue Generation ökologischer, qualitativ hochwertiger Yachten.
Projekt ANT ARCTIC LAB ist aber nicht nur ein einzigartiger Weltrekordversuch! Das Projekt wird auch die ultimative Qualitäts- und Sicherheitsbestätigung eines neuen Yachtbaukonzeptes werden.
Nach dem Auslaufen im Sommer 2019 wird Norbert Kurs auf den Arktischen Ozean nehmen, die Nordwestpassage von Ost nach West durchsegeln und anschließend den Pazifik von Nord nach Süd überqueren um das erste Mal während dieses Törns Kap Hoorn zu passieren. Danach geht es in den tiefen südlichen Breiten rund um die Antarktis, ein zweites Mal rund Kap Hoorn und anschließend durch den Süd- und Nordatlantik nach Norden, zurück in den Start- und Zielhafen Les Sables d’Olonne.
So dieser Rekordversuch erfolgreich ist, wird Norbert Sedlacek der erste Segler sein, welcher einhand, nonstop und ohne Hilfe von außen die Welt über alle Ozeane, inklusive Arktischen und Antarktischen Ozean umsegelt hat. Diese unglaubliche Herausforderung mit einer Länge von ca. 34.000 Seemeilen werden für Skipper Sedlacek etwa 200 einsame, stürmische und stressige Tage auf See bedeuten.

Europa hat gewählt

„Oscars der Bootsbranche“ im Rahmen der „Boot“ 2018 vergeben.

Es sind Europas beste Motorboote und Segelyachten, die jährlich in insgesamt zehn Kategorien mit dem „Oscar des Wassersports“ prämiert werden. Zum fünfzehnten Mal wurde die internationale Auszeichnung „European Yacht of the Year“ vergeben und zum zwölften Mal das „European Powerboat of the Year“ gekürt. Wer die renommierten Preise erhält, entscheidet eine Jury aus den Testleitern und Chefredakteuren der führenden zwölf Segel- und neun Motorboot-Magazine Europas. Die begehrten Trophäen wurden am ersten Messe-Wochenende auf dem Branchentreff FLAGSHIP NIGHT des Delius Klasing Verlages und der boot Düsseldorf, vergeben. Verleger Konrad Delius und boot-Chef Petros Michelidakis konnten in diesem Jahr knapp 500 hochrangige Gäste aus der internationalen Wassersportwirtschaft zur maritimen Gala begrüßen.

Jedes Jahr kommen in Europa rund 70 neue Segelboote auf den Markt. Doch nur fünf Werften dürfen sich über den Titel „European Yacht of the Year 2018“ freuen. Die ersten Tests führten die Jury-Mitglieder der zwölf Segelmagazine aus Norwegen, Schweden, Großbritannien, Niederlande, Frankreich, Dänemark, Österreich, Schweiz, Italien, Spanien, Deutschland und neuerdings Finnland Mitte September in den Port de Plaisance von La Rochelle. Im Oktober folgte vor Port Ginesta südlich von Barcelona die zweite Runde. Alle 15 Kandidaten wurden dabei intensiv getestet und bewertet. Insgesamt segelten die Fachjournalisten fast 2.000 Seemeilen mit den nominierten Yachten.

Alle Entscheidungen werden von der Mehrheit der Jury getragen; eine Nationalitäten-Klausel verhindert, dass die Juroren Kandidaten aus dem eigenen Land bevorteilen. Die Auswahl für die jeweilige Yacht des Jahres spiegelt dabei das Geschehen am Gesamtmarkt wider, wo der aktuelle Trend einerseits hin zu immer größeren Yachten geht, andererseits zu immer individuelleren und spezielleren Formaten.

In der Kategorie der Family-Cruiser siegte in diesem Jahr die Sun Odyssey 440. Die Fahrtenyacht von Jeanneau überrascht unter anderem mit einer komplett andersartigen, cleveren Cockpitgestaltung und nach achtern stark abfallenden Laufdecks. Sie ist ein sehr guter Allrounder, komfortabel und lebendig unter Segeln.

Im Bereich Performance-Cruiser gewann die ClubSwan 50. Sie feierte bereits im vorherigen Herbst ein vielbeachtetes Debüt, stand damals aber noch nicht für Tests der Yacht-des-Jahres-Jury zur Verfügung. Jetzt konnte das noch leicht optimierte Serienboot zeigen, was in ihm steckt. Sie ist ein Kunstwerk in Sachen Konstruktion und Bauausführung. Die Jury meint: eine Segelmaschine in Reinform.

In der Kategorie Luxury-Cruiser konnte sich die Amel 50 durchsetzen. Die moderne Langfahrtyacht punktete bei der Jury durch ein geschütztes Cockpit, reichlich Fläche zum Sonnenbaden, einer sehr sicheren Bedienung und allem erdenklichen Komfort. Zudem verfügt sie über ein aufwändig gebautes und außerordentlich geschmackvoll gestaltetes Interieur.

In der Klasse Multihull ging die begehrte Auszeichnung an den Neel 51. Der Trimaran steht für Leichtbau und setzt sich deutlich vom Gros der Fahrten-Katamarane am Markt ab. Er begeisterte bei den Tests mit sehr guten Segeleigenschaften und viel Volumen in den drei Rümpfen. Er verfügt über bis zu zehn Kojen sowie über eine formidable 10 Quadratmeter große Eigner-Suite auf dem Hauptdeck, das einen spektakulären Blick übers Meer erlaubt.

Bei den Special Yachts flog die Beneteau Figaro 3 auf den ersten Rang. Die Neue von Beneteau gilt als erste Tragflügelyacht, die in Großserie gefertigt wird und bis zu 25 Prozent schneller segeln soll als vergleichbare Boote. Interessant: Das innovative Design mit nach unten geneigten Flügeln, die auf Decksniveau eingezogen und ausgefahren werden können. Sie lässt sich verblüffend einfach schnell segeln.

„European Powerboat of the Year 2018“
Mindestens ebenso spannend verlief die Vergabe der Preise zum „European Powerboat of the Year 2018“ (www.powerboat-award.com) für Motorboote. Die Fachjury besteht hier aus den Chefredakteuren und Testern der neun europäischen Motorboot-Medien aus Norwegen, Italien (2), Frankreich, Niederlande, Spanien, Schweiz, Österreich und Deutschland. Das Gutachtergremium nominierte zunächst auf der Cannes Boatshow die fünf interessantesten Neuheiten pro Wertungs-Kategorie.

Mehr als 200 neue Bootsmodelle erscheinen jährlich auf dem Motorboot-Markt. Hier gibt es die fünf Längen-Klassen bis 25 Fuß, bis 35 Fuß, bis 45 Fuß, über 45 Fuß sowie eine längenunabhängige Verdrängerklasse.

Neben den üblichen Qualitätsmerkmalen eines Bootes, wie beispielsweise der Verarbeitung oder den Fahreigenschaften, spielen die Raumaufteilung, das Gesamtkonzept und das Preis-Leistungs-Verhältnis eine entscheidende Rolle bei der Auswahl und Bewertung der Juroren. Häufig sind es auch innovative, ausgefallene Ideen, die am Ende zu einer Auszeichnung führen und eine Werft jubeln lassen.

In der kleinen Klasse bis 25 Fuß Bootslänge standen sich fünf spannende Konzepte gegenüber. Die Bella 620 Cabin hatte am Ende die Nase vorn. Begründung der Jury: „Die Bella 620 Cabin punktet durch ein neues Design, bei dem die praktische Nutzung des Bootes im Vordergrund steht. Sie bietet alles, was man von einem Boot dieser Kategorie erwarten kann. Darüber hinaus sorgt das gelungene Deckslayout für ein Maximum an Bewegungssicherheit an Bord.“

Boote der 35 Fuß-Klasse müssen vor allem praktische Lösungen, eine gute Verarbeitung und ein sicheres Handling auf allen Gewässern vorweisen können. In dieser Kategorie erhielt die Apreamare Gozzo 33 die Auszeichnung. Dazu die Meinung der Jury: „Klassische Linien, vereint mit moderner Funktionalität, das ist die Apreamare Gozzo 33. Trotz der flachen Linien des Bootes ist es Apreamare gelungen, komfortablen Wohnraum für bis zu vier Personen zu schaffen. Mit 31 Knoten Topspeed ist die Gozzo 33 darüber hinaus schnell und sicher unterwegs.“

Bei der Abstimmung in der Klasse bis 45 Fuß überzeugte die Fountaine Pajot MY 44. Die Werft bietet mit ihr einen speziell auf die Belange von Motorbootfahrern zugeschnittenen schnellen Reisekatamaran. Neben dem üppigen Platzangebot mit bis zu acht Kojen, bietet die MY 44 eine hohe Reichweite, gute Fahreigenschaften und eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 Knoten.

In der Klasse über 45 Fuß Bootslänge entschied sich die Jury für die Azimut S 7.  Mit ihr hält Karbon endgültig Einzug in den Serienbootsbau. „Aufgrund der neuen Bauweise ist die S 7 deutlich leichter als ihre Mitbewerber, während der Schwerpunkt tiefer ins Bootsinnere wandert. Die Folge ist ein geringerer Kraftstoffverbrauch und sichere Fahreigenschaften. Das innovative „Auto Balance System“ sorgt darüber hinaus für eine optimale Gewichtsverteilung während der Fahrt, was ebenfalls den sicheren Fahreigenschaften zugutekommt“, so das Urteil der Juroren.

In der längenunabhängigen Verdrängerklasse ging der „European Powerboat of the Year“-Award 2018 an die Linssen Grand Sturdy 40.0 Sedan. „Modernes Interieur kombiniert mit den Vorzügen des klassischen Stahlbootbaus zeichnet sie aus. Letztlich ist es die Summe vieler kleiner praktischer Details, welche die so genannte „Dot-Zero-Serie“ von ihren Vorgängermodellen unterscheidet.  Mit bis zu 500 Seemeilen Reichweite, sicheren Fahreigenschaften und exzellenter Verarbeitung steht die GS 40.0 für den Inbegriff des komfortablen Reisebootes“, lautet die einhellige Expertenmeinung.

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