In aktueller Ausgabe: Segeln auf einem Pilot Cutter

Manche werden wohl fragen: Was ist denn das für ein Ding? Andere werden vielleicht fragen: Wo kann man mit sowas segeln?

Drauf die Antworten: Ein moderner Pilot Cutter ist ein als Gaffelkutter mit Steilgaffel getakeltes Segelboot, das im Detail englischen Arbeitsbooten aus dem 19. Jhdt. nachempfunden ist. Dabei handelt es sich jedoch nicht um Repliken, sondern eine moderne Entwicklung.
Die britische Werft Cornish Crabbers in Cornwall baut seit über 40 Jahren hochwertige traditionelle Segelyachten. Pilot-Cutter sind nur ein Teil des Portfolios der Werft. Der Pilot-Cutter-30, mit dem der Autor segelte, ist 9,2 m lang, wird aus GFK gebaut, der Rumpf ist eine Multi-Knickspant-Spant Konstruktion mit einem fast trapezartigen Spantenriss, heute nennt man sowas wohl „Multi-Chine“.

Lesen Sie in Ausgabe 3/2018 weiter ...

In Heft 2/2018: Was wurde aus ...?

360 Grad-Docking System

2010 kündigte die französische Werft Jeanneau (Hersteller von Yachten vom Typ Sun Odyssey) eine Technologie an, die nach den Aussagen der Marketingstrategen das Thema An-/Ablegen revolutionieren sollte. „Docking is a child’s play“ - konnte man lesen.
Das sogenannte 360o-Docking System ist eine komplexe Technologie, bei der Autopilot, ein um 360o drehbarer Saildrive-Antrieb und Bugstrahlruder durch ein in Zusammenarbeit zwischen Jeanneau, Raymarine und der Firma ZF-Marine entwickeltes Steuerungssystem so koordiniert werden können, dass damit das Boot in alle Richtungen bewegt werden kann. Bedient wird das ganze einfach mit einem Joystick. Diese einfache Bedienbarkeit kann natürlich nicht darüber wegtäuschen, dass da knifflige Technik dahintersteckt, die natürlich auch störanfällig ist.

Lesen Sie in Ausgabe 2/2018 weiter ...

DEUTZ steigt in die Elektrifizierung ein und übernimmt den Elektroantriebs-Spezialisten Torqeedo

Die DEUTZ AG hat die im Raum München ansässige Torqeedo GmbH übernommen. Das vor 12 Jahren gegründete und derzeit auf fünf Kontinenten in über 50 Ländern aktive Unternehmen besitzt signifikante Kompetenz in Komponenten, Software und Systemintegration für Elektroantriebe. Torqeedo ist Weltmarktführer und Systemlösungsspezialist für integrierte elektrische sowie hybride Bootsantriebe.

Dr. Frank Hiller, Vorstandsvorsitzender der DEUTZ AG: „Mit der Übernahme von Torqeedo sind wir in der Lage, im Vergleich zu einer Stand-Alone-Lösung E-Kompetenz im Zeitraffer zu generieren und unsere Produktpalette zu elektrifizieren, wo es technisch und ökonomisch sinnvoll ist. Ein wichtiger Vorteil in einem sehr dynamischen Wettbewerb. Und der Startschuss für unsere E-DEUTZ Strategie, bei der Torqeedo als Katalysator fungieren wird.“

Alternative Antriebe werden künftig auch in den Kernsegmenten von DEUTZ eine wichtige Rolle spielen. DEUTZ nutzt die sich aus dem veränderten Umfeld ergebenden Chancen und ergänzt seine innovativen Antriebssysteme mit der E-DEUTZ Strategie, die die Entwicklung und Herstellung hybrider und elektrifizierter   Antriebssysteme   für Off-Highway Anwendungen im Fokus hat. Die Torqeedo-Technologiekompetenz avanciert hierbei zum Nukleus der E-DEUTZ Strategie. Damit rundet das Unternehmen seinen modularen Technologiebaukasten für die Emissions- und CO2-Reduktion ab. Potentiale liegen unter anderem im „Downsizing“ von Verbrennungsmotoren und damit verbunden einer Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der Betriebskosten. DEUTZ plant, erste Produkte aus der E-DEUTZ Strategie in rund zwei Jahren im Markt einzuführen und somit deutlich früher als in Eigenregie. Zur beschleunigten Umsetzung der neuen Strategie wird DEUTZ anfänglich rund 100 Mio. € inklusive der Akquisition von Torqeedo investieren.

„Wir sind auf dem Weg, uns als Marktführer innovativer Antriebssysteme zu positionieren und werden unseren Kunden neben unseren etablierten Lösungen auch hybride und vollelektrische Lösungen anbieten“, so Dr. Frank Hiller. „Die Akquisition von Torqeedo ermöglicht uns, technisch ausgereifte und wirtschaftliche Elektrifizierungslösungen schneller an den Markt zu bringen. Wir positionieren uns hierbei frühzeitig im Wettbewerb und sehen daher für uns auch sehr gute Marktchancen.“ Gleichzeitig bleiben effiziente und saubere DEUTZ TCD Dieselmotoren, die als erste Motoren weltweit für die ab 2019 geltende nächste europäische Emissionsstufe (Stage V) im Off-Highway-Bereich zertifiziert wurden, das Mittel der Wahl, wenn es um hohe Leistungsbedarfe geht.

Mit dem Erwerb von Torqeedo gewinnt DEUTZ ein ausgewiesenes und erfahrenes Team von Elektrifizierungs-Spezialisten unter der Führung von Gründer und CEO Dr. Christoph Ballin, das sein stark wachsendes Geschäft unter der etablierten Marke weiterführen wird.

„Torqeedo verfügt über umfassendes Knowhow bei Elektromotoren, Batteriemanagement, Leistungselektronik und Systemintegration. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den Entwicklungsteams von DEUTZ die Elektrifizierung im Off-Highway Bereich maßgeblich voranzutreiben. Als Teil der DEUTZ Gruppe wollen wir für Torqeedo die zusätzlichen Möglichkeiten in den Bereichen Industrialisierung, Einkauf, Vertrieb und Service nutzen und unser Wachstum nochmals beschleunigen“, sagt Dr. Christoph Ballin.

Neben ihrer Geschäftsführertätigkeit bei Torqeedo werden Dr. Christoph Ballin als Head of Strategy und Torqeedo-COO Dr. Ralf Plieninger als Head of Electrification künftig zusätzliche Aufgaben im Top Management der DEUTZ AG übernehmen.

DEUTZ wird Torqeedo ab dem 1. Oktober 2017 konsolidieren. Den Erwerb finanziert DEUTZ aus verfügbaren liquiden Mitteln. Die DEUTZ AG bestätigt ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2017: Erwartet werden ein deutlicher Umsatzanstieg sowie eine moderate Steigerung der EBIT-Marge – vor positiven Sondereffekten – im Vergleich zum Vorjahr.

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Notsender kompatibel zu Rettungswesten?

Das zunehmende Angebot von Notsendern (Notfunkgeräte, AIS-Sender, PLB) als Zubehör für aufblasbare Rettungswesten führt zu einigen wichtigen Fragen, die der Käufer stellen und beantwortet bekommen muss, wenn er solche Geräte sinnvoll und wirksam zur seiner eigenen Sicherheit für den Seenotfall einsetzen möchte.

  • Stören sich Rettungsweste und Sender gegenseitig, wenn der Sender beim Aufblasen der Rettungsweste automatisch aktiviert wird?
  • Ist sichergestellt, dass der Sender den Schwimmkörper der Rettungsweste nicht beschädigt und die Antenne sich beim Aufblasen problemlos aufrichtet?
  • Lässt sich der Sender fachgerecht in die Schutzhülle integrieren? Denn unter Umständen kann die Rettungsweste die Zulassung nach DIN EN ISO 12402 verlieren.

Die meisten Seenotsender sind heute manuell aktivierbar, das heißt: Sie müssen im Seenotfall vom Schiffbrüchigen erreicht und eingeschaltet werden können. Hier ergibt sich ein besonderes Problem, wie der Fachverband Seenotrettungsmittel e. V. (FSR) bei seiner jüngsten Marktbeobachtung festgestellt hat.
Einige Anbieter von Rettungswesten rüsten ihre Geräte mit kleinen Taschen in den Schutzhüllen aus, die oft mit Reißverschlüssen geschlossen sind. Hier ist besonders dann erhöhte Vorsicht geboten, wenn der Anbieter diese Tasche zur Aufnahme von Seenotsendern auslobt. Denn oft können die Notsender nach dem Aufblasen der Weste zur Aktivierung nicht mehr erreicht werden, weil die Taschen unter Wasser beziehungsweise unter dem Schwimmkörper nicht mehr zugänglich sind und/oder die Reißverschlüsse nicht geöffnet werden können.
Der FSR rät deshalb allen interessierten Wassersportlern, sich im Fachhandel über die verschiedenen Rettungswestenmodelle genau zu informieren und sie miteinander zu vergleichen oder sich bei Unklarheiten an den Hersteller der Rettungsweste wenden.