Kuss der Spinnenfrau – Kiss of the Spider Woman

Ein Musical Buch von Terrence McNally nach dem Roman von Manuel Puig Gesangstexte von Fred Ebb, Musik von John Kander, Deutsch von Michael Kunze. Badener Erstaufführung

Der homosexuelle Schaufensterdekorateur Molina sitzt in einer lateinamerikanischen Diktatur in Haft. Sein neuer Zellengenosse ist der Widerstandskämpfer Valentin. Folter und Demütigung bestimmen das Leben im Gefängnis. Molinas Devise zum Überleben lautet, sich eine schöne Scheinwelt herbeizuträumen. Nach anfänglicher Verweigerung lässt Valentin sich darauf ein. Im Mittelpunkt der glamourösen Phantasien steht die verführerische Diva Aurora, die in ihrer Rolle als Spinnenfrau zugleich auch tödliche Macht verkörpert. Ein Stück über den Sieg von Liebe, Würde und Phantasie über Brutalität und Verrat. Die Musik wird dominiert von lateinamerikanischen Rhythmen und konfrontiert den Glamour der filmischen Träume Molinas mit der schmerzvollen Vergegenwärtigung von Angst, Gewalt und Liebessehnsucht.

Kuss der Spinnenfrau gilt neben Cabaret und Chicago als das beeindruckendste Werk des Erfolgsduos John Kander und Fred Ebb. Die Uraufführung erlebte 922 Vorstellungen. 1993 erhielt die Broadway-Produktion sieben Tony Awards, darunter für das beste Musical und die beste Partitur.

Musikalische Leitung: Oliver Ostermann, Inszenierung: Werner Sobotka, Bühnenbild: Karl Fehringer / Judith Leikauf, Kostüme: Friederike Friedrich, Choreografie: Natalie Holtom, Light Design: Michael Grundner.

Besetzung: Molina – Drew Sarich; Valentin – Martin Berger; Aurora, die Spinnenfrau – Ann Mandrella; Molinas Mutter – Andrea Huber; Marta – Elisabeth Ebner; Gefängnisaufseher – Franz Josef Koepp; Esteban, Gefängniswärter – Artur Ortens; Marcos, Gefängniswärter - Tamim Fattal; ai-Beobachter – Beppo Binder.
Gefangene & Ensemble: Gabriel - David Rodriguez; Aurelio - Thiago Fayad; Fuentes - Peter Knauder und Carlo Schiavone.

Die deutschsprachige Erstaufführung fand in der Übersetzung von Michael Kunze am 28. November 1993 im Raimund Theater in Wien statt, mit Yamil Borges als Aurora/Spinnenfrau, Günther Mokesch als Molina und Thorsten Tinney als Valentin. Ich war damals mit dabei und kann daher auch einen - soweit die Erinnerungen reichen - einen kleinen Vergleich anstellen. Und der fällt so aus: Die Badener Produktion ist keinen Deut schlechter, in einigen Passagen für mich sogar noch besser!
Soviel ich weiß, wurde dieses Musical seither nicht mehr in Österreich gespielt.
Der Kuss der Spinnenfrau gehört zu der Musicalrichtung, die Geschichten mit Tiefgang und durchaus auch mit schwerem Inhalt durch die Musik wie in der Oper, die Handlung unterstützt oder sogar noch intesiver gestaltet. Dazu gehört u.a. auch Jesus Christ Superstar, das vor einigen Jahren auch in Baden einen riesen Erfolg verbuchen konnte.
Hier prallt die brutale Realität eines Foltergefängnisses in einem nicht näher definierten südamerikanischen Land, in dem die beiden Hauptdarsteller der grausemen Willkür des politischen Machtapparates eine Diktatur ausgesetzt sind, auf die glitzernde Scheinwelt der Traumfabrik Hollywoods, in der Aurora als Prototyp der glamourösen Filmdiven der 1940er und 1950er Jahre im Mittelpunkt steht.
Gerade diese zwei scheinbar unvereinbaren Pole machen den Reiz der Geschichte aus!

Das Bühnenbild welches durch eine erstklassische Bühnentechnik und ein grandioses Light Design erst so richtig zur Geltung kam ist größtes Lob auszusprechen. Ebenso den Kostümen, erstellt von Friederike Friedrich.
Wie gewohnt erste Sahne auch wieder das Orchester, das Ballett und der Chor der Bühne Baden.

Und die Darsteller? Einfach wunderbar! Mit vollem Einsatz dabei und ihre gesanglichen und schauspielerischen Stärken voll ausspeilend. Allen voran der fantastische Drew Sarich (Molina), seine Ehefrau Ann Mandrella (Aurora, die Spinnenfrau) und natürlich Martin Berger (Valentin).

Die Premiere endete mit extrem langen Standig Ovation (habe ich seit Jesus Crist Superstar nicht mehr so erlebt). Der Vorhang musste fast 10 mal wieder hochgehen.
Ein großer Dank an Michael Lakner (küstlerischer Leiter der Bühne Baden) der dieses Stück nach Baden gebracht hat! Einfach GRANDIOS!

Wenn Sie sich liebe Leser dieses diese Aufführung entgehen lassen - selber schuld - so etwas werden sie so schnell nicht wieder zu sehen und zu höhren bekommen.

Stadttheater Baden: letzte Vorstellung 1. September 2019

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Musical-Konzert

Mit den Stars von "Der Kuss der Spinnenfrau"

Die Stars des Musicals „Der Kuss der Spinnenfrau“ – Elisabeth Ebner, Ann Mandrella, Martin Berger und Drew Sarich –  begeisterten die Besucher der Bühne Baden am Donnerstag, 15. August, einen wunderbaren Abend. Unterstützt durch das Orchester der Bühne Baden unter der Leitung von Christoph Huber brachten die vier Ausnahmedarsteller bekannte und weniger bekannte Musicalhits auf die Bühne. Einige davon in noch nie gehörter Version. Durch das Programm führte sehr humorvoll Martin Berger.

Wenn Sie auch einen unvergesslichen Abend erleben wollen, haben Sie am 3. September noch die Möglichkeit, bei der zweiten Auflage dieses Konzertes im Stadttheater Baden mit dabei zu sein.

Bühne Baden - Stadttheater: 3. September 2019, 19:30 Uhr

Zigeunerliebe

Romantische Operette in drei Akten von Robert Bodanzky und A. M. Willner Musik von Franz Lehár.

Zorikas Verlobung mit dem charmanten, aber sehr seriösen Jonel steht unmittelbar bevor. Doch eigentlich hat es ihr dessen Halbbruder, der verführerische, temperamentvolle Zigeunergeiger Jószi viel eher angetan, mit dem sie sich am liebsten auf und davon machen würde. Ratlos, wie sie sich entscheiden soll, entsinnt sich Zorika des alten Volksglaubens, dass ein Mädchen, das in der Verlobungsnacht Wasser aus dem Fluss Czerna trinkt, die Zukunft voraussehen kann. Sie trinkt von dem Wasser und träumt das Leben, das sie erwartet, wenn sie sich für Jószi entscheidet. Wieder aufgewacht, ist sie froh, nur geträumt zu haben. Sie erkennt ihre wahren Gefühle und weiß, wohin sie gehört: zu Jonel.

Kaum eine Partitur des Komponisten ist klanglich so farbenreich und rhythmisch so vielfältig wie die der Zigeunerliebe.

„Ich bin ein Zigeunerkind“, der Csárdás „Hör’ ich Cymbalklänge“ und „Zorika, Zorika, kehre zurück“ sind nur einige der zündenden Melodien dieser romantischen Operette.

Musikalische Leitung: Michael Zehetner, Inszenierung: Isabella Fritdum, Ausstattung: Susanne Thomasberger, Choreografie: Guido Markowitz.

Besetzung: Peter Dragotin – Christoph Wagner-Trenkwitz; Jonel Bolescu – Iurie Ciobanu; Kajetán Dimetreanu, Sohn des Bürgermeisters – Dominik Am Zehnhoff-Söns; Jószi, der Spielmann, ein Zigeuner – Vincent Schirrmacher; Moschu, Kammerdiener Dragotins – Florian Stanek; Zorika, Dragotins Tochter – Cornelia Horak; Jolán, Dragotins Nichte – Elisabeth Schwarz; Ilona von Köröshaza, Gutsbesitzerin – Miriam Portmann; Julca, Amme Zorikas – Kerstin Grotrian.

Wie Isabella Fritdum sagte, hat sich nach intensiver Beschäftigung mit dem Werk das Ziel für sie selbst sehr bald konkretisiert. Der Entschluss, den "Zigeuner-Geiger" als Projektionsfläche für alle anderen Figuren zu verwenden, schien ihr ein interessantes Mittel. Er, der Künstler wird von allen verehrt. Seine gelebte Freiheit, sein Temperament und sein egozentrisches Verhalten sind zugleich Bewunderungs- wie Kritikpunkte für seine Umgebunt.

Die Umsetzung des Stoffes mit diesen Gedanken ist Ihr hervorragend gelungen. Dazu kommt das fantastische Ballett der Bühne Baden - das von Aufführung zu Aufführung besser wird - welches Hauptsächlich als "Wassergeister" in Erscheinung tritt. Sie begeistern nicht nur mit herrlichen Tanzeinlagen sondern auch mit den "fließenden Bewegungen" die die Wellen des Flusses darstellen.

Das Bühnenbild, aufgeräumt und nicht überladen - eben an die nicht so große Bühne der Sommerarena angepasst, lässt keine Wünsche offen. Genauso wie die Orchester der Bühne Baden und der Chor, die beide großartiges leisten.

Nun zu den Darstellern. Vorweg, gratulation an Michael Lakner, er hat bei der Auswahl wieder ein goldenes Händchen bewiesen.
Eine Klasse für sich, Vincent Schirrmacher, der 2009 beim Lehar Festival Bad Ischl unter Michael Lakner sein Österreich Debüt feierte. Mit seiner Stimme riss er als der Spielmann-Zigeuner Josi das Publikum von seinen Sitzen. Nicht weniger beeindruckend Cornelia Horak als Zorike und Dominik An Zehnhoff-Söns als Kajetan Dimetrenau.
Aber auch stimmlich überzeugend Miriam Portmann (wie nicht anders zu erwarten) als Gutsbesitzerin Ilona von Köröshaza, sowie Elisabeth Schwarz (Dragotins Nichte Jolàn) und Lurie Ciobanu als Jonel Balescu.
Schauspielerisch beeindruckend Kerstin Grotrian als Zulcsa, die diesmal nur eine Sprachrolle hatte.

Unter den Zahlreichen Ehrengästen der Premiere auch Laneshauptfrau von Niederösterreich Johann Mikl-Leitner

Sommerarena Baden: letzte Vorstellung 31. August 2019

Der Vogelhändler

Operette von Moritz West und Ludwig Held Musik von Carl Zeller.

Die Liebe zwischen der Postbotin Christel und dem Tiroler Vogelhändler Adam wird in Verwicklungen und Komplikationen am Hof des regierenden Fürsten auf die Probe gestellt. Im ständeübergreifenden Verwirrspiel lösen sich am Ende aber alle Herzensangelegenheiten in Wohlgefallen auf. Nicht nur Christel und Adam liegen sich in den Armen, sondern auch der kurfürstliche Wald- und Wildmeister Baron Weps und Baronin Adelaide, die Hofdame der Kurfürstin Marie.

Zu den unterhaltsamen Intrigen passt Zellers melodienreiche Musik – darunter die bekannten Nummern „Ich bin die Christel von der Post“, „Wie mein Ahnl zwanzig Jahr’“, „Mir scheint ich kenn’ dich, spröde Fee“, „Als geblüht der Kirschenbaum“, „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ und "Griaß enk Gott, alle miteinander".

Der außerordentliche Erfolg des Vogelhändlers – er gehört zu den meistgespielten Operetten im Repertoire deutschsprachiger Theater – beruht auch auf der idyllischen Szenerie der Geschichte und der großartigen Bühnenwirksamkeit des Librettos.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik, Inszenierung: Christa Ertl, Bühne: Christof Lerchenmüller, Kostüme: Alexia Redl, Choreografie: Michael Kropf.

Besetzung: Adam – Clemens Kerschbaumer; Christel, Postbotin – Ilia Staple; Kurfürstin Marie – Regina Riel; Baronin Adelaide, Hofdame der Kurfürstin – Verena Scheitz; Graf Stanislaus – Matjaž Stopinšek; Baron Weps – Sébastien Soulès; Schneck, Dorfschulze – Franz Födinger; Professor Würmchen – Artur Ortens; Professor Süffle – Beppo Binder.

Einfach Fantastisch!
Endlich einmal wieder eine Operette wie sie sein soll und wie sie das Publikum liebt.
Christa Ertl hat eine klassische Inszenierung ohne Schnörkel und mit Verzicht auf modernes Schnick-Schnack auf die Bühne der Sommerarena Baden gestellt. Dafür ein ganz großes Dankeschön.
Auch das Bühnenbild klar und übersichtlich. Dafür wurde bei den Kostümen keine Kosten und Mühe gescheut und die Darsteller pompös eingekleidet.

Das gesamte Ensemble, das Ballett der Bühne Baden, der Chor und das Orchester bringen eine super Leistung. Und die Hauptdarsteller: Einfach Super!
Allen voran Clemens Kerschbaumer als Adam und Ilia Staple als Christl von der Post. Nicht weniger hervorragend Regina Riel als Kurfürstin Marie, Sébastien Soulès als Baron Weps und Matja Stopinsek als Graf Stanislaus.

Das Premierenpublikum war von der ersten Minute an voll begeistert und spendete massenhaft Applaus. Beim Couplet von Baronin Adelaide (Hofdame der Kurfürstin), bei dem ein Anspielung auf die Ibiza-Affäre eingebaut war, applaudierten und lachten die Zuseher so laut, dass Verena Scheitz (sie spielte die Hofdame) unterbrechen musste und nach einigen Minuten von vorne begann.

Und am Ende gab es minutenlang Standing Ovation.

Sommerarena Baden: letzte Vorstellung 25. August 2019

Der Verschwender

von Ferdinand Raimund. Original-Zaubermärchen in drei Aufzügen

Regisseur Anselm Lipgens hiterfragt unsere wachstumsorientierte Konsumgesellschaft und entlarft unsere moderne Verschschwendungssucht ...

„Der Verschwender“, eine der großen und gleichzeitig die letzte der Charakterkomödien Ferdinand Raimunds, bietet gleich mehrere Anknüpfungspunkte für eine spannende, heutige und hochkomödiantische Auseinandersetzung mit seinen zeitlos aktuellen Themen. Der Bankier Moritz von Fries, um 1800 einer der reichsten Männer der Monarchie, gilt als Vorbild für die Hauptfigur des „Flottwell“. Er war übrigens viele Jahre lang der Pächter und Betreiber des „Wiener Neustädter Kanals“, bevor er einige Jahre später Konkurs anmelden musste. Anhand der Lebensgeschichte dieses „Verschwenders“ und seines ewig dankbaren Dieners Valentin durchleben sie die bewegte Berg- und Talfahrt der menschlichen Existenz zwischen den höheren Sphären der Größe, der Begabung und Phantasie und den Niederungen der bürgerlichen und wirtschaftlichen Grenzen und Zwänge. Wir erspüren mit neuartigem Blick die Zauberkräfte einer „anderen Welt“ hinter der unseren, stellen kritische Fragen an eine wachstumsorientierte Konsumgesellschaft neu und beleuchten mit absurder und entlarvender Komik und beißendem Witz den permanent-turbulenten Kampf der „wahren“ Werte einer Welt in Bewegung.

Der durch die Zuwendungen der Fee Cheristane zu Reichtum gekommene „Verschwender" Flottwell geht sehr großzügig mit seinem Vermögen um. Sein verschlagener Kammerdiener Wolf nutzt dies aus, um sich an seinem Herrn zu bereichern. Den ehrlichen und gutmütigen Valentin und seine Geliebte Rosa, beide ebenfalls bei Flottwell angestellt, wirft Wolf aus dem Haus. Nachdem die Fee Cheristane verschwunden ist, wendet sich Flottwell Amalie, der Tochter der reichen Präsidentin von Klugheim, zu. Ein geheimnisvoller, immer wieder unvermutet auftauchender Bettler will von Flottwell stets eine reiche Gabe haben – „ein Bettler, der um Millionen fleht“, wie Flottwell einmal empört bemerkt.

Da Amalies Mutter die Verbindung mit Flottwell nicht erlaubt, fliehen er und Amalie nach England. Doch Flottwell verliert in den nächsten Jahren seine Frau, sein Kind und alles Hab und Gut. Verarmt kehrt er in seine Heimat zurück. Dort erfährt er, dass sein ehemaliger Kammerdiener Wolf, der Flottwell stets um große Summen betrogen hatte, seinen gesamten ehemaligen Besitz gekauft hat. Wolf ist alt und krank geworden, seinem ehemaligen Herrn weist er zynisch die Tür. Nur der treue Valentin, jetzt wieder Tischlermeister, will ihn freudig bei sich aufnehmen, aber Valentins Frau Rosa wirft ihn gleich wieder hinaus. Als Flottwell, der in seinem Leben keinen Sinn mehr sieht, Suizid begehen will, erscheint der Bettler, in Wahrheit Azur, Cheristanes dienstbarer Geist, den diese zu seinem Schutz entsandt hatte. Er hat alle Gaben Flottwells aufbewahrt und kann ihm daher einen Teil seines damaligen Vermögens zurückgeben. Valentin hat inzwischen Rosa mit der Drohung, sie mit den Kindern zu verlassen, zum Einlenken gezwungen. Doch Flottwell ist nun selbst in der Lage, Valentin samt seiner Familie aus Dank für die bewiesene Treue zu unterstützen. Zum letzten Mal erscheint Cheristane und verspricht dem Geliebten ein Wiedersehen – „in der Liebe grenzenlosem Reich, wo alle Geister sich begegnen dürfen“.

Regie: Anselm Lipgens; Musikalische Leitung: Fritz Rainer; Kostüme: Katharina Kappert; Bühnenbau: Günter Kolbert; Lichtdesign: Bernhard Hitzenhammer.

Besetzung in der Reihenfolge ihres Auftritts:
Regina Brunnaer - Frederike; Enisa meindl - Johanna; Franz Zojer - Herr von Pralling; Georg Kusztrich - Wolf; Ingrid Spörker - Frau Grünling; Michael Jahn - Herr Sockel, Max G. Fischnaller - Valentin; Franziska Hetzel - Rosa; Leo Brunner - Herr von Helm; Heinz Scharb - Chevalier Dumont; Oliver Baier - Julius von Flotwell; Michaela Prendl - Cheristane; Franz Schiefer - Azur; Burgi Weissenböck - Altes Weib; Johanna Kusztrich - Juwelierin; Gabriele Lesnigg - Präsidentin von Klugheim; Sarah Jahn - Amalie; Milan Eror - Baron Flitterstein/Max; Martin Hauer - Thomas; Yara Winter - Liese; Simon Stadler-Lamisch - Hansel; Stella Gros - Hilde.

Kulturszene Kottingbrunn: Premiere 6. September 2019 19:30 Uhr, letzte Vorstellung 29. September 2019.

Wenn schon, denn schon

Wer lügt noch mehr als Politiker? Fremdgehende Ehemänner.

Richard Willey ist beides: untreu und Staatssekretär im Innenministerium. Dem durchtriebenen Richard kann allenfalls seine Frau Pamela das Wasser reichen. Als Richard in einem Innenstadt Hotel ein Schäferstündchen mit einer Sekretärin aus dem Kanzleramt plant, hat er die Rechnung ohne seine nicht minder durchtriebene Ehefrau gemacht, die zur gleichen Zeit im selben Hotel wie ihr Ehemann mit dessen Assistent fremdgehen möchte. Als wäre es nicht genug, dass die untreuen Ehehälften Tür an Tür sündigen, kommt auch noch eine Frau aus den Reihen der Opposition, ein chinesischer Kellner, ein spanisches Zimmermädchen, der Ehemann der Geliebten sowie der Hoteldirektor dazu.

Da lassen Turbulenzen, die alle Beteiligten mit halsbrecherischer Geschwindigkeit in die Sackgasse ihrer immer neuen Ausreden wirbeln, natürlich nicht lange auf sich warten!

Besetzung: Christoph Fälbl, Franziska Hetzel, Alexander Jagsch, Doris P. Kofler, Robert Kolar, Eric Lingens, Martin Schlager, Kristina Sprenger, Samantha Steppan.

Drehbuch: Ray Cooney; Regie: Andreas Steppan; Bühnenbild: Martin Gesslbauer; Kostüme: Alexandra Burgstaller

Ein sehr lustiges Stück mit viel englischem Humor welches Andreas Steppan recht gut inszeniert hat. Das Bühnenbild, was mir persönlich weniger gefällt, teilweise in grelle bunten Farben. Im laufe der Handlung driften einige Szenen doch sehr ins klamaukhafte ab was sicher nicht jedermanns Sache ist. Aber im Großen und Ganzen eine recht passable Leistung des Ensemble.

Festspiele Berndorf: Premiere 1. August 2019; letzte Vorstellung 1. September 2019

Das Land des Lächelns

Heuer verwandelt sich die Seebühne Mörbisch nach 18 Jahren wieder in „Das Land des Lächelns“.

Mit der romantischen Operette Das Land des Lächelns von Franz Lehár folgt Mörbisch-Direktor Peter Edelmann in seiner zweiten Saison am Neusiedler See seinem Vorhaben, die „erste Garde“ der Operetten auf die größte Operettenbühne der Welt zu bringen. Eine berührende Liebesgeschichte, die Dichte an unvergesslichen Melodien wie „Dein ist mein ganzes Herz“ oder „Immer nur lächeln“ und die imposante Seebühne inmitten der atemberaubenden Naturkulisse des Neusiedler Sees versprechen einen Abend, der lange in Erinnerung bleibt.
„Das Land des Lächelns ist die vielleicht emotionalste aller Operetten, die keinen Besucher ungerührt lässt“, ist sich Peter Edelmann gewiss, „ein Abend voll Romantik und großer Gefühle ist garantiert. „Wir wollen das Publikum in jeder Hinsicht überraschen und unterhalten: Sei es mit großen Dimensionen und technischen Raffinessen in Bezug auf das Bühnenbild, traumhaften Kostümen, Musik auf höchstem Niveau oder mit einer hervorragenden Besetzung.“
In Das Land des Lächelns treffen zwei junge Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen aufeinander: Während seines Aufenthaltes in Wien lernt der chinesische Diplomat Prinz Sou-Chong die aus einer adeligen Familie stammende Lisa kennen. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen und verlieben sich. Als Sou-Chong zum chinesischen Ministerpräsidenten ernannt wird, folgt ihm Lisa nach Peking. Dort wird sie mit fremden Sitten und uralten Traditionen konfrontiert, die ihre Liebe zu Sou-Chong auf den Prüfstand stellt.
Regie führt bei der diesjährigen Produktion der in Südafrika geborene Leonard C. Prinsloo. Seine Engagements führten ihn an Theater und Opernhäuser in Österreich, Deutschland und Südafrika. Bei den Seefestspielen Mörbisch zeichnet Prinsloo auch für die Choreografie verantwortlich.
Besetzung: Elissa Huber und Sophia Brommer als Lisa, Robin Yujoong Kim und Won Whi Choi als Prinz Sou-Chong, Da-yung Cho und Katerina von Bennigsen als Mi, Martin F. Lechleitner und Maximilian Mayer als Graf Gustav von Pottenstein, Benno Schollum als Graf Ferdinand Lichtenfels, Harald Serafin als Obereunuch, Gernot Kranner als Sekretär Fu Li, Koichi Okugawa als Onkel Tschang.

Seefestspiele Mörbisch: letzte Vorstellung 24. August 2019.

Natalia Ushakova - Das Galakonzert des Jahres

Arien in der Sommer-Arena

Mit „Arien in der Sommerarena“ präsentiert die Ausnahmesopranistin Natalia Ushakova wiederum ihr einziges Open-Air-Konzert im September 2019 in der Sommerarena Baden.Am 5. September 2019 lädt die Starsopranistin Natalia Ushakova bereits zum vierten Mal zu ihrem einzigartigen Open-Air-Abend in die großartige Kulisse der Sommerarena Baden. Nach den großen Erfolgen in den Vorjahren präsentiert die charismatische Wahlösterreicherin ihr neues Programm. Erleben Sie die beeindruckende Stimmgewalt der charismatischen Starsopranistin in einer einzigartigen Atmosphäre. „Ich freue mich schon sehr auf den Abend in der historischen Open-Air Arena im Herzen von Niederösterreich!“, so Natalia Ushakova.

Natalia Ushakova wird an diesem Abend Leidenschaftliches und Lustvolles aus Oper und Operette zum Besten geben: Die Ausnahmekünstlerin interpretiert die schönsten Werke von Puccini, Verdi, Strauß und Lehar und wird das Publikum mit ihrer atemberaubenden Stimme aufs Neue verzaubern. Begleitet wird die Sopranistin vom Czech Virtuosi Orchestra. Damit ist ein außergewöhnlicher Musikgenuss unter dem Sternenhimmel für Freunde klassischer Musik in einem einzigartigen Ambiente garantiert. Der Pflichttermin für Klassikliebhaber Ende des Sommers.

Bühne Baden - Sommerarena: 5. September 2019, 19:30 Uhr
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Quasi Jedermann

Helmut Qualtinger, der Menschenimitator. Mit Texten von Helmut Qualtinger; Musik von Wiener Blond Uraufführung!

Bis heute gilt er als die Verkörperung der österreichischen Seele. Sein Wiener Schmäh, dessen sprachliche Wurzeln bis zu Ödön von Horváth, Karl Kraus und Johann Nepomuk Nestroy reichen, sorgte für Begeisterungsstürme bei seinem Publikum. Die hochkomischen „Travnicek“-Dialoge des ewigen Nörglers mit seinem Partner Gerhard Bronner und die Interpretation des „Gschupften Ferdl“, der sich beim Tanz ein blaues Auge holt, gingen in die Kabarettgeschichte ein. Doch Helmut Qualtinger, den das ganze Land liebevoll den „Quasi“ nannte, war zugleich ein Stachel im Fleisch der spießbürgerlichen Nachkriegszeit. Witz und bitterböser Tiefsinn, treffsichere Pointe und Verzweiflung an den herrschenden Zuständen lagen bei ihm nah beieinander. Mit dem Monolog „Der Herr Karl“ von 1961 setzten Qualtinger und Carl Merz dem typischen Mitläufer und gesinnungslosen Opportunisten ein literarisches Denkmal. „Der Herr Karl“ löste eine nationale Kontroverse aus und wurde, weit über die österreichischen Grenzen hinaus, zur Kultfigur. „Quasi Jedermann“ ist eine musikalische Hommage an den Schriftsteller, Schauspieler, Kabarettisten und unvergleichlichen „Menschenimitator“, wie Helmut Qualtinger sich selbst bezeichnete. Gemeinsam mit dem bekannten Wienerlied-Beatbox-Duo „Wiener Blond“ und unserem Schauspiel-Ensemble wird die Regisseurin Christina Tscharyiski seine unsterblichen Figuren, die leidenschaftliche Lust an der Sprache und die unvergesslichen Lieder wieder aufleben lassen.

Inszenierung Christina Tscharyiski, Bühne Sarah Sassen, Kostüme Miriam Draxl, Musik Wiener Blond.
Besetzung: Tobias Artner, Hanna Binder, Josephine Bloéb, Tim Breyvogel, Michael Scherff, Wiener Blond Verena Doublier, Wiener Blond Sebastian Radon.

Landestheater NÖ, Großes Haus: letzte Vorstellung 9. März 2019
Stadttheater Baden: Freitag 23. 8. 2019

Liederabend mit Anja Markwart und Thomas Weinhappel

15. September 2019

Die beiden Ausnahmekünstler entführen Sie in die gefühlvolle Welt der romantischen Liederkunst dank Schumanns unvergänglichen schönen Liederzyklen.
Lassen Sie sich verzaubern von
Anja Markwart - Sopran
Thomas Weinappel - Bariton
Pantelis Polychronidis - Klavier
Renate Publig - Moderation

Weitere Infos und Ticketbestellung finden Sie hier ...
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Museum Mödling, Thonetschlössl: 15. September 2019, 17:00 Uhr

CATS – eine Legende kehrt zurück

Das erfolgreichste Musical aller Zeiten von Andrew Lloyd Webber im Ronacher

Die Vereinigten Bühnen Wien zeigen das weltberühmte Musical in einer neuen Version der Originalproduktion in deutscher Sprache.

Unmittelbar nach der Uraufführung in London trat CATS einen Siegeszug rund um den gesamten Globus an, der so beispiellos war, dass er die gesamte Musicalwelt revolutionierte. Das legendäre Stück wurde mit allen wichtigen Theaterpreisen, u.a. sieben „Tony® Awards“ – darunter als „Bestes Musical“ - sowie drei „Olivier Awards“, drei „Drama Desk Awards“, einem „Evening Standard Award“ u.v.m. ausgezeichnet.

Über 73 Millionen BesucherInnen – und die Erfolgsgeschichte geht weiter!

Weltweit haben bisher über 73 Millionen Menschen in 30 Ländern und 16 Sprachen dieses außergewöhnlich faszinierende Musical gesehen. Die deutschsprachige Erstaufführung fand damals direkt nach London und New York in Wien statt und lief sieben Jahre lang ohne Unterbrechung. Und der Erfolg reißt nicht ab: Erst kürzlich begeisterten Neuproduktionen von CATS in London und New York das Publikum. Die Premiere der lang erwarteten Hollywood-Verfilmung ist für Dezember 2019 angekündigt.

Tanz, Magie, Mystik und Grammy-prämierte Musik

Atemberaubender Tanz, legendäre Kostüme, ein magisches Bühnenbild, Grammy-prämierte und mitreißende Musik machen CATS zu einem unvergesslichen Erlebnis. Natürlich erwartet das Publikum auch der berührende Welt-Hit „Memory“ („Erinnerung“), der mittlerweile von insgesamt mehr als 150 weltbekannten Künstlerinnen und Künstlern (u.a. Barbra Streisand und Céline Dion) gesungen wurde. Ein magischer Theaterabend für die gesamte Familie.

Ronacher Wien: Premiere 20. September 2019; vorerst letzte Vorstellung 31. Dezember 2019

Die Entführung aus dem Serail

Singspiel in drei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart.

Libretto von Johann Gottlieb Stephanie der Jüngere, nach dem Libretto von Christoph Friedrich Bretzner zu der Operette Belmont und Constanze oder Die Entführung aus dem Serail. In deutscher Sprache.

Das Osmanische Reich im 18. Jahrhunde t: Piraten haben das Schiff des Spaniers Belmonte überfallen und seine Braut Konstanze, ihre englische Zofe Blondie und deren Freund Pedrillo gefangen genommen. Alle drei sind an Bassa Selim als Sklaven verkauft worden und leben nun in dessen Serail in der Türkei.

Bassa Selim bedrängt Konstanze, die seine Annäherungsversuche aber standhaft abwehrt. Seinem Diener Osmin hat er Blondie als Sklavin geschenkt. Pedrillo und Belmonte planen gemeinsam, die Frauen zu entführen. Als dieser Plan missglückt, zeigt sich der Bassa von seiner humanen und toleranten Seite, verzichtet auf Rache und gibt die Gefangenen frei.

Mozarts Spieloper war zuletzt 1956 in Baden zu erleben.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Inszenierung: Michael Lakner; Ausstattung: Dietmar Solt; Choreografie: Michael Kropf.

Besetzung: Konstanze, Geliebte Belmontes – Jay Yang; Belmonte, ein spanischer Adeliger – Matjaž Stopinšek; Blondie, britische Freundin Konstanzes – Jasmina Sakr; Pedrillo, Diener Belmontes und Aufseher über die Gärten des Bassas – Ricardo Frenzel Baudisch; Osmin, Aufseher über das Landhaus des Bassas – Krzysztof Borysiewicz; Bassa Selim, ein zum Islam konvertierter spanischer Adeliger – Thomas Weissengruber

Stadttheater Baden: Premiere 19. Oktober 2019, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 22. November 2019
Einführungsgespräch: 13. Oktober 2019, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Drei Engel auf Erden

Musical von Beppo Binder und Pavel Singer. Idee, Buch und Liedtexte von Beppo Binder, Musik von Pavel Singer. Uraufführung!

"Im Himmel ist die Hölle los, man singt, man tanzt, man lacht!"

Dürfen auch Engel Spaß haben? Als Daniel, Raphael und Gabriel, drei mustergültige Erzengel, es mit dem Feiern übertreiben, werden sie von Petrus aus dem Himmel verbannt. Sie dürfen erst wieder zurückkehren, wenn sie auf Erden eine gute Tat vollbracht haben. So verschlägt es sie in den verträumten Vorort einer großen Stadt. Doch die beschauliche Idylle ist durch die ehrgeizigen Pläne des rücksichtslosen Unternehmers Rufus Moneymaker in Gefahr. Vor allem Joseph und Mary Hope, die ein Kind erwarten, müssen fürchten, kurz vor dem Weihnachtsfest, ohne ein Dach über dem Kopf auf der Straße zu stehen.

Mit Klugheit und Witz stellen sich unsere drei „gefallenen“ Engel der Aufgabe, den Bewohnerinnen und Bewohnern zu helfen. Doch wird es ihnen auch gelingen?

Musikalische Leitung: Michael Zehetner; Inszenierung: Beppo Binder; Ausstattung: Markus Windberger; Choreografie: Michael Kropf

Besetzung: Daniel, der unbekannte Erzengel – Gerald Reiter; Raphael, Erzengel – Florian Resetarits; Gabriel, Erzengel – János Mischuretz; Petrus – Thomas Nestler; Joseph Hope, Vater – Benjamin Plautz; Mary Hope – Gabriele Kridl; Rufus Moneymaker, ein Kapitalist – Artur Ortens; Miss Fortress, Bürovorsteherin – Sylvia Rieser; Trinity Helpful – Ulrike Figgener; Lucifer Hellfire, Teufel – Beppo Binder; Little Hellboy, dessen Gehilfin – Christa Ertl; Arthur Applepie – Franz Födinger; Mrs. Unity Helpful, Herbergsmutter – Gabriele Schuchter.

Stadttheater Baden: Premiere 16. November 2019, 15.00 Uhr; letzte Vorstellung 4. Jänner 2020.

Fatinitza

Operette von Richard Genée und F. Zell; Musik von Franz von Suppé

"Vorwärts mit frischem Mut."

Rund um die Tscherkessin Fatinitza – eine Hosenrolle – geht es turbulent zu. Dabei gibt es nur ein Problem: Sie existiert eigentlich gar nicht! Unter ihrer Maske verbirgt sich der tscherkessische Leutnant Wladimir, der sich in den Wirren des Krimkriegs zwischen Türkei und Russland 1854/55 einerseits gegen die Avancen des Generals Kantschukoff erwehren muss, andererseits eine Gelegenheit sucht, dessen Nichte Lydia seine Liebe zu gestehen.

Mit dieser 1876 uraufgeführten Operette feiert die Bühne Baden den 200. Geburtstag des Komponisten, der als der Erfinder der Wiener Operette gelten darf. Bis zum Ersten Weltkrieg erzielte das Stück auf deutschsprachigen Bühnen ca. 1200 Aufführungen. Fatinitza ist ein vortreffliches Beispiel für die beißende, zeitkritische Komik innerhalb des Genres Operette. In Baden war Fatinitza zuletzt 1956 zu erleben. Der „Fatinitza-Marsch“ Suppés hat Unsterblichkeit erlangt!

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Inszenierung & Choreografie: Leonard Prinsloo; Ausstattung: Monika Biegler.

Besetzung: Izzet Pascha, Gouverneur der türkischen Festung Iskatscha – Sébastien Soulès; General Timofey Kantschukoff, russischer General – Reinhard Alessandri; Fürstin Lydia Uschakoff, dessen Nichte – Regina Riel; Julian von Golz, Berichterstatter einer großen deutschen Zeitschrift – Thomas Zisterer; Wladimir Samoiloff, Leutnant eines tscherkessischen Reiterregiments – Bea Robein; Hassan Bey / Mustafa / Massaldschi / ein Pope / Wuika / Ben Jemin – Robert R. Herzl; Steipann Sidorowitsch Bieloscurim / Surema, Tochter von Fürst Jussuf – Robert Kolar; Fürst Jussuf / Osipp Wasielowitsch / Safonoff, Leutnant – Franz Födinger.

Stadttheater Baden: Premiere 14. Dezember 2019, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 19. Jänner 2020.
Einführungsgespräch: 8. Dezember 2019, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Die Rose von Stambul

Operette in drei Akten von Julius Brammer und Alfred Grünwald. Musik von Leo Fall

"O Rose von Stambul, nur du allein ..."

Kondja, die Tochter des Paschas, schwärmt für den europäischen Schriftsteller André Lery. Sie schätzt seine liberale Einstellung und die beiden stehen in regem Briefwechsel. Auf Geheiß ihres Vaters soll sie jedoch Achmed Bey ehelichen. Sie ahnt nicht, dass es sich dabei um ihren Schriftstellerfreund handelt. Dieses Verwirrspiel um Identitäten und der Konflikt zwischen westlichen und islamischen Kulturen mündet in einem Happy End: Kondja erkennt in ihrem eigenen Gatten den verehrten Dichter.

Klanglich zitiert Leo Fall das türkische Milieu, doch schwungvolle Walzer und Märsche lassen eindeutig die Wiener Herkunft erkennen. Ein Meisterwerk!

Musikalische Leitung: Michael Zehetner; Inszenierung: Thomas Smolej; Bühne: Sam Madwar; Kostüme: Agnes Hamvas; Choreografie: Michael Kropf.

Besetzung: Exzellenz Kamek Pascha – Roman Frankl; Kondja Gül, seine Tochter – Ivana Zdravkova; Midili Hanum, ihre Freundin – Verena Barth-Jurca; Achmed Bey – Sebastian Reinthaller; Müller senior aus Hamburg – Stephan Paryla-Raky; Fridolin, sein Sohn – Alexander Kröner; Desirée, die europäische Gesellschafterin – Kondjas / Hoteldirektorin des Hotels „Zu den drei Flitterwochen“ –Nadja Maleh; Ein Liftboy – Matthias Trattner.

Stadttheater Baden: Premiere 25. Jänner 2020, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 21. März 2020
Einführungsgespräch: 19. Jänner 2020, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Der König und ich – The King and I

Von Rodger & Hammerstein; Musik von Richard Rodgers.

Buch und Gesangstexte von Oscar Hammerstein II. Nach dem Buch „Anna and the King of Siam“ von Margaret Landon. Originalchoreografie von Jerome Robbins. Die Aufführung erfolgt durch besondere Vereinbarung mit R&H Theatricals Europe GmbH. Deutsche Fassung von Sabine Ruflair.

Königreich Siam, Ende des 19. Jahrhunderts. Die englische Gouvernante Anna kommt gemeinsam mit ihrem Sohn an den königlichen Hof. Anna taucht dort in eine exotische Welt voller Tempel und prächtiger Paläste, verschwenderischen Hoflebens und stolzer Prinzen ein, deren Erziehung sie übernimmt. Langsam gewinnt sie das Vertrauen des Königs und verändert sein despotisches Verhalten für immer.

Der König und ich gehört zu den großen Erfolgen von Rodgers und Hammerstein II. Yul Brynner, der in der Filmversion für seine Rolleninterpretation einen Oscar erhielt, stand in der Rolle des Königs 4631 Mal auf der Bühne.

Musikalische Leitung: Christoph Huber; Inszenierung & Choreografie: Leonard Prinsloo; Ausstattung: Monika Biegler

Besetzung: Der König von Siam – Darius Merstein-MacLeod; Der Dolmetscher – Robert Kolar; Der Kralahome – Artur Ortens; Kapitän Orton – Franz Josef Koepp; Phra Alack – Beppo Binder; Lady Thiang – Ann Mandrella; Sir Edward Ramsay – Thomas Weissengruber.

Stadttheater Baden: Premiere 15. Februar 2020, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 28. März 2020.
Einführungsgespräch: 9. Februar 2020, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Drei Walzer

Operette in drei Teilen (zwölf Bildern) von Paul Knepler und Armin Robinson; Gesangstexte von Robert Gilbert; Musik von Oscar Straus

Badener Erstaufführung – Aufführungsrecht: Musik und Bühnenvertrieb Zürich AG, Zürich. Bühnenvertrieb für Österreich: Josef Weinberger Wien, GmbH.

Wien, Anfang des 20. Jahrhunderts. Drei leidenschaftliche Liebesgeschichten in drei aufregenden Epochen. Drama, Leid, Liebe, Verlust, Leidenschaft und Eifersucht: Im Mittelpunkt steht jeweils eine Künstlerin – eine Tänzerin, eine Sängerin und eine Schauspielerin –, die zwischen der Liebe und ihrem Beruf wählen muss, die unter den Zwängen der jeweiligen Zeit leidet und somit auch nicht frei ihre Liebe leben kann. Durch den Glauben an die Liebe gibt es in der dritten Generation endlich ein Happy End.

Musikalische Leitung: Michael Zehetner; Inszenierung & Choreografie: Ruth Brauer-Kvam; Bühnenbild: Christof Lerchenmüller; Kostüme: Friederike Friedrich.

Besetzung: Fanny Pichler / Charlotte Pichler / Franzi Jensen-Pichler – Claudia Goebl; Rudolf Graf Schwarzenegg / Otto Graf Schwarzenegg / Ferdinand Graf Schwarzenegg – Ricardo Frenzel Baudisch; Ballettmeisterin Beltramini / Gräfin Anna Katharina Schwarzenegg / Baronin Liebinger / Regisseurin – Caroline Frank; Inspizient / Oberst Felix Schwarzenegg / Alexander Jensen / Journalist / Fritz von Bodenheim / Baron Liebinger / Sekretär – Florian Carove; Johann Brunner / Feldmarschallleutnant Schwarzenegg – Beppo Binder.

Stadttheater Baden: Premiere 3. April 2020, 19.30 Uhr; Folgevorstellung 4. April 2020, 19.30 Uhr

Im Weissen Rössl

Singspiel in drei Akten, frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg von Hans Müller und Erik Charell

Gesangstexte von Robert Gilbert, Musik von Ralph Benatzky. Sechs musikalische Einlagen von Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten und Robert Stolz.

Der Tourismus im Salzkammergut floriert. Der Kellner Leopold liebt die Rösslwirtin Josepha Vogelhuber, doch die will nichts von ihm wissen, denn ihre heimliche Zuneigung gilt einem anderen. Wegen seiner Eifersucht wird Leopold von seiner Arbeitgeberin schließlich entlassen, bald darauf aber wieder eingestellt, da der Laden ohne ihn eben nicht wirklich läuft. Mit dem „Weissen Rössl“ hat Benatzky den Beitrag für seine Unsterblichkeit geschaffen. Mit zahlreichen Evergreens wie „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“, „Im Salzkammergut, da kann ma gut lustig sein“ oder „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“, avancierte das „weiße Rössl“ innerhalb kurzer Zeit zur Kultoperette und begeistert seit seiner Entstehung 1930 ein Millionenpublikum.

Mit dieser Operette kehrt Kammersänger Heinz Zednik zu seinem 80. Geburtstag zu seinen Wurzeln an der Bühne Baden zurück.

Musikalische Leitung: Michael Zehetner; Inszenierung: Isabella Gregor; Ausstattung: Tanja Hofmann; Choreografie: Michael Kropf.

Besetzung: Josepha Vogelhuber, Wirtin des „Zum Weißen Rössl“– Verena Scheitz; Leopold Brandmeyer, ihr Zahlkellner – Boris Pfeifer; Wilhelm Giesecke, Fabrikant – Jens Janke; Ottilie, seine Tochter – Maya Boog; Rechtsanwalt Dr. Siedler – Reinhard Alessandri; Sigismund Sülzheimer – Oliver Baier; Professor Hinzelmann – Andreas Steppan; Klärchen, dessen Tochter – Juliette Khalil; Piccolo – Jonas Zeiler; Kaiser Franz Joseph – Heinz Zednik; Fremdenführerin / Postbotin – Gabriele Schuchter.

Sommerarena Baden: Premiere 19. Juni 2020, 19.00 Uhr; letzte Vorstellung 3. September 2020
Einführungsgespräch: 14. Juni 2020, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Sunset Boulevard

Musik von Andrew Lloyd Webber. Buch und Gesangstexte von Don Black und Christopher Hampton.

Basierend auf dem Film von Billy Wilder. Deutsch von Michael Kunze. Badener Erstaufführung. Die Übertragung der Aufführungsrechte erfolgt in Übereinkunft mit den Originalrechteinhabern The Really Useful Group LTD, London durch die Musik und Bühne Verlagsgesellschaft, Wiesbaden.

Dass der Stummfilm schon lange dem Tonfilm weichen musste, will die in die Jahre gekommene Diva Norma Desmond nicht wahrhaben. Zurückgezogen lebt sie in ihrer Villa am Sunset Boulevard, unweit der Hollywood-Traumfabriken, ganz in Erinnerungen an ihre glamouröse Zeit versunken. Plötzlich taucht der junge Drehbuchautor Joe Gillis auf, der in den Sog ihrer faszinierenden Persönlichkeit gerät. In Norma Desmond keimt die Hoffnung auf ein Comeback. Durch Gillis Bekanntschaft erhofft sie sich Zutritt zu den Filmstudios, doch ihre Illusionen werden jäh zerstört.

Andrew Lloyd Webbers Musical basiert auf dem gleichnamigen Film von Billy Wilder von 1950 und ist ein Glanzpunkt der Musicalwelt. Spannend wie ein Krimi erzählt es den Aufstieg und Fall einer großen Filmdiva vor dem Hintergrund einer gnadenlosen Filmindustrie.

Musikalische Leitung: Christoph Huber; Inszenierung: Andreas Gergen; Ausstattung: Christian Floeren; Choreografie: Sabine Artholt.

Besetzung: Norma Desmond – Sona MacDonald; Joe Gillis – Lukas Perman; Max von Mayerling – Beppo Binder; Betty Schaefer – Dorina Garuci; Cecil M. Demille – Bruno Thost; Artie Green, Freund von Joe – Thomas Smolej; Manfred, Designer / Sheldrake – Florian Resetarits.

Stadttheater Baden: Premiere 10. Juli 2020, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 30. August 2020.
Einführungsgespräch: 5. Juli 2020, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Die Blaue Mazur

Operette in zwei Akten und einem Zwischenspiel von Leo Stein und Bela Jenbach. Musik von Franz Lehár. Badener Erstaufführung!

"Klinge, du süße Musik."

Ein Schloss in der Nähe von Wien, in den 1910ern. Eine jüdische Hochzeit wird gefeiert. Als die Braut Blanka von Lossin aber vom ausgelassenen Vorleben ihres Bräutigams, dem polnischen Grafen David Szpilmanski erfährt, verlässt sie ihn tief gekränkt. Blanka findet Zuflucht beim Freiherrn von Reiger, dessen Adoptivsohn Benjamin ein Doppelleben führt: So sittsam er zu Hause ist, führt er in seinem Alter Ego als „Baruch“ im Umfeld seines Freundes David ein Lotterleben. Bei einem Fest auf Reigers Landschloss zu Ehren Blankas taucht unerwartet Szpilmanski auf und es kommt zum Showdown. Einerseits fliegt das Doppelleben Benjamins auf, andererseits gelingt es Szpilmanski, bei Sonnenaufgang seine Gemahlin bei einer „Blauen Mazur“ für sich zurückzugewinnen.

Mit dieser Aufführung feiert die Bühne Baden den 100. Geburtstag dieser Operette, die zu Lebzeiten Lehárs 300 Aufführungen erlebte und an vielen Bühnen gespielt wurde.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Inszenierung: Michael Lakner; Bühnenbild: Christof Lerchenmüller; Kostüme: Friederike Friedrich; Choreografie: Michael Kropf.

Besetzung: David Graf Szpilmanski – Clemens Kerschbaumer; Blanka von Lossin – Sieglinde Feldhofer; Clemens Freiherr von Reiger – Thomas Zisterer; Baruch / Benjamin von Blumenstiyn, dessen Adoptivsohn – Ricardo Frenzel Baudisch; Gretl Aigner – Martha Hirschmann; Albin Edler von Planting – Philippe Spiegel; Leopold Klammdatsch – Sebastian Huppmann; Baron Treski – Wolfgang Gerold; von Hanschmann – Thomas Essl; von Freyhoff – Branimir Agovi.

Sommerarena Baden: Premiere 31. Juli 2020, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 5. September 2020.
Einführungsgespräch: 26. Juli 2020, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Sommerspielplan der Bühne Baden

Sommerarena

  • Der Vogelhändler
    Premiere: 22. Juni 2019
    Letzte Vorstellung: 25. 8. 2019
  • Zigeunerliebe
    Premiere: 13. Juli 2019
    Letzte Vorstellung: 31. 8. 2019

Stadttheater

  • Kuss der Spinnenfrau
    Premiere: 3. August 2019
    Letzte Vorstellung: 1. 9. 2019

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NÖ Kulturwerkstatt

Kulturszene Kottingbrunn

Die Kulturszene Kottingbrunn prägt das kulturelle Leben in Kottingbrunn und Umgebung seit über 20 Jahren. In den beiden Schlossgebäuden „Kulturwerkstatt“ und „Markowetztrakt“ (dieser wird derzeit umgebaut) stellen wir mit Musikern, Schauspielern, Kabarettisten und bildenden Künstlern an über 200 Tagen im Jahr ein gemischtes Programm für unser Publikum zusammen. So die Obfrau Irene Künzel.

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Bühne Baden: Religion & Glaube

Michael Lakner präsentierte das Spielzeitmotte 2019/2020

Winterspielplan der Bühne Baden

Stadttheater

  1. Die Entführung aus dem Serail
    Premiere: 19. Okt. 2019
    Letzte Vorstellung: 22. 11. 19
  2. Drei Engel auf Erden
    Premiere: 16. Nov. 2019
    Letzte Vorstellung: 4. 1. 20
  3. Fatinitza
    Premiere: 14. Dez. 2019
    Letzte Vorstellung: 19. 1. 20
  4. Die Rose von Stambul
    Premiere: 25. Jänner 2020
    Letzte Vorstellung: 21. 3. 20
  5. Der König und Ich
    Premiere: 15. Februar 2020
    Letzte Vorstellung: 28. 3. 20
  6. Drei Walzer
    Premiere: 3. April 2020
    Folgevorstellung: 4. 4. 20

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Erfolgreiches Jahr trotz riesen Baustelle

Mitgliederversammlung der Kulturszene Kottingbrunn & Soft-Opening Markowetztrakt