Aufgrund der österreichweiten Theatersperre können leider alle Veranstaltungen bis voraussichtlich 12.12. nicht stattfinden.

Robin Hood

Familienmusical (ab 6 Jahren). Musik von Robert Persché, Buch und Liedertexte: Robert Persché und Walter Raidl. Badener Erstaufführung!

Robin Hood, ein junger Mann aus Nottingham, führt mit seinen fröhlichen Gesellen ein abwechslungsreiches, spannendes Leben im Sherwood Forest. Jeder, der einen Platz zum Leben oder Essen braucht, ist bei ihm herzlich willkommen. Das wäre ja alles ganz wunderbar, hätte unser Robin nicht Freude daran, die Reichen zu berauben und die Beute unter den Armen zu verteilen. Prinz John ist fuchsteufelswild. Er hat den Platz von König Richard Löwenherz eingenommen, der sich gerade auf Kreuzzug befindet und ist ganz versessen darauf, mit Hilfe des skrupellosen Sheriffs von Nottingham, seinen Reichtum zu vermehren. So plant er ein großes Bogenschützenturnier, bei dem die bezaubernde Maid Marian dem Sieger einen goldenen Pfeil überreichen soll. Wird ihm Robin in die Falle gehen?

Musikalische Leitung: Michael Zehetner; Musikalische Arrangements: Christian Seisel; Inszenierung: Robert Persché; Bühne: Alexia Redl; Kostüme: Elke Steffen-Kühnl; Choreografie: Michael Kropf.

Robin Hood: Matthias Trattner; Bruder Tuck, ein Mönch: Rupert Bergmann; Allan van Dale, ein Geselle: Helmuth Lang; Little John, ein Geselle: Florian Resetarits; Maid Marian, Cousine Prinz Johns: Ulrike Figgener; Lady Wilma, ihre Gesellschafterin: Sylvia Rieser; Prinz John, Bruder von Richard Löwenherz: Artur Ortens; Sheriff: Beppo Binder; Clever: Martina Riegler; Smart: Michael Duregger; Mutter Tommis: Caroline Vasicek.

Stadttheater Baden: Premiere 20. November 2021, 15.00 Uhr; letzte Vorstellung 26. Dezember 2021

Gräfin Mariza

Operette in drei Akten von Julius Brammer und Alfred Grünwald. Musik von Emmerich Kálmán.

Der verarmte Graf Tassilo verkauft seinen ganzen Besitz, um die Schulden seiner Familie zu begleichen, leugnet seine Herkunft und arbeitet inkognito auf dem Gut der reichen und schönen Gräfin Mariza. Die temperamentvolle Gräfin verlautbart die Nachricht einer angeblichen Verlobung, um sich so vor unliebsamen Verehrern und Mitgiftjägern zu retten. Ihren Phantasiebräutigam nennt sie „Baron Zsupán“. Leider gibt es diesen Herrn tatsächlich. Gräfin Mariza hat aber alles andere im Sinn, als Zsupán zu heiraten, weil sie in Wirklichkeit Tassilo liebt. Ein Dauerbrenner der Operette mit Evergreens wie „Komm’ mit nach Varasdin“, „Grüß’ mir die süßen, die reizenden Frauen“ oder „Sag ja, mein Lieb, sag ja“.

Musikalische Leitung: Christoph Huber; Inszenierung: Leonard Prinsloo; Bühne: Monika Biegler; Kostüme: Mareile von Stritzky; Choreografie: Christina Comtesse.

Gräfin Mariza: Cornelia Horak / Monika Rebholz (12., 13., 25., 26.11.); Fürst Populescu: Thomas Malik; Baron Koloman Zsupán: Thomas Zisterer; Graf Tassilo von Endrödy-Wittemburg: Reinhard Alessandri; Lisa, Tassilos Schwester: Verena Barth-Jurca; Karl Stefan Liebenberg: Benjamin Plautz; Fürstin Bozena: Uschi Plautz; Penizek, Kammerdiener: Oliver Baier / Franz Suhrada (31.12., 19.1.); Manja, eine junge Zigeunerin: Jerica Steklasa.

Leonard Prinsloo hat die Badener "Gräfin Maritza" in unsere Zeit transferiert. Aber so behutsam dass trotz der nicht vorhandenen opulenten Kostüme die Inszenierung sehr gut gefällt. Dazu kommt ein klares, aufgeräumtes Bühnenbild und fantastische Darsteller die ihr Handwerk excellent beherrschen. Für die komische Note sorgt Oliver Baier als Kammerdiener der Fürstin Bozena.
Ganz große Klasse auch das Orchester der Bühne Baden und das wunderbare Ballett.

Stadttheater Baden: letzte Vorstellungen 26. Dez. 2021

Miss Saigon

Die bewegendste Liebesgeschichte unserer Zeit

MISS SAIGON, der berührende Musical-Welterfolg von Cameron Mackintosh, ist ab November 2021 erstmals in Wien zu sehen. VBW-Musical-Intendant Christian Struppeck holt das berühmte Stück von Alain Boublil & Claude-Michel Schönberg (u.a. LES MISÉRABLES) in der spektakulären Neuinszenierung als große Wiedereröffnungs-Produktion ins Raimund Theater. Am 23. November starten die Voraufführungen, die langersehnte Gala-Premiere findet am 3. Dezember 2021 statt.

Die Hauptdarsteller stehen fest
Newcomerin Vanessa Heinz und Musicalstar Oedo Kuipers werden die Rollen von „Kim“ und „Chris“ in Cameron Mackintoshs international gefeiertem Musical übernehmen. Für Vanessa Heinz ist dies ihre erste Hauptrolle. Musicalstar Oedo Kuipers kehrt für MISS SAIGON an die Vereinigten Bühnen Wien zurück. Er stand bereits als „Mozart“ im gleichnamigen Erfolgs-Musical – ebenfalls im Raimund Theater – auf der Bühne.

Ein Musical, das unter die Haut geht
Originalproduzent Cameron Mackintosh, der erfolgreichste Musical-Produzent der Welt (CATS, DAS PHANTOM DER OPER, MARY POPPINS, LES MISÉRABLES u. a.), Alain Boublil (Buch & Liedtexte) und Claude-Michel Schönberg (Musik) haben ein außergewöhnliches Musical-Meisterwerk geschaffen, das seit drei Jahrzehnten die Menschen überall auf der Welt bewegt und begeistert.

Ergreifende Musik, eindrucksvolle Bilder, atemberaubende Bühnentechnik
Die bewegende Liebesgeschichte der jungen Vietnamesin Kim und des amerikanischen GIs Chris, die sich schicksalhaft in Vietnam begegnen, wird mit ergreifender Musik, einer imposanten Inszenierung, extravaganten Choreografien, einem effektvollen Bühnenbild und atemberaubender Bühnentechnik in Szene gesetzt.

Die dramatische Landung eines Hubschraubers auf offener Bühne ist eines der eindrucksvollsten Bilder der Musicalgeschichte.
MISS SAIGON ist eine große Show mit großer Besetzung, großen Effekten und viel fernöstlichem Flair – emotional, packend und aufwühlend zugleich.
Die Dauer der Vorstellung beträgt: ~ 2:40h | Altersempfehlung: ab 12 Jahre

Raimund Theater: Premiere am 14. Dezember 2021

Der Nussknacker

Ballet-féerie in zwei Akten und drei Bildern, Musik von Pjotr I. Tschaikowsky. Libretto von Marius Petipa und Iwan Wsewoloschski. Nach E.T.A. Hoffmann und Alexandre Dumas dem Älteren.

Wer kennt ihn nicht, den hölzernen Kameraden aus E.T.A. Hoffmanns Märchen „Nussknacker und Mausekönig“, der das Mädchen Clara in zauberhafte Fantasiewelten entführt. 1892 konnte die Geschichte erstmals als Ballett im Marinski-Theater in St. Petersburg aufgeführt werden, dank eines Librettos von Marius Petipa und der Komposition von P. I. Tschaikowsky.

Seitdem wird das Ballett auf sämtlichen Bühnen der Welt gezeigt. Die Musik gehört zu den populärsten Werken der Orchesterliteratur und bietet Choreografen und Choreografinnen sowie Tänzer und Tänzerinnen reiche Möglichkeiten, ihr Können zu zeigen. Vor allem zu Weihnachten ist das Ballett eine willkommene Gelegenheit, in eine wunderbare Atmosphäre kindlicher Phantasiewelten einzutauchen. Natürlich bietet der Stoff, wie so viele Märchen, die Möglichkeit in die Tiefen der Psyche einzudringen und eine Interpretation zu erarbeiten, die modern und heutig ist.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Bühne: Christof Lerchenmüller; Kostüme: Friederike Friedrich; Choreografie: Anna Vita.

Orchester und Ballett der Bühne Baden.

Stadttheater Baden: Premiere 17. Dezember 2021, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 30. Dezember 2021 & 2. Jänner 2022

Anatavka – Fiddler on the Roof

Basierend auf den Geschichten von Sholem Aleichem mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Perl. Buch: Joseph Stein, Musik: Jerry Bock, Gesangstexte: Sheldon Harnick. Deutsch von Rolf Merz und Gerhard Hagen.

Einer der absoluten Musicalklassiker beschreibt das Dorfleben im Schtetl Anatevka im Russischen Reich. Die jüdische Tradition in Brauchtum und Zusammenleben spielt in diesem Werk eine große Rolle: Wie der Geiger auf dem Dach bemühen sich alle, fröhlich zu bleiben und das Leben von der leichten Seite zu nehmen, auch, wenn am Ende alle aufgrund eines Pogroms aus dem Schtetl vertrieben werden. Alles dreht sich um den armen Milchmann Tevje, der sich mit seiner Frau Golde um gleich fünf Töchter kümmern muss, die ihre eigenen Vorstellungen haben, was das Heiraten betrifft.

„Wenn ich einmal reich wär’“, „Jente, o Jente“ oder „Kleiner Spatz, kleine Chavaleh“ sind nur einige der unvergesslichen Melodien dieses Klassikers.

Die Broadway-Produktion gewann im Uraufführungsjahr 1965 neun Tony Awards. Anatevka gehört bis heute zu den meistgespielten Musicals. In Baden war Anatevka zuletzt in der Saison 1977/ 1978 zu sehen.

Besetzung: Tevje, ein Milchmann – Georgij Makazaria; Golde, seine Frau – Maya Hakvoort; Zeitel, deren Tochter – Anna Burger; Hodel, deren Tochter – Marianna Lisa Herzig; Chava, deren Tochter – Valerie Luksch; Jente / Fruma-Sara – Shlomit Butbul; Mottel Kamzoil, ein Schneider – Alexander Donesch; Schandel, seine Mutter – Dessislava Filipov; Perchik, ein Student – Stefan Bleiberschnig; Lazar Wolf, ein Metzger – Josef Forstner; Motschach, ein Gastwirt – Artur Ortens; Rabbi – Franz Josef Koepp; Mendel, sein Sohn – Robert R. Herzl; Awram, ein Buchhändler – Beppo Binder; Nachum / Jussel / Sheftel – Florian Resetarits; Oma Zeitel / Mirilla – Tania Golden; Wachtmeister – Dominik Kaschke; Fedja – Jan Walter; Russe/Ensemble – Davide Venier; Der Fiedler auf dem Dach – Aliosha Biz.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Inszenierung: Volker Wahl / Michaela Ronzoni; Ausstattung: Stefanie Stuhldreier; Choreografie: Natalie Holtom.

Stadttheater Baden: Wiederaufnahme: 7. Jänner 2022; letzte Vorstellung 23. Jänner 2022.

Herr Puntila und sein Knecht Matti

von Bertolt Brecht. Mit Musik von Paul Dessau

„Wir zeigen Euch heute Abend hier, ein gewisses vorzeitliches Tier, … auf Deutsch ‚Gutsbesitzer‘ genannt.“ Eine wahre Geschichte, erzählt von seiner Gastgeberin im finnischen Exil, inspirierte Bertolt Brecht 1940 zu seinem märchenhaften Volksstück. Der reiche Bauer Puntila ist im betrunkenen Zustand ein geselliger Menschenfreund, aber während seiner „Anfälle von Nüchternheit“ mutiert er zum Tyrannen, der willkürlich sein Personal beschimpft oder entlässt. Puntilas Tochter Eva versucht, ihm den Alkohol zu verbieten, und wird dadurch ebenfalls zum Spielball seiner despotischen Eskapaden. Als Puntila sie zu einer Heirat zwingen will, inszeniert sie mit dem Chauffeur Matti ein vorgebliches Liebesverhältnis, das die Herrschaftsverhältnisse auf dem Gutshof noch zuspitzt.

Die Wirren des Zweiten Weltkriegs stets im Bewusstsein und finnische Birkenwälder vor Augen verfasste Bertolt Brecht seine komödienhafte Parabel: „Über den Puntila kann ich fast alles schreiben, über den Krieg nichts.“ Notierte er in sein Tagebuch. Die von dem Philosophen Hegel beschriebene dialektische Abhängigkeit von Herrn und Knecht führt nach Brechts Interpretation zu einer gemeinsamen Verantwortung aller Beteiligten für eine gerechtere Gesellschaft.

In der Tradition von Brechts Theaterpraxis inszeniert die Regisseurin und Schauspielerin Ruth Brauer-Kvam mit viel szenischem Humor und Live-Musik eine lustvolle Selbstermächtigung der Figuren. In der letzten Spielzeit hat sie mit großem Erfolg bei Publikum und Presse „Molières Schule der Frauen“ auf die Bühne des Landestheaters Niederösterreich gebracht.

Inszenierung: Ruth Brauer-Kvam; Bühne: Monika Rovan; Kostüme: Ursula Gaisböck; Musikalische Leitung: Kyrre Kvam.

Mit Tobias Artner, Tim Breyvogel, Marthe Lola Deutschmann, Philip Leonhard Kelz, Laura Laufenberg, Tilman Rose, Michael Scherff, Miloš Todorovski (Akkordeon).

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: Premiere 13. Jänner 2022; letzte Aufführung 12. März 2022
Zu Gast an der Bühne Baden Di 08.03.22, 19:30 und Mi 09.03.22, 11:00 und 19:30

Der Zauberberg

von Thomas Mann. Eine Koproduktion mit dem Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg.

Hoch oben in den Schweizer Alpen liegt das Sanatorium Berghof. Während Europa im frühen 20. Jahrhundert von Innovationen und Reformen, Krisen und Kriegen in Atem gehalten wird, vergeht hier in der elitären Lungenheilanstalt „die Zeit ganz anders“.

Liegekuren, lange Spaziergänge im Schnee und fünf ausgiebige Mahlzeiten bestimmen die tägliche Routine der internationalen Patientenschaft. Ein ganzer Kosmos von Wissenschaft, Philosophie und Kunst erfüllt ihre Gespräche. Aber das Kranksein und die Therapien schaffen eine eigenartige Distanz zum Weltenlauf. Eingewickelt in dicke Decken richtet sich der Blick nach innen, auf große Fragen des Menschseins und die Nähe zum Tod. Diese faszinierende Atmosphäre zieht Hans Castorp sofort in den Bann. Der junge Schiffbautechniker kommt zunächst als Urlauber auf den Berghof, wo er seinen Cousin besucht. Doch schon bald nimmt er auf Anraten von Oberarzt Dr. Behrens an den medizinischen Kuren teil. Er befreundet sich mit dem italienischen Schriftsteller Settembrini und erliegt dem widerspenstigen Charme der Russin Clawdia Chauchat. Der norddeutsche „Parzival“ lernt im Berghof die Liebe kennen, Eifersucht und Abgründe, intellektuelle Freiheit und die gewaltige Schönheit der Natur. Bis hinter den Bergspitzen der Vorabend des Ersten Weltkriegs dämmert.

Ein „Menschheitsbuch“ nannte Thomas Mann sein 1924 erschienenes Opus Magnum. Regisseurin Sara Ostertag, die für ihre poetisch-musikalischen Inszenierungen vielfach ausgezeichnet wurde, überprüft den intellektuellen Abenteuerroman als Parabel auf den Zustand unserer Wohlstandsgesellschaft. Mit Musik von Clara Luzia wird „Der Zauberberg“ als internationale Koproduktion mit dem Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg auf die Bühne gebracht.

Inszenierung: Sara Ostertag; Bühne: Nanna Neudeck; Kostüme: Clio Van Aerde; Musik: Clara Luzia, Catharina Priemer-Humpel; Choreografie: Steffi Wieser.

Mit Tim Breyvogel, Bettina Kerl, Laura Laufenberg, Clara Luzia, Catharina Priemer-Humpel, Tilman Rose, Michael Scherff, Jeanne Werner.

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: letzte Vorstellung 12. Jänner 2022
Zu Gast an der Bühne Baden: Di 05. 10. 2021und Mi 06. 10. 2021

YELLOW – The Sorrows of Belgium II: REX

von Peter van Kraaij, Steven Heene und Margit Niederhuber. URAUFFÜHRUNG!

Eine Koproduktion mit dem NTGent und dem Theater Manège Maubeuge.

1933–1936. In Österreich herrscht der Austrofaschismus. In Deutschland wollen die Nationalsozialisten die Grenzen des Landes verschieben. Belgische Politiker, wie Léon Degrelle, gründeten faschistische Parteien und überzeugten viele junge Wallonen und Flamen im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Nazis zu kämpfen. In „Yellow“ engagiert sich eine flämische Familie mit großer Begeisterung für Hitler. Nur ein Onkel steht außerhalb dieser Ideologie und versucht, einer aus Wien geflohenen jüdischen Frau zu helfen. Nach und nach kommen innerhalb der Familie Zweifel gegenüber dem Nationalsozialismus auf. Viele andere haben sich nie ihrer Verantwortung gestellt. Wie der österreichische SS-Verbrecher Otto Skorzeny, der nach dem Krieg mit Degrelle unter Francos Regime in Spanien unbehelligt den Traum eines faschistischen Europas wiederbeleben will.

In seiner Trilogie „The Sorrows of Belgium“ bearbeitet Regisseur Luk Perceval, einer der bedeutendsten europäischen Gegenwartsregisseure, die verdrängte Geschichte Belgiens. In „Yellow“, dem zweiten Teil, werden neben der Kollaboration der Belgier mit den Nazis auch die österreichisch-jüdischen Verstrickungen beleuchtet. Die poetisch-sinnlichen Bilder der auf Brieftexten basierenden Inszenierung spiegeln die schmerzhaften Familiengeschichten dieser dunklen Zeit wider.

Inszenierung: Luk Perceval; Bühne: Annette Kurz: Kostüme: Ilse Vandenbussche; Musik: Sam Gysel; Choreografie: Ted Stoffer.

Mit Sam Gysel, Philip Leonhard Kelz, Bert Luppes, Oscar Van Rompay, Peter Seynaeve, Maria Shulga, Chris Thys, Valéry Warnotte, Lien Wildemeersch.

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: letzte Aufführung 11. November 2021

Othello

von William Shakespeare

Wer ist Othello? Ein gefeierter Volksheld, der mehrere Seeschlachten für die Republik Venedig gewonnen hat? Ein siegreicher General, der mit strategischem Kalkül Venedigs Stellung als europäische Handelsmacht zwischen Ost und West festigen konnte? Oder nur ein Eindringling, der sich geschickt Zutritt zur venezianischen Oberschicht verschafft hat? Als Othello die Senatorentochter Desdemona heimlich zur Frau nimmt, wird aus verdeckten Ressentiments offener Rassismus.

Othello ist nun „the moor, the thicklips“. In der streng hierarchischen Männergesellschaft wird er zur Projektionsfläche für Neider und zur Zielscheibe für Missgunst und Hass gegen alles Fremde. Ohne sein Wissen schafft er sich Feinde, im privaten wie im beruflichen Umfeld. Die Liebe zu Desdemona bringt Othellos Nebenbuhler Rodrigo gegen ihn auf. Jago, sein Fähnrich, fühlt sich übergangen, da Othello einen Mitbewerber zum Leutnant befördert hat. Jago will Rache. Als Othello auf Zypern das venezianische Militär anführt, um den Angriff der Türken abzuwehren, gelingt es Jago, ein perfides Netz aus Fake News, Lügen und Intrigen zu spinnen. Er sät Zweifel an Desdemonas Treue und treibt damit Othello bis zum Äußersten.

„Othello“, 1603 entstanden, ist eine große Rachetragödie und hochemotionales Eifersuchtsdrama zugleich. Es geht um rassistische Stereotype, gesellschaftliche Vorurteile, archaische Männlichkeitsbilder und um die Zerbrechlichkeit einer Liebe. Für seine Inszenierung von „Hamlet“ am Landestheater Niederösterreich wurde der junge Londoner Regisseur Rikki Henry mit dem Nestroypreis ausgezeichnet. Mit „Othello“ setzt er seine Auseinandersetzung mit dem Shakespeare’schen Werk und einer zeitgenössischen und atmosphärischen Inszenierungsästhetik fort.

Inszenierung: Rikki Henry; Bühne: Anna Sörensen, Leonie Kohut; Kostüme: Henriette Müller; Musik: Nils Strunk; Video: Markus Kautz; Choreografie: Martin Woldan.

Mit Tim Breyvogel, Marthe Lola Deutschmann, Philip Leonhard Kelz, Bettina Kerl, Laura Laufenberg, Nicholas Monu, Tilman Rose, Michael Scherff.

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: letzte Aufführung 4. Dezember 2021
Zu Gast an der Bühne Baden Di 21.12.21, 19:30 und Mi 22.12.21, 11:00 und 19:30

CATS – eine Legende kehrt zurück

Das erfolgreichste Musical aller Zeiten von Andrew Lloyd Webber im Ronacher

Die Vereinigten Bühnen Wien zeigen das weltberühmte Musical in einer neuen Version der Originalproduktion in deutscher Sprache.

Unmittelbar nach der Uraufführung in London trat CATS einen Siegeszug rund um den gesamten Globus an, der so beispiellos war, dass er die gesamte Musicalwelt revolutionierte. Das legendäre Stück wurde mit allen wichtigen Theaterpreisen, u.a. sieben „Tony® Awards“ – darunter als „Bestes Musical“ - sowie drei „Olivier Awards“, drei „Drama Desk Awards“, einem „Evening Standard Award“ u.v.m. ausgezeichnet.

Über 73 Millionen BesucherInnen – und die Erfolgsgeschichte geht weiter!

Weltweit haben bisher über 73 Millionen Menschen in 30 Ländern und 16 Sprachen dieses außergewöhnlich faszinierende Musical gesehen. Die deutschsprachige Erstaufführung fand damals direkt nach London und New York in Wien statt und lief sieben Jahre lang ohne Unterbrechung. Und der Erfolg reißt nicht ab: Erst kürzlich begeisterten Neuproduktionen von CATS in London und New York das Publikum. Die Premiere der lang erwarteten Hollywood-Verfilmung ist für Dezember 2019 angekündigt.

Tanz, Magie, Mystik und Grammy-prämierte Musik

Atemberaubender Tanz, legendäre Kostüme, ein magisches Bühnenbild, Grammy-prämierte und mitreißende Musik machen CATS zu einem unvergesslichen Erlebnis. Natürlich erwartet das Publikum auch der berührende Welt-Hit „Memory“ („Erinnerung“), der mittlerweile von insgesamt mehr als 150 weltbekannten Künstlerinnen und Künstlern (u.a. Barbra Streisand und Céline Dion) gesungen wurde. Ein magischer Theaterabend für die gesamte Familie.

Ronacher Wien: vorerst letzte Vorstellung 31. März 2022

Ein Volksfeind oder das ringen um Wahrheit

nach Henrik Ibsen.

Was ist Wahrheit? Dieses Thema durchzieht das Lebenswerk von Henrik Ibsen. In „Ein Volksfeind“ analysiert der norwegische Dramatiker, ähnlich einer systemischen Familienaufstellung, wie eine Gesellschaft in einer Krise mit der Wahrheit umgeht: Der Kurarzt Dr. Stockmann entdeckt im Heilwasser des kurz vor der Eröffnung stehenden Thermalbades krankheitserregende Mikroorganismen. Einflussreiche Bürger werden informiert und die Stadtzeitung bereitet den Aufmacher vor. Alle sind sich einig: Die Menschen müssen die Wahrheit über das durch eine Fabrik verschmutzte Wasser erfahren. Doch kurz vor Drucklegung dreht sich die Stimmung. Als Stockmanns Bruder, der Stadtvorstand des Ortes, die Bürger auf den wirtschaftlichen Verlust und den ausbleibenden Tourismus hinweist, ziehen sich die Verantwortlichen zurück und versuchen den Umweltskandal zu vertuschen. Doch Stockmann hat längst Größeres im Sinn…

Ibsens Drama aus dem Jahre 1882 stellt die Frage, inwieweit die Wahrheit innerhalb einer durchökonomisierten Welt eine Chance hat. 2020 hat uns das Corona-Virus dazu gebracht, unsere gesellschaftlichen Werte neu zu verhandeln: Was verstehen wir unter Wahrheit? Was hält unsere Demokratie zusammen? Der Ausbruch der Pandemie verschärfte die Diskrepanz zwischen politischer Verantwortung und persönlichen Freiheitsrechten, Wirtschaft und Klimaschutz, Tourismus und Gesundheit. Im Rahmen der Inszenierung der Regisseurin Anne Bader wollen wir gemeinsam mit Ihnen diese Fragen mit Experten und gesellschaftlichen Akteuren weiter diskutieren. Ein Theater-Happening aus Schauspiel und Diskurs, das den Austausch wieder möglich machen will, um gemeinsam die „beste aller Welten“ zu gestalten.

Inszenierung: Anna Bader; Bühne: Franziska Bornkamm; Kostüme und Video: Ece Anisoglu; Musik: Matthias Schubert.

Mit Tobias Artner, Tim Breyvogel, Bettina Kerl, Laura Laufenberg, Tilman Rose, Michael Scherff.

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: Premiere 22. Jänner 2022; letzte Aufführung 30. 4. 2022

La Traviata

Oper in drei Akten. Text von Francesco Maria Piave, Musik von Giuseppe Verdi In deutscher Sprache.

Violetta Valéry, eine von Tuberkulose gezeichnete Kurtisane, ist Mittelpunkt der Pariser Halbwelt. Sie wird von allen begehrt und feiert in oberflächlicher und vergnügungssüchtiger Weise ein Fest nach dem anderen. Erst als sie den jungen, aus der High Society stammenden Alfred Germont kennenlernt, der ihr sein Herz zu Füßen legt, ändert sich ihre Gesinnung. Auf dem Land versuchen die beiden, sich ein Leben fernab der Verlockungen der Großstadt aufzubauen. Doch dann holt Violetta ihre Vergangenheit ein: Alfreds Vater duldet aufgrund der Familienehre nicht, dass sein Sohn die durch ihren ehemals leichten Lebenswandel gesellschaftlich abgestempelte Violetta heiratet. Alfreds Reue kommt zu spät: Schweren Herzens entsagt Violetta ihrer großen Liebe und stirbt vereinsamt und arm.

La Traviata gehört nach wie vor – wie auch Die Zauberflöte und Carmen – zu den meistgespielten Stücken des Opernrepertoires und wurde seit 1950 nicht mehr in Baden gespielt.

Besetzung: Violetta Valéry – Jay Yang / Cornelia Horak; Flora Bervoix, ihre Freundin / Annina,  Dienerin  Violettas – Bea Robein; Alfred Germont – Sebastian Reinthaller / Iurie Biobanu; Georg Germont, sein Vater – Reinhard Alessandri; Gaston, Vicomte von Le Létorières – Beppo Binder; Baron Douphol – Thomas Zisterer; Doktor Grenvil – Krzysztof Borysiewicz.

Musikalische Leitung: Michael Zehetner; Inszenierung: Isabella Gregor; Ausstattung: Tanja Hofmann; Choreografie: Anna Vita.

Stadttheater Baden: Premiere 29. Jänner 2022, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 25. März 2022.
Einführungsgespräch: 23. Jänner 2022, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Schwarzes Meer

von Irina Kastrinidis. Uraufführung!

Die leuchtende Farbkraft des Meeres, der Wind, die Sonne, der ewig blaue Himmel und die Gerüche des Südens erfüllen die Atmosphäre, die dem Erzählfluss von „Schwarzes Meer“ innewohnt. Irina Kastrinidis, die in Zürich lebende Autorin und Schauspielerin mit griechischen Wurzeln, „spielt“ in ihrem vielstimmigen Monolog mit dem Versmaß eines antiken Epos, verwebt Zeit- und Erzählebenen mit antiken Mythen und findet dabei einen ganz eigenen, zeitgemäßen Ausdruck.

Irina Kastrinidis erzählt von menschlichen Schicksalen, von einem dunklen Kapitel der europäischen Geschichte. Sie schickt in ihrem Theatertext die junge Frau Elefteria auf die Spuren ihrer Herkunft, zurück in die 1920er Jahre in die Küstenregion des Schwarzen Meeres, des Pontos. Im Griechisch-Türkischen Krieg wurden bis 1923 die Pontosgriechen ermordet oder zwangsdeportiert. Heute leben Elefterias Verwandte im Exil in ganz Europa verstreut: „Adressen ungewiss“.

In dieser weiblichen Odyssee quer durch Europa steht vor dem Hintergrund der politisch aufgeladenen Vergangenheit eine Liebesgeschichte im Zentrum: Mit Achilleas erlebt Elefteria eine tiefe Liebe und einen großen Sommer der Leidenschaft, bis sie mit einem anderen Paar zu viert am Strand sitzen, ein Machtkampf sich entzündet und eine Tragödie ihren Anfang nimmt …

Die Uraufführung von „Schwarzes Meer“ inszeniert der deutsche Regisseur Frank Castorf. Als langjähriger Intendant der Berliner Volksühne wurde er mit seinen Regiearbeiten zu einem der einflussreichsten und stilprägenden Theaterregisseure der Gegenwart. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie den Nestroypreis für sein Lebenswerk. Im vergangenen Jahr arbeitete er u.a. für das Wiener Burgtheater und die Staatsopern Wien und München.

Inszenierung: Frank Castorf; Bühne: Aleksandar Denić; Kostüme: Adriana Braga Peretzki.

Mit Julia Kreusch, Mikis Kastrinidis, Sebastian Schimböck

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: Premiere 29. Jänner 2022; letzte Aufführung 22. März 2022

AMAKULT: Der Raub der Sabinerinnen

Boulevardkomödie nach Franz und Paul von Schönthan.

Freuen Sie sich auf den schrulligen Kultur-Stadtrat Prof. Gollwitz, dessen „Römertragödie“ von einer Wandertheatertruppe aufgeführt werden soll. Die Autorenschaft muss jedoch ein Geheimnis bleiben – für den Fall, dass das Stück beim Publikum durchfällt. Auch Gollwitz‘ bester Freund Dr. Neumeister steht unter Druck, denn seine Frau wünscht sich einen Mann mit „dunkler Vergangenheit“ – die Neumeister leider so gar nicht zu bieten hat. Also erfindet er eine Vergangenheit. Aber das Theater im wahren Leben entwickelt sich ähnlich turbulent wie die Römertragödie…

Ein Angriff auf Ihre Lachmuskeln!

Inszenierung: Franz Schiefer

Es spielen: Harald Brutti, Anita Hauer, Franz Grünwald, Martina Gutmann, Gabriele Lesnigg, Heinz Scharb und Heinrich Schrott.

Kulturszene Kottingbrunn – Markowetztrakt: Premiere 4. Februar 2022, letzte Aufführung 20. Februar 2022

Hallo, Dolly!

Eine musikalische Komödie. Musik und Gesangstexte von Jerry Herman, Buch von Michael Stewart nach „The Matchmaker“ von Thornton Wilder, Deutsch von Robert Gilbert.

Die clevere Witwe Dolly Gallagher Levi schlägt sich als Heiratsvermittlerin und in verschiedensten anderen Berufen recht und schlecht durchs Leben. Im Moment ist sie drauf und dran, den wohlhabenden Kaufmann Horace Vandergelder aus Yonkers, New York, an Irene Molloy, die Besitzerin eines Hutladens, zu vermitteln. Dolly hat aber im Sinn, ihn selbst zu heiraten. Zu diesem Zweck inszeniert sie ein Verwirrspiel, indem sie die zwei Angestellten Vandergelders, Cornelius und Barnaby, nach New York schickt, wo diese sich ebenfalls mit Irene und deren Mitarbeiterin Minnie treffen sollen. Im schicken Harmonia Garden Restaurant kommt es zum Showdown zwischen allen Beteiligten, als die armen Schlucker Cornelius und Barnaby die Rechnung nicht bezahlen können. Und doch gibt es am Schluss ein Happy End, als Horace erkennt, dass Dolly die richtige Frau für ihn ist.

In der mit 10 Tonys gekürten Uraufführung des Stückes 1964 spielte Carol Channing die Dolly. Die Verfilmung 1969 mit Barbra Streisand, Walter Matthau und Louis Armstrong wurde mit drei Oscars ausgezeichnet.

Besetzung: Dolly Gallagher Levi – Patricia Nessy; Horace Vandergelder – Andreas Steppan; Irene Molloy – Valerie Luksch; Minnie Fay – Juliette Khalil / Iva Schell; Cornelius Hackl – Ricardo Frenzel Baudisch; Barnaby Tucker – Martin Fischerauer; Ermengarde – Caroline Zins; Ambrose Kemper – Matthias Trattner; Rudolph – Artur Ortens; Richter – Franz Josef Koepp.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Inszenierung: Michael Lakner; Bühne: Manfred Waba; Kostüme: Friederike Friedrich; Choreografie: Anna Vita.

Stadttheater Baden: Premiere 19. Februar 2022, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung: 27. März 2022.
Einführungsgespräch: 13. Februar 2022, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Die Blendung

nach dem Roman von Elias Canetti In einer Dramatisierung von Paulus Hochgatterer.

Bücher beherrschen die Welt des verschrobenen Wissenschaftlers und „größten lebenden Sinologen“ Peter Kien. Für die Realität hat Kien keinen Sinn, vielmehr führt er ein skurriles Höhlenleben in seiner Bibliothek von 25.000 Werken. In seinem Kopf treten die gelehrten Schriften miteinander in Dialog. Echte Gespräche mit anderen Menschen versucht er hingegen zu vermeiden. Eines Tages beobachtet er, wie sorgsam seine Haushälterin Therese mit seinen Büchern umgeht, und er beschließt spontan, sie zu heiraten. Doch schon am ersten Abend der Ehe bringt Therese beim Versuch, Kien zu verführen, seine Ordnung mit einer Handbewegung durcheinander. Hat sie mit Absicht den Stapel Bücher vom seinem Schlafdiwan gestoßen? Kiens totalitäres Gedankengebäude gerät ins Wanken und sein System beginnt ins Chaos zu stürzen.

Unter dem Eindruck des aufkommenden Nationalsozialismus schrieb Elias Canetti seinen einzigen Roman „Die Blendung“, für den er Jahrzehnte später 1981 den Nobelpreis erhielt. Der empathielose Peter Kien, die habgierige Therese, ihr brutaler Geliebter Pfaff, der Betrüger Fischerle, sie alle können als Zeitgenossen und Zeitgenossinnen des gesellschaftlichen Umbruchs in den 1930er Jahren interpretiert werden. Kiens Geschichte ist aber auch die des heutigen westlichen Kapitalismus, für den wir bereit sind, große Kompromisse einzugehen, um den zerstörerischen Status quo aufrechtzuerhalten.

Mit hoher Musikalität, den Mitteln der Groteske und dem einzigartigen Zusammenspiel von Schauspieler und Schauspielerinnen und Puppen kreiert der vielfach ausgezeichnete Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan seine Theaterwelten. In seinen Inszenierungen beschäftigt er sich seit vielen Jahren künstlerisch mit der Zeitgeschichte Österreichs und mit totalitären Gesellschaftsstrukturen. Für die Dramatisierung von Canettis Roman konnte der renommierte Schriftsteller und Psychiater Paulus Hochgatterer gewonnen werden.

Inszenierung: Nikolaus Habjan; Bühne: Jakob Brossmann; Kostüme: Denise Heschl; Musik: Kyrre Kvam.

Mit Tim Breyvogel, Bettina Kerl, Julia Kreusch, Laura Laufenberg, Manuela Linshalm, Tilman Rose u.a.

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: Premiere  5. März 2022; letzte Aufführung 12. Mai 2022
Zu Gast an der Bühne Baden: Di 24.05.22 und Mi 25.05.22, 19:30

AMAKULT & Freunde: Das Wunder von Aquello

Die Geschichte der Kulturszene als Musikrevue

Die von Nicole Gerfertz-Schiefer, anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums der Kulturszene Kottingbrunn, verfasste Komödie erzählt die Geschichte einer engagierten Gruppe, die mehr will: Mehr Theater, mehr Musik, mehr Ausstellungen. Und weil die Musen die Menschen in dem kleinen Ort Aquello tatkräftig unterstützen, wird daraus tatsächlich eine ziemlich große Sache.

Dabei taucht natürlich auch die eine oder andere Schwierigkeit auf, denn so mancher Zweifler denkt „Kultur – wozu brauchen wir das hier“. Aber mit einem Lied auf den Lippen – bevorzugt von Fendrich, Ambros oder Danzer – bewältigen die Bewohner von Aquello alle Probleme und feiern am Ende ihr 25-Jahr-Jubiläum.

Eine berührende und amüsante Reise durch eine Geschichte, die sich wirklich so ereignet haben könnte …

Buch: Nicole Gerfertz-Schiefer; Regie: Nicole Gerfertz-Schiefer / Franz Schiefer

Es spielen: Georg Kusztrich, Leopold Brunner, Regina Brunner, Wolfgang Fingernagel, Franz Grünwald, Martina Gutmann, Anita Hauer, Maria Koisser, Gabriele Lesnigg, Enisa Meindl, Franz Schiefer, Ingrid Spörker, Walter Tröstl, Susanne Waldhauser, Klaus Weissenböck, Walburg Weissenböck, Franz Zojer.

Kulturszene Kottingbrunn: Premiere 6. Mai 2022; letzte Vorstellung 22. Mai 2022

Der Talisman

von Johann Nepomuk Nestroy

Willkommen in einer Welt, die ihr Glück mehr vom Schein als vom Sein abhängig macht: Alle Menschen haben hier die gleichen Chancen, fast alle, denn den „Rotkopferten“ begegnet man auf dem Schloss der Gräfin von Cypressenburg mit Geringschätzung und Ausgrenzung. Während die selbstbewusste Gänsemagd Salome Pockerl trotzdem von der Schönheit ihrer morgensonnigen Haarpracht überzeugt ist und sofort in Begeisterung entflammt, als sie den ebenso rothaarigen Barbiergesellen Titus kennenlernt, leidet dieser unter der Diskriminierung. Als Titus den Friseur Marquis vor einem Unfall bewahrt und zum Dank eine schwarze Perücke erhält, nimmt sein Leben eine plötzliche Wende: Mit neuer Haarfarbe wird er zum Objekt der Begierde dreier konkurrierender Witwen und dem sozialen Aufstieg im Schloss steht nichts mehr im Wege …

Voller hinreißender Komik, witzesprühender Dialoge und messerscharfer Kritik an den Verhältnissen seiner Zeit ist „Der Talisman“ eines der großen Meisterwerke von Johann Nepomuk Nestroy. Nestroy sei „der erste deutsche Satiriker“, dessen Sprache sich „Gedanken macht über die Dinge“, so beschrieb Karl Kraus die herausragende Sprachkunst Nestroys. Das Regieduo und Theaterleiter-Paar Kaja Dymnicki und Alexander Pschill, die auf der Wiener Bühne Bronski & Grünberg Furore machen, ist für seinen rasant-erzählerischen, witzig-klugen Inszenierungsstil bekannt. Sie bringen „Der Talisman“ mit viel Musik und eigenen Couplets so auf die Bühne, dass sich Intellekt und Sinnlichkeit leichtfüßig begegnen.

Inszenierung und Bühne: Kaja Dymnicki, Alexander Pschill; Kostüme: Alfred Mayerhofer; Musik: Stefan Lasko.

Mit Florian Carove, Christian Dolezal, Doris Hindinger, Philip Leonhard Kelz, Stefan Lasko, Laura Laufenberg, Emilia Rupperti, Michael Scherff.

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: Premiere 20. Mai 2022; letzte Aufführung 22. Juni 2022
Zu Gast an der Bühne Baden Mi 31.08.22, 19:30

Im Weissen Rössl

Singspiel in drei Akten. Frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg von Hans Müller und Erik Charell; Gesangstexte von Robert Gilbert; Musik von Ralph Benatzky. 6 musikalische Einlagen v. Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten & Robert Stolz

Der Tourismus im Salzkammergut floriert. Der Kellner Leopold liebt die Rösslwirtin Josepha Vogelhuber, doch die will nichts von ihm wissen, denn ihre heimliche Zuneigung gilt einem anderen. Wegen seiner Eifersucht wird Leopold von seiner Arbeitgeberin schließlich entlassen, bald darauf aber wieder eingestellt, da der Laden ohne ihn eben nicht wirklich läuft. Mit dem WEISSEN RÖSSL hat Benatzky den Beitrag für seine Unsterblichkeit geschaffen. Mit zahlreichen Evergreens wie „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“, „Im Salzkammergut, da kann ma gut lustig sein“ oder „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“, avancierte das weiße Rössl innerhalb kurzer Zeit zur Kultoperette und begeistert seit seiner Entstehung 1930 ein Millionenpublikum. Mit dieser Operette kehrt Kammersänger Heinz Zednik zu seinen Wurzeln an die Bühne Baden zurück.

Musikalische Leitung: Michael Zehetner; Inszenierung: Isabella Gregor; Ausstattung: Tanja Hofmann; Choreografie: Anna Vita.

Josepha Vogelhuber, Wirtin des „Zum Weißen Rössl“: Verena Scheitz; Leopold Brandmeyer, ihr Zahlkellner: Boris Pfeifer; Wilhelm Giesecke, Fabrikant: Jens Janke; Ottilie, seine Tochter: Melanie Schneider; Rechtsanwalt Dr. Siedler: Reinhard Alessandri; Sigismund Sülzheimer: Oliver Baier; Professor Hinzelmann: Andreas Steppan; Klärchen, dessen Tochter: Juliette Khalil; Piccolo: Jonas Zeiler; Kaiser Franz Joseph: Heinz Zednik; Fremdenführerin / Postbotin: Gabriele Schuchter.

Sommerarena Baden: Premiere 17. Juni 2022, 19.00 Uhr; letzte Vorstellung 26. August 2022
Einführungsgespräch: 12. Juni 2022, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Sunset Boulevard

Musik von Andrew Lloyd Webber, Buch und Gesangstexte von Don Black und Christopher Hampton. Basierend auf dem Film von Billy Wilder. Deutsch von Michael Kunze. Badener Erstaufführung!

Dass der Stummfilm schon lange dem Tonfilm weichen musste, will die in die Jahre gekommene Diva Norma Desmond nicht wahrhaben. Zurückgezogen lebt sie in ihrer Villa am Sunset Boulevard, unweit der Hollywood-Traumfabriken, ganz in Erinnerungen an ihre glamouröse Zeit versunken. Plötzlich taucht der junge Drehbuchautor Joe Gillis auf, der in den Sog ihrer faszinierenden Persönlichkeit gerät. In Norma Desmond keimt die Hoffnung auf ein Comeback. Durch Gillis Bekanntschaft erhofft sie sich Zutritt zu den Filmstudios, doch ihre Illusionen werden jäh zerstört. Andrew Lloyd Webbers Musical basiert auf dem gleichnamigen Film von Billy Wilder von 1950 und ist ein Glanzpunkt der Musicalwelt. Spannend wie ein Krimi erzählt es den Aufstieg und Fall einer großen Filmdiva vor dem Hintergrund einer gnadenlosen Filmindustrie.

Musikalische Leitung: Christoph Huber; Inszenierung: Andreas Gergen; Ausstattung: Christian Floeren; Choreografie: Sabine Arthold

Norma Desmond: Sona MacDonald; Joe Gillis: Lukas Perman; Max von Mayerling: Beppo Binder; Betty Schaefer: Dorina Garuci; Cecil B. Demille: Gerhard Balluch; Artie Green, Freund von Joe: Thomas Smolej; Manfred, Designer / Sheldrake: Florian Resetarits.

Stadttheater Baden: Premiere 8. Juli 2022, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 25. August 2022
Einführungsgespräch: 3. Juli 2022, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Oper im Steinbruch 2022

NABUCCO von Giuseppe Verdi

Im biblischen Kampf unterliegt das Volk der Israeliten dem babylonischen König Nebukadnezar, genannt Nabucco. Als der größenwahnsinnige König in geistige Umnachtung fällt und seine ebenso machtbesessene Tochter Abigail nach der Krone greift, scheint das unerbittliche Schicksal der Hebräer besiegelt. Ihnen bleibt nichts als die Hoffnung: „Va, pensiero, sull'ali dorate – Steig, Gedanke, auf goldenen Flügeln...“. Der berühmte Gefangenenchor machte Giuseppe Verdi über Nacht zum Star. Dieser ergreifende Chor krönt eine aufwühlende Geschichte über Hoffnung, Wahn, Vergeltung und unerschütterlichen Glauben biblischen Ausmaßes, die in der Landschaft und Tradition des Steinbruchs St. Margarethen ihre ideale Kulisse findet.

Steinbruch St. Margarethen: Premiere 13. Juli 2022, letzte Aufführung 14. August 2022

The King and I

Erleben Sie die schönste traurigste Liebesgeschichte nach einer wahren Begebenheit!

Im Februar 1862 kommt die britische Witwe Anna Leonowens mit ihrem Sohn Louis an den Königshof von Siam. König Mongkut herrscht mit starker Hand über sein Reich. Anna verliebt sich augenblicklich in die zahlreichen Kinder, die sie dort unterrichtet.

„Das klingt doch bisher wie ein Hollywood-Film ­­– ist aber Realität. 100 Jahre später erobert Yul Brynner mit einem Filmblockbuster, einem Musical und einer TV-Serie hundert Millionen Menschen als liebender grantiger Familienvater und würdiger Herrscher, der zwischen seinen Gefühlen Anna Leonowens gegenüber und seiner Krone hin- und hergerissen ist. Das Musical mit den schönsten Melodien von Rodgers und Hammerstein und Lachsalven während der 120 Minuten Spielzeit. Ein persönlicher Tipp von mir: decken Sie sich für die letzten zehn Minuten mit ausreichend Taschentüchern ein. Ich freue mich, Sie nächstes Jahr am Königshof von Siam begrüßen zu dürfen.“
Alfons Haider

Seefestspiele Mörbisch: Premiere 14. Juli 2022, letzte Aufführung 22. August 2022

Kaiserin Joséphine

Operette in acht Bildern von Paul Knepler und Géza Herczeg. Musik von Emmerich Kálmán

Diese von Bravourarien für den Tenor nur so strotzende Meisteroperette Kálmáns erzählt die bittersüße Geschichte der blutjungen, bettelarmen Joséphine Beauharnais, in die sich der junge General Napoleon Bonaparte verliebt und die er in Folge heiratet. Zunächst schenkt Joséphine dem galanten Treiben in Paris mehr Beachtung als ihren ehelichen Pflichten. Schließlich steigt sie aber doch als sein Frauenideal an seiner Seite zur Kaiserin der Franzosen auf. Dieses Werk von Emmerich Kálmán wurde 1936 am Zürcher Stadttheater uraufgeführt, kurz bevor er in die USA emigrieren musste.

2018 wurde das Stück anlässlich des 65. Todestages des Komponisten an der Bühne Baden bereits konzertant mit so großem Erfolg präsentiert, dass es nun als szenische Aufführung zu erleben ist.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Inszenierung & Choreografie: Leonard Prinsloo; Ausstattung: Monika Biegler

Napoleon Bonaparte: Vincent Schirrmacher; Joséphine de Beauharnais: Ivana Zdravkova; Paul Barras: Thomas Weissengruber; Talleyrand/Capitain Calmelet: Jan Walter; Hippolyte Charles: Thomas Zisterer; Therese Tallien: Kerstin Grotrian; Bourriene: Beppo Binder; Juliette: Theresa Grabner; Korporal Bernard: Thomas Malik; Standesbeamter Escarbot: Franz Födinger; Marion, Wahrsagerin: Rita Peterl; General Berthier: Steven Scheschareg.

Sommerarena Baden: Premiere 29. Juli 2022, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 28. August 2022
Einführungsgespräch: 24. Juli 2022, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Winterspielplan der Bühne Baden

Stadttheater

  1. Gräfin Mariza
    Premiere: 23. Okt. 2021
    Letzte Vorstellung: 31. 12. 21
  2. Robin Hood
    Premiere: 20. Nov. 2021
    Letzte Vorstellung: 26. 12. 21
  3. Anatevka - Fiddler on the Roof
    Premiere: 4. Dez. 2021
    Letzte Vorstellung: 23. 1. 22
  4. Der Nussknacker
    Premire: 17. Dezember 2021
    Weitere Vorstellungen: 30. Dez. 21 & 2. Jänner 22
  5. La Traviata
    Premiere: 29. Jänner 2022
    Letzte Vorstellung: 25. 3. 22
  6. Hallo, Dolly!
    Premiere: 19. Feber 202
    Letzte Vorstellung: 27. 3. 22

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Lesen Sie das Spielzeitmotto der Bühne Baden

Landestheater Niederösterreich Spielzeit 2021/22

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Wegen Corona musste die Mitgliederversammlung die Statutengemäß normalerweise im Frühjahr stattfindet, heuer auf den 15. September verschoben werden.

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