Fatinitza

Operette von Richard Genée und F. Zell; Musik von Franz von Suppé

"Vorwärts mit frischem Mut."

Rund um die Tscherkessin Fatinitza – eine Hosenrolle – geht es turbulent zu. Dabei gibt es nur ein Problem: Sie existiert eigentlich gar nicht! Unter ihrer Maske verbirgt sich der tscherkessische Leutnant Wladimir, der sich in den Wirren des Krimkriegs zwischen Türkei und Russland 1854/55 einerseits gegen die Avancen des Generals Kantschukoff erwehren muss, andererseits eine Gelegenheit sucht, dessen Nichte Lydia seine Liebe zu gestehen.

Mit dieser 1876 uraufgeführten Operette feiert die Bühne Baden den 200. Geburtstag des Komponisten, der als der Erfinder der Wiener Operette gelten darf. Bis zum Ersten Weltkrieg erzielte das Stück auf deutschsprachigen Bühnen ca. 1200 Aufführungen. Fatinitza ist ein vortreffliches Beispiel für die beißende, zeitkritische Komik innerhalb des Genres Operette. In Baden war Fatinitza zuletzt 1956 zu erleben. Der „Fatinitza-Marsch“ Suppés hat Unsterblichkeit erlangt!

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Inszenierung & Choreografie: Leonard Prinsloo; Ausstattung: Monika Biegler.

Besetzung: Izzet Pascha, Gouverneur der türkischen Festung Iskatscha – Franz Suhrada alternierend mit René Rumpold; General Timofey Kantschukoff, russischer General – Reinhard Alessandri; Fürstin Lydia Uschakoff, dessen Nichte – Regina Riel; Julian von Golz, Berichterstatter einer großen deutschen Zeitschrift – Thomas Zisterer; Wladimir Samoiloff, Leutnant eines tscherkessischen Reiterregiments – Bea Robein; Hassan Bey / Mustafa / Massaldschi / ein Pope / Wuika / Ben Jemin – Robert R. Herzl; Steipann Sidorowitsch Bieloscurim / Surema, Tochter von Fürst Jussuf – Robert Kolar; Fürst Jussuf / Osipp Wasielowitsch / Safonoff, Leutnant – Beppo Binder.

Die Uraufführung von Fatinitza fand am 5. Jänner 1876 statt und wurde zum bombastischen Erfolg. Die Operette wurde in 10 Sprachen übersetzt und lief in Theatern rund um die Welt. Und auch in Baden war die Premiere dieser selten gespielten Operette ein voller Erfolg. Tatsache ist, dass es sich bei Fatinitza um einen tiefgründigen Stoff handelt, der nicht nur den Darstellern einiges abverlangt, sondern auch das Publikum gedanklich fordert. Nicht nur dadurch, dass die Rolle des russischen Leutnants Wladimir Dimitrowitsch Samoiloff mit einer Frau (Bea Robein) besetzt wurde. Bringt aber auch eine gewisse Komik in die Handlung.

Gratulation dem gesamten Ensemble, die schauspielerische wie auch die gesangliche Leistung war phänomenal. Auch der Chor, das Ballett und das Orchester der Bühne Baden wieder spitze.
Nun noch zum Izzet Pasche - Gouverneur der türkischen Festung Isaktscha -- bei der Premiere von Franz Suhrada gespielt, konnte ich ein paar Tage vorher mit René Rumpold sehen. Leider ist er nicht für alle Aufführungen verfügar, er wäre nähmlich die ideale Besetzung. Großes Lob noch an Regina Riel, Bea Robein, Reinhard Alessandri, Thomas Zisterer und Robert R. Herzl der unter anderem auch den türkischen Harmswächter spielt und kein einziges Mal auf die hohe Eunuchenstimme vergaß.

Stadttheater Baden: letzte Vorstellung 19. Jänner 2020.

AMAKULT: Die Drei von der Zweigstelle

Die Burleske zur Finanzkrise von Joesi Prokopetz und Fritz Schindlecker

Mehr, als Filialleiter Franz Pascal Terczek und seiner Stellvertreterin, Mag. Klara Oswald, lieb ist. An diesem Morgen scheint der große Finanzcrash das beschauliche Maria Leiten zu erreichen: Das ganze Geld der Bank ist weg. Nicht gestohlen. Verspekuliert. Und die Rating-Agenturen können diesmal wirklich nichts dafür. Die haben die Sparkasse Maria Leiten nicht auf ihrer Agenda. Wer ist also schuld? Terczek beschuldigt Oswald, Oswald beschuldigt Terczek. Da greift Putzfrau Jonia als Mediatorin ein: „Schuldzuweisung nix bringen! Lösungen muss her!“ Leichter gesagt als getan. Immer mehr Kunden kommen, wollen ihr Geld abheben und müssen mit immer aberwitzigeren Ausreden abgewimmelt werden.
Die „Drei von der Zweigstelle“ werden eine Lösung finden. Denn alles muss gut ausgehen. Schließlich ist das hier ja eine Komödie.

Besetzung: Regina Brunner, Leo Brunner, Harald Brutti, Franz Grünwald, Maria Koisser, Gabriele Lesnigg, Walter Tröstl, Susanne Waldhauser.
Inszenierung: Franz Schiefer

Kulturszene Kottingbrunn: Premiere 24. Jänner 2020; letzte Vorstellung 9. Februar 2020

Die Rose von Stambul

Operette in drei Akten von Julius Brammer und Alfred Grünwald. Musik von Leo Fall

"O Rose von Stambul, nur du allein ..."

Kondja, die Tochter des Paschas, schwärmt für den europäischen Schriftsteller André Lery. Sie schätzt seine liberale Einstellung und die beiden stehen in regem Briefwechsel. Auf Geheiß ihres Vaters soll sie jedoch Achmed Bey ehelichen. Sie ahnt nicht, dass es sich dabei um ihren Schriftstellerfreund handelt. Dieses Verwirrspiel um Identitäten und der Konflikt zwischen westlichen und islamischen Kulturen mündet in einem Happy End: Kondja erkennt in ihrem eigenen Gatten den verehrten Dichter.

Klanglich zitiert Leo Fall das türkische Milieu, doch schwungvolle Walzer und Märsche lassen eindeutig die Wiener Herkunft erkennen. Ein Meisterwerk!

Musikalische Leitung: Michael Zehetner; Inszenierung: Thomas Smolej; Bühne: Sam Madwar; Kostüme: Agnes Hamvas; Choreografie: Michael Kropf.

Besetzung: Exzellenz Kamek Pascha – Roman Frankl; Kondja Gül, seine Tochter – Ivana Zdravkova; Midili Hanum, ihre Freundin – Verena Barth-Jurca; Achmed Bey – Sebastian Reinthaller; Müller senior aus Hamburg – Stephan Paryla-Raky; Fridolin, sein Sohn – Alexander Kröner; Desirée, die europäische Gesellschafterin – Kondjas / Hoteldirektorin des Hotels „Zu den drei Flitterwochen“ –Nadja Maleh; Ein Liftboy – Matthias Trattner.

Stadttheater Baden: Premiere 25. Jänner 2020, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 21. März 2020
Einführungsgespräch: 19. Jänner 2020, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Der Parasit

von Friedrich Schiller ach dem Französischen des Louis Benoît Picard. Eine Koproduktion mit dem Stadttheater Klagenfurt

Diese Spezies gibt es überall. Parasiten, die am Kuchen mitnaschen und das Rezept als ihr eigenes verkaufen. Nur die Krümel dürfen die anderen wegputzen. Man kennt sie: Kollegen, die immer ein bisschen länger in der Chefetage sitzen, die gerne fremde Ideen als ihre eigenen ausgeben, geht aber was schief, dann schicken sie jemand anderen vor. Zahlen werden frisiert, Gelder veruntreut, kaum ist der Skandal aufgedeckt, wird versucht, die Fakten zu vertuschen, sodass niemand für den Schaden verantwortlich ist. Bei Friedrich Schiller ist der Parasit auf den mittleren Sprossen der Karriereleiter zu finden. Dort siedelt er im gehobenen Beamtenmilieu sein furioses Lustspiel an, das mit feinstem Komödienbesteck die Winkelzüge des titelgebenden Parasiten Selicour und die Mechanismen von Manipulation und Machtgewinn filetiert. Wird Selicour seine Kollegen aus dem Kabinett des Ministers Narbonne übertrumpfen? Wird er Karriere machen und die Hand von Narbonnes kluge Tochter Charlotte erhalten?

Der große klassische Dramatiker Friedrich Schiller erweist sich auch mit dieser Komödie als Meister des Spannungsaufbaus und der Figurenzeichnung. Die Handlung des Stücks stammt aus der Feder von Louis Benoît Picard. Doch bei der Uraufführung der deutschen Übertragung wurde der Name des französischen Lustspieldichters nicht erwähnt. Schiller strich skrupellos alle Lorbeeren allein ein. Der junge Schweizer Regisseur Fabian Alder inszeniert die überraschende, in „schillernder“ Sprache verfasste Komödie als Koproduktion des Landestheaters Niederösterreich und des Stadttheaters Klagenfurt.

Besetzung: Tobias Artner, René Dumont, Heike Kretschmer, Emilia Rupperti, Petra Strasser, Tobias Voigt
Inszenierung Fabian Alder; Bühne Tommy Garvie; Kostüme Johanna Lakner

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: letzte Vorstellung 20. 2. 2020

CATS – eine Legende kehrt zurück

Das erfolgreichste Musical aller Zeiten von Andrew Lloyd Webber im Ronacher

Die Vereinigten Bühnen Wien zeigen das weltberühmte Musical in einer neuen Version der Originalproduktion in deutscher Sprache.

Unmittelbar nach der Uraufführung in London trat CATS einen Siegeszug rund um den gesamten Globus an, der so beispiellos war, dass er die gesamte Musicalwelt revolutionierte. Das legendäre Stück wurde mit allen wichtigen Theaterpreisen, u.a. sieben „Tony® Awards“ – darunter als „Bestes Musical“ - sowie drei „Olivier Awards“, drei „Drama Desk Awards“, einem „Evening Standard Award“ u.v.m. ausgezeichnet.

Über 73 Millionen BesucherInnen – und die Erfolgsgeschichte geht weiter!

Weltweit haben bisher über 73 Millionen Menschen in 30 Ländern und 16 Sprachen dieses außergewöhnlich faszinierende Musical gesehen. Die deutschsprachige Erstaufführung fand damals direkt nach London und New York in Wien statt und lief sieben Jahre lang ohne Unterbrechung. Und der Erfolg reißt nicht ab: Erst kürzlich begeisterten Neuproduktionen von CATS in London und New York das Publikum. Die Premiere der lang erwarteten Hollywood-Verfilmung ist für Dezember 2019 angekündigt.

Tanz, Magie, Mystik und Grammy-prämierte Musik

Atemberaubender Tanz, legendäre Kostüme, ein magisches Bühnenbild, Grammy-prämierte und mitreißende Musik machen CATS zu einem unvergesslichen Erlebnis. Natürlich erwartet das Publikum auch der berührende Welt-Hit „Memory“ („Erinnerung“), der mittlerweile von insgesamt mehr als 150 weltbekannten Künstlerinnen und Künstlern (u.a. Barbra Streisand und Céline Dion) gesungen wurde. Ein magischer Theaterabend für die gesamte Familie.

Ronacher Wien: vorerst letzte Vorstellung im Juli 2020

Italienische Nacht

von Ödön von Horváth

1930 im oberbayerischen Murnau: Einen bunten Abend mit Musik und Tanz haben die Mitglieder vom sozialdemokratischen „Schutzbund der Republikaner“ in einem Gartenlokal organisiert, ihre „Italienische Nacht“. Und sie wollen beim Feiern von niemandem gestört werden. Draußen marschieren allerdings die Faschisten auf und begehen ihren „deutschen Tag“. Ein Konflikt zwischen den beiden verfeindeten Parteien scheint an diesem Abend unvermeidbar … Noch könnten die Republikaner den Faschismus abwenden, noch könnte Mut und Zivilcourage über den Opportunismus und die Feigheit vor den aufsteigenden Nazi siegen. Aber private Probleme und politisch-ideologische Streitereien scheinen den Sozialdemokraten wichtiger zu sein, als der Kampf um den Bestand der Demokratie.

Scharfsichtig und mit witzigen Dialogen spiegelt Horvath in seiner abgründigen „Komödie“ die politischen Verhältnisse der 30er Jahre und ihre Folgen. Noch während die Proben zur Uraufführung in Berlin liefen, sprengten im Februar 1931 Nationalsozialisten eine Versammlung der Sozialdemokraten. Horváth war Zeuge der Massenschlägerei, die 26 Verletzte und über 100 kaputte Bierkrüge hinterließ. Nach „Das goldene Vließ“, „Dantons Tod“ und „Ödipus / Antigone“ inszeniert die spanische Regisseurin Alia Luque erneut einen hochpolitischen Theaterstoff am Landestheater.

Besetzung: Tobias Artner, Silja Bächli, Tim Breyvogel, Marthe Lola Deutschmann, Bettina Kerl, Tilman Rose, Michael Scherff.
Inszenierung Alia Luque; Bühne Christoph Rufer; Kostüm Alia Luque und Christoph Rufer; Körpertraining Daniela Mühlbauer

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: letzte Aufführung 22. 2. 2020
Zu Gast an der Bühne Baden: 18. & 19. 2. 2020

Figaros Hochzeit (aber nicht die Oper!)

Die Geschichte eines Revolutionären Friseurs, nach Wolfgang Amadeus Mozart und Lorenzo da Ponte

Figaro, der Diener und Friseur des Grafen, liebt Susanna. Auch der Graf begehrt Susanna, aber das darf seine Ehefrau nicht wissen. Marcellina, bei der Figaro Schulden hat, will die Hochzeit platzen lassen und ihn selbst heiraten. Der Page Cherubino schwärmt für alle Frauen. „Figaros Hochzeit“ gehört zu den beliebtesten Opern, aber auch zu den Opern mit den verwickeltsten Librettos: Wer liebt wen? Und warum darf das Liebespaar nicht heiraten? Warum muss sich immer jemand verstecken oder verkleiden? Und was steckt hinter diesem Spiel um Liebe und Täuschung?

Mozarts italienische Oper basiert auf dem französischen Lustspiel „Der tolle Tag“ von Pierre­ Augustin Caron de Beaumarchais aus dem Jahre 1784, ein Stück mit revolutionärem Zündstoff, das scharfe Kritik an den politischen Zuständen im vorrevolutionären Frankreich übte. Mozart sah darin den geeigneten Stoff für eine Oper über die Abschaffung adeliger Privilegien und die Gleichstellung aller Untertanen.

Gemeinsam mit seinem Schauspiel-Ensemble geht der Regisseur Philipp Moschitz lustvoll auf eine musikalisch-theatrale Entdeckungsreise in die unbekannten Regionen des Mozart’schen Kosmos. Philipp Moschitz hat in der letzten Spielzeit mit seiner Inszenierung der Komödie „Um die Wette“ für Begeisterung bei Publikum und Presse gesorgt und wurde damit zum international renommierten Regie­ Festival „Radikal Jung“ in München eingeladen.

Besetzung: Marthe Lola Deutschmann, Katharina Haindl, Tilman Rose, Michael Scherff.
Inszenierung Philipp Moschitz; Bühne und Kostüme Isabelle Kittnar

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: Premiere 30. 1. 2020 19 30 Uhr; letzte Aufführung 6. 5. 2020
Zu Gast an der Bühne Baden: 19. & 20. 5. 2020

Der König und ich – The King and I

Von Rodger & Hammerstein; Musik von Richard Rodgers.

Buch und Gesangstexte von Oscar Hammerstein II. Nach dem Buch „Anna and the King of Siam“ von Margaret Landon. Originalchoreografie von Jerome Robbins. Die Aufführung erfolgt durch besondere Vereinbarung mit R&H Theatricals Europe GmbH. Deutsche Fassung von Sabine Ruflair.

Königreich Siam, Ende des 19. Jahrhunderts. Die englische Gouvernante Anna kommt gemeinsam mit ihrem Sohn an den königlichen Hof. Anna taucht dort in eine exotische Welt voller Tempel und prächtiger Paläste, verschwenderischen Hoflebens und stolzer Prinzen ein, deren Erziehung sie übernimmt. Langsam gewinnt sie das Vertrauen des Königs und verändert sein despotisches Verhalten für immer.

Der König und ich gehört zu den großen Erfolgen von Rodgers und Hammerstein II. Yul Brynner, der in der Filmversion für seine Rolleninterpretation einen Oscar erhielt, stand in der Rolle des Königs 4631 Mal auf der Bühne.

Musikalische Leitung: Christoph Huber; Inszenierung & Choreografie: Leonard Prinsloo; Ausstattung: Monika Biegler

Besetzung: Der König von Siam – Darius Merstein-MacLeod; Der Dolmetscher – Robert Kolar; Der Kralahome – Artur Ortens; Kapitän Orton – Franz Josef Koepp; Phra Alack – Beppo Binder; Lady Thiang – Ann Mandrella; Sir Edward Ramsay – Thomas Weissengruber.

Stadttheater Baden: Premiere 15. Februar 2020, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 28. März 2020.
Einführungsgespräch: 9. Februar 2020, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

nach Thomas Mann

„Es ist ein allgemeines, menschliches Bedürfnis, sich täuschen zu lassen“, schreibt der Hochstapler Felix Krull in seinen „Memoiren“ nieder. Diese Erkenntnis, dass fast überall nur der Schein gilt, nicht das Wesen, nur die blendende Hülle und nicht der Kern, macht sich die Hauptfigur in Thomas Manns „Schelmenroman“ geschickt zunutze. Schon als Kind faszinieren ihn das Theater, die Illusion und die Kunst, mit Schminke und Kostüm in alle erdenklichen Rollen zu schlüpfen. Als er bei der Musterung antreten muss, täuscht er einen epileptischen Anfall vor und entgeht auf diese Weise dem Wehrdienst. Nach dem Bankrott und Selbstmord seines Vaters reist er nach Paris, um dort als Liftboy in einem Luxushotel sein Geld zu verdienen. Aber es finden sich noch andere Einnahmequellen. Sein erstes Diebesgut ist ein Schmuckkästchen, das ihm den Lebensstil der Schönen und Reichen ermöglicht. Aufgestiegen zum Oberkellner verführt er spielend die Pariser Damenwelt und tauscht schließlich mit dem von Enterbung bedrohten Marquis de Venosta seine Identität. Einem glanzvollen Leben in der höheren Gesellschaft unter neuem Namen scheint nun nichts mehr im Wege zu stehen ...

Es ist die Zeit der weltpolitischen Krisen und gesellschaftlichen Verunsicherungen am Vorabend des Ersten Weltkrieges, als Thomas Mann mit seinem erfolgreichsten Roman beginnt. Mit der ihm eigenen Ironie und Doppelbödigkeit schildert er seine „Helden des Zeitalters“, die gespaltenen Figuren, die am Widerspruch zwischen Schein und Sein, zwischen äußerer Geltung und innerer Einsamkeit leiden. Regisseur Felix Hafner nimmt die Geschichte des gerissenen Kriminellen und Phantasten zum Anlass, um die Frage „Will die Welt betrogen werden?“ neu zu stellen.

Besetzung: Tobias Artner, Marthe Lola Deutschmann, Laura Laufenberg, Tilman Rose, Michael Scherff; Inszenierung Felix Hafner

Landestheater St. Pölten, Theaterwerkstatt: Premiere Sa 14.3.2020 – 19 30 Uhr; letzte Aufführung 5. 6. 2020

Christoph Kolumbus

von Miroslav Krleža; aus dem Kroatischen von Sead Muhamedagic. Eine Koproduktion mit den Vereinigten Bühnen Bozen. Deutschsprachige Erstaufführung!

Als der Entdecker und Seefahrer Christoph Kolumbus 1492 in See sticht, um die Weststrecke nach Indien zu erkunden, befindet sich Europa mitten in extremen Umbrüchen. Es ist der Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, zum Beispiel, dass die Erde keine Scheibe ist, verändern den Kontinent in all seinen Gewissheiten. Was für die einen den Weltuntergang bedeutet, ist für die anderen der Weg in eine strahlende Zukunft. Der kroatische Dramatiker Miroslav Krleža zieht in seinem 1917 entstandenen Stück „Christoph Kolumbus“ Parallelen zwischen der Epoche der Renaissance und der revolutionären Aufbruchstimmung Kroatiens vor dem Ersten Weltkrieg. In starken, expressionistischen Bildern erzählt Krleža von Christoph Kolumbus’ abenteuerlicher Seefahrt. Er beschreibt Kolumbus als einen Visionär, eine moderne Erlöser-Figur, der seinen Matrosen für die lange und beschwerliche Seefahrt eine ungeahnte Freiheit und eine glorreiche Zukunft in der Neuen Welt verspricht. Doch die meuternde Mannschaft will Brot und keine Heilserwartung, die Männer wollen Goldschätze und nicht die leeren Versprechungen eines Idealisten …

Miroslav Krleža, 1893 in Zagreb geboren, gilt als einer der großen europäischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. In „Christoph Kolumbus“ verdichtet er die Ideale des Sozialismus mit der Botschaft aus der katholischen Heilsgeschichte. Der kroatische Regisseur Rene Medvešek hat das Kolumbus Projekt bereits 2014 in Zagreb als großes, formstarkes Musiktheater mit Schauspielern inszeniert. Mit den Ensembles des Landestheaters Niederösterreich und der Vereinigten Bühnen Bozen kommt es nun zu einer Neuinszenierung.

Besetzung: Tim Breyvogel, Dennis Cubic, Christoph Kail, Philip Leonhard Kelz, Emilia Rupperti, Othmar Schratt, Lukas Spisser, Marlies Untersteiner.
Inszenierung Rene Medvešek, Bühne Tanja Lacko, Kostüme Aleksandra Kica

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: Premiere 20. 3. 2020 19:30 Uhr; letzte Aufführung 18. 6. 2020

Drei Walzer

Operette in drei Teilen (zwölf Bildern) von Paul Knepler und Armin Robinson; Gesangstexte von Robert Gilbert; Musik von Oscar Straus

Badener Erstaufführung – Aufführungsrecht: Musik und Bühnenvertrieb Zürich AG, Zürich. Bühnenvertrieb für Österreich: Josef Weinberger Wien, GmbH.

Wien, Anfang des 20. Jahrhunderts. Drei leidenschaftliche Liebesgeschichten in drei aufregenden Epochen. Drama, Leid, Liebe, Verlust, Leidenschaft und Eifersucht: Im Mittelpunkt steht jeweils eine Künstlerin – eine Tänzerin, eine Sängerin und eine Schauspielerin –, die zwischen der Liebe und ihrem Beruf wählen muss, die unter den Zwängen der jeweiligen Zeit leidet und somit auch nicht frei ihre Liebe leben kann. Durch den Glauben an die Liebe gibt es in der dritten Generation endlich ein Happy End.

Musikalische Leitung: Michael Zehetner; Inszenierung & Choreografie: Ruth Brauer-Kvam; Bühnenbild: Christof Lerchenmüller; Kostüme: Friederike Friedrich.

Besetzung: Fanny Pichler / Charlotte Pichler / Franzi Jensen-Pichler – Claudia Goebl; Rudolf Graf Schwarzenegg / Otto Graf Schwarzenegg / Ferdinand Graf Schwarzenegg – Ricardo Frenzel Baudisch; Ballettmeisterin Beltramini / Gräfin Anna Katharina Schwarzenegg / Baronin Liebinger / Regisseurin – Caroline Frank; Inspizient / Oberst Felix Schwarzenegg / Alexander Jensen / Journalist / Fritz von Bodenheim / Baron Liebinger / Sekretär – Florian Carove; Johann Brunner / Feldmarschallleutnant Schwarzenegg – Beppo Binder.

Stadttheater Baden: Premiere 3. April 2020, 19.30 Uhr; Folgevorstellung 4. April 2020, 19.30 Uhr

Eine Stadt sucht Ihr Theater

Eine Recherchereise zu den Ursprüngen des St. Pöltner Theaters, von Bernhard Studlar

Vor ungefähr 200 Jahren beschlossen die Bürger und Bürgerinnen St. Pöltens, ein Theater zu gründen. Bis dahin kamen Wandertruppen in die Stadt, die für ein paar Tage ihre Kulissen aufbauten, spielten und zum nächsten Spielort weiterzogen. Die Bürgerschaft St. Pöltens wünschte sich ein Theater mit einem Direktor und einem KünstlerInnenensemble, das zumindest ein paar Jahre hindurch für einen kontinuierlichen Spielbetrieb sorgen sollte. Das Theater sollte weniger Repräsentation für die Mächtigen sein, als ein echtes Bedürfnis des Publikums nach Kunst und Unterhaltung erfüllen.

Die SpielerInnen des Bürgertheaters werden zusammen mit dem Dramatiker Bernhard Studlar und der künstlerischen Leiterin Nehle Dick eine Recherchereise in die Anfänge des Theaters ihrer Stadt unternehmen. Wer waren die historischen Theaterfanatiker, die sogar eine Aktiengesellschaft gründeten, um ihr Theater zu  finanzieren? Wie kam es dazu, dass der Bischof persönlich den Anstoß dazu gab? Und welcher Geist lebt heute noch im Theater auf dem Rathausplatz, das einmal ein Garnisonsgefängnis war?

Aus Anekdoten, Briefen, Zeitungskritiken, Programmzetteln und einigen erfundenen Geschichten wird ein Gründungsmythos entstehen, der die Theatergeister auf den Bühnen, in den Gängen und geheimen Nischen wiedererweckt.

Inszenierung Nehle Dick.

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: Premiere 16. 5. 2020 19:30 Uhr;  letzte Aufführung 16. 6.2020

Die Drei Musketiere

nach Alexandre Dumas

„Einer für alle, alle für einen!“ Unter diesem Motto kämpfte im frühen 17. Jahrhundert die legendäre Truppe der Musketiere mit ihren schnellen Degen im Dienst des französischen Königspaares Ludwig XIII. und Anna von Österreich. 200 Jahre später, im Jahre 1840, verbindet Alexandre Dumas die historischen Ereignisse mit erfundenen Geschichten rund um den jungen Gasconger Soldaten D’Artagnan. Entstanden ist eines der berühmtesten Abenteuer­ Epos über Treue und Tapferkeit, Liebe und Freundschaft.

D’Artagnan macht sich gerade zur rechten Zeit auf den Weg in die Hauptstadt, um sich der königlichen Elite­ Garde der Musketiere anzuschließen. Die politischen Verhältnisse am französischen Hof sind spannungsgeladen. Die junge Habsburgerin wird mit dem ebenso jungen Ludwig verheiratet, um den Frieden in Europa sicherzustellen. Doch der machtbewusste und intrigante Kardinal Richelieu und seine Spionin Lady de Winter versuchen mit allen Mitteln, Einfluss beim König zu gewinnen und ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Ein Fall für die Musketiere: Voller Loyalität, unter Einsatz ihres Lebens und mit den schnellsten Klingen durchkreuzen die Musketiere die Pläne des Kardinals und D’Artagnan kann sich als ebenbürtiger Musketier beweisen.

Zum ersten Mal bringt das Landestheater Niederösterreich ein Stück für Erwachsene und für Kinder ab 12 Jahren auf die Bühne. Eingebettet in einen stimmungsvollen Hintergrund inszeniert Regisseur Robert Gerloff den Mantel- und Degenroman mit viel Humor, Live-Musik und packenden Kampfchoreografien.

Besetzung: Tobias Artner, Tim Breyvogel, Marthe Lola Deutschmann, Philip Leonhard Kelz, Didi Kern, Laura Laufenberg, Tilman Rose, Michael Scherff.
Inszenierung Robert Gerloff; Bühne Max Lindner; Kostüme Gabriela Neubauer; Choreografie Mirjam Klebel; Musik Imre Lichtenberger Bozoki

Landestheater St. Pölten – Großes Haus: Premiere 10. 6. 2020 19:30 Uhr
Zu Gast an der Bühne Baden: 26. 8. 2020

Im Weissen Rössl

Singspiel in drei Akten, frei nach dem Lustspiel von Blumenthal und Kadelburg von Hans Müller und Erik Charell

Gesangstexte von Robert Gilbert, Musik von Ralph Benatzky. Sechs musikalische Einlagen von Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten und Robert Stolz.

Der Tourismus im Salzkammergut floriert. Der Kellner Leopold liebt die Rösslwirtin Josepha Vogelhuber, doch die will nichts von ihm wissen, denn ihre heimliche Zuneigung gilt einem anderen. Wegen seiner Eifersucht wird Leopold von seiner Arbeitgeberin schließlich entlassen, bald darauf aber wieder eingestellt, da der Laden ohne ihn eben nicht wirklich läuft. Mit dem „Weissen Rössl“ hat Benatzky den Beitrag für seine Unsterblichkeit geschaffen. Mit zahlreichen Evergreens wie „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“, „Im Salzkammergut, da kann ma gut lustig sein“ oder „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“, avancierte das „weiße Rössl“ innerhalb kurzer Zeit zur Kultoperette und begeistert seit seiner Entstehung 1930 ein Millionenpublikum.

Mit dieser Operette kehrt Kammersänger Heinz Zednik zu seinem 80. Geburtstag zu seinen Wurzeln an der Bühne Baden zurück.

Musikalische Leitung: Michael Zehetner; Inszenierung: Isabella Gregor; Ausstattung: Tanja Hofmann; Choreografie: Michael Kropf.

Besetzung: Josepha Vogelhuber, Wirtin des „Zum Weißen Rössl“– Verena Scheitz; Leopold Brandmeyer, ihr Zahlkellner – Boris Pfeifer; Wilhelm Giesecke, Fabrikant – Jens Janke; Ottilie, seine Tochter – Maya Boog; Rechtsanwalt Dr. Siedler – Reinhard Alessandri; Sigismund Sülzheimer – Oliver Baier; Professor Hinzelmann – Andreas Steppan; Klärchen, dessen Tochter – Juliette Khalil; Piccolo – Jonas Zeiler; Kaiser Franz Joseph – Heinz Zednik; Fremdenführerin / Postbotin – Gabriele Schuchter.

Sommerarena Baden: Premiere 19. Juni 2020, 19.00 Uhr; letzte Vorstellung 3. September 2020
Einführungsgespräch: 14. Juni 2020, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

West Side Story

New York liegt im Sommer 2020 am Neusiedler See! Mit dem mitreißenden Welterfolg „West Side Story“ ist einer der ganz großen Musical-Klassiker erstmals auf der Seebühne Mörbisch zu erleben.

Die packende Handlung über zwei rivalisierende Gangs im New York der 1950er Jahre und eine große „Romeo und Julia“-Liebesgeschichte, die sich zwischen Tony und Maria entspinnt, hat seit ihrer Uraufführung 1957 ein Millionenpublikum in ihren Bann gezogen. Und das zurecht: Leonard Bernsteins fantastische Musik und die vielen großartigen Songs („Maria“, „Tonight“, „Somewhere“, „I feel pretty“ oder „Mambo“) werden auch das Mörbisch-Publikum elektrisieren und im Sturm erobern.

„Gesungen wird auf Englisch, die Dialoge sind in deutscher Sprache und werden von einem jungen Ensemble glaubhaft und packend auf die Seebühne gebracht. Mit Werner Sobotka wurde ein äußerst erfahrener Musicalregisseur gewonnen. Das Bühnenbild wird von Walter Vogelweider entworfen, der zuletzt mit „Das Land des Lächelns“ großen Erfolg in Mörbisch hatte. Das Leading Team komplettieren Karin Fritz, die bereits mit hinreißenden Kostümen „Gräfin Mariza“ (2018) ausstattete, Sascha Götzel, der erstmals die musikalische Leitung in Mörbisch übernimmt, sowie Jonathan Huor, in dessen Händen die Choreografie liegt“, gibt Peter Edelmann Einblick in die Produktion 2020.

„Die West Side Story steht bereits seit längerem auf dem Wunschzettel der Seefestspiele Mörbisch. Nicht nur, weil die Uraufführung am 26. September 1957 stattfand, also genau in jenem Jahr, als die Seefestspiele Mörbisch gegründet wurden. Vielmehr deshalb, weil wir überzeugt sind, mit diesem Stück vermehrt junges Publikum nach Mörbisch zu holen. Der Vorverkauf ist äußerst vielversprechend angelaufen: wir liegen schon jetzt knapp 8.000 Karten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres voran“, zieht Landeshauptmann Mag. Hans Peter Doskozil eine erste Bilanz.

„Eine berührende Liebesgeschichte wie jene von Tony und Maria passt perfekt zum Image der Seefestspiele und entspricht zugleich den Erwartungen des Publikums. Dass Produktionen in Mörbisch nicht immer happy enden, haben die Gäste schon 2019 bei „Das Land des Lächelns“ erlebt. Mit der „West Side Story“ wird es in Mörbisch jedoch so dramatisch und emotional wie noch nie. Dazu kommt, dass das Thema des Stücks heute mindestens so aktuell ist wie damals im New York der fünfziger Jahre“, so Doskozil.

Inhalt: „West Side Story“ erzählt von zwei verfeindeten Teenagerbanden im New York der 1950er-Jahre, den Sharks und den Jets. In dieser Atmosphäre von Konkurrenz und Feindseligkeit verlieben sich Tony und Maria ineinander, er Gründungsmitglied der weißen Jets, sie Schwester des puerto-ricanischen Sharks-Anführers. Wie in „Romeo und Julia“ nehmen die Gangs keinerlei Rücksicht auf die Gefühle der beiden und versuchen, im tänzerischen Kampf diese Liebe zu verhindern. Als ein Streit eskaliert, bleiben schließlich drei Burschen tot zurück, darunter Tony. Marias berührende Anklage des Hasses der Banden, der alles zerstört hat, zählt zu den herzerweichendsten Szenen der Musicalgeschichte.

Seefestspiele Mörbisch: Premiere 9. Juli 2020; letzte Aufführung 22. August 2020.
Karten sind ab sofort im Büro der Seefestspiele Mörbisch (T: 02682/66210, E: tickets@seefestspiele.at) sowie im Online-Shop (www.seefestspiele.at) erhältlich.

Sunset Boulevard

Musik von Andrew Lloyd Webber. Buch und Gesangstexte von Don Black und Christopher Hampton.

Basierend auf dem Film von Billy Wilder. Deutsch von Michael Kunze. Badener Erstaufführung. Die Übertragung der Aufführungsrechte erfolgt in Übereinkunft mit den Originalrechteinhabern The Really Useful Group LTD, London durch die Musik und Bühne Verlagsgesellschaft, Wiesbaden.

Dass der Stummfilm schon lange dem Tonfilm weichen musste, will die in die Jahre gekommene Diva Norma Desmond nicht wahrhaben. Zurückgezogen lebt sie in ihrer Villa am Sunset Boulevard, unweit der Hollywood-Traumfabriken, ganz in Erinnerungen an ihre glamouröse Zeit versunken. Plötzlich taucht der junge Drehbuchautor Joe Gillis auf, der in den Sog ihrer faszinierenden Persönlichkeit gerät. In Norma Desmond keimt die Hoffnung auf ein Comeback. Durch Gillis Bekanntschaft erhofft sie sich Zutritt zu den Filmstudios, doch ihre Illusionen werden jäh zerstört.

Andrew Lloyd Webbers Musical basiert auf dem gleichnamigen Film von Billy Wilder von 1950 und ist ein Glanzpunkt der Musicalwelt. Spannend wie ein Krimi erzählt es den Aufstieg und Fall einer großen Filmdiva vor dem Hintergrund einer gnadenlosen Filmindustrie.

Musikalische Leitung: Christoph Huber; Inszenierung: Andreas Gergen; Ausstattung: Christian Floeren; Choreografie: Sabine Artholt.

Besetzung: Norma Desmond – Sona MacDonald; Joe Gillis – Lukas Perman; Max von Mayerling – Beppo Binder; Betty Schaefer – Dorina Garuci; Cecil M. Demille – Bruno Thost; Artie Green, Freund von Joe – Thomas Smolej; Manfred, Designer / Sheldrake – Florian Resetarits.

Stadttheater Baden: Premiere 10. Juli 2020, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 30. August 2020.
Einführungsgespräch: 5. Juli 2020, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Die Blaue Mazur

Operette in zwei Akten und einem Zwischenspiel von Leo Stein und Bela Jenbach. Musik von Franz Lehár. Badener Erstaufführung!

"Klinge, du süße Musik."

Ein Schloss in der Nähe von Wien, in den 1910ern. Eine jüdische Hochzeit wird gefeiert. Als die Braut Blanka von Lossin aber vom ausgelassenen Vorleben ihres Bräutigams, dem polnischen Grafen David Szpilmanski erfährt, verlässt sie ihn tief gekränkt. Blanka findet Zuflucht beim Freiherrn von Reiger, dessen Adoptivsohn Benjamin ein Doppelleben führt: So sittsam er zu Hause ist, führt er in seinem Alter Ego als „Baruch“ im Umfeld seines Freundes David ein Lotterleben. Bei einem Fest auf Reigers Landschloss zu Ehren Blankas taucht unerwartet Szpilmanski auf und es kommt zum Showdown. Einerseits fliegt das Doppelleben Benjamins auf, andererseits gelingt es Szpilmanski, bei Sonnenaufgang seine Gemahlin bei einer „Blauen Mazur“ für sich zurückzugewinnen.

Mit dieser Aufführung feiert die Bühne Baden den 100. Geburtstag dieser Operette, die zu Lebzeiten Lehárs 300 Aufführungen erlebte und an vielen Bühnen gespielt wurde.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik; Inszenierung: Michael Lakner; Bühnenbild: Christof Lerchenmüller; Kostüme: Friederike Friedrich; Choreografie: Michael Kropf.

Besetzung: David Graf Szpilmanski – Clemens Kerschbaumer; Blanka von Lossin – Sieglinde Feldhofer; Clemens Freiherr von Reiger – Thomas Zisterer; Baruch / Benjamin von Blumenstiyn, dessen Adoptivsohn – Ricardo Frenzel Baudisch; Gretl Aigner – Martha Hirschmann; Albin Edler von Planting – Philippe Spiegel; Leopold Klammdatsch – Sebastian Huppmann; Baron Treski – Wolfgang Gerold; von Hanschmann – Thomas Essl; von Freyhoff – Branimir Agovi.

Sommerarena Baden: Premiere 31. Juli 2020, 19.30 Uhr; letzte Vorstellung 5. September 2020.
Einführungsgespräch: 26. Juli 2020, 10.30 Uhr, Max-Reinhardt-Foyer

Winterspielplan der Bühne Baden

Stadttheater

  1. Die Entführung aus dem Serail
    Premiere: 19. Okt. 2019
    Letzte Vorstellung: 22. 11. 19
  2. Drei Engel auf Erden
    Premiere: 16. Nov. 2019
    Letzte Vorstellung: 4. 1. 20
  3. Fatinitza
    Premiere: 14. Dez. 2019
    Letzte Vorstellung: 19. 1. 20
  4. Die Rose von Stambul
    Premiere: 25. Jänner 2020
    Letzte Vorstellung: 21. 3. 20
  5. Der König und Ich
    Premiere: 15. Februar 2020
    Letzte Vorstellung: 28. 3. 20
  6. Drei Walzer
    Premiere: 3. April 2020
    Folgevorstellung: 4. 4. 20

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NÖ Kulturwerkstatt

Kulturszene Kottingbrunn

Die Kulturszene Kottingbrunn prägt das kulturelle Leben in Kottingbrunn und Umgebung seit über 20 Jahren. In den beiden Schlossgebäuden „Kulturwerkstatt“ und „Markowetztrakt“ (dieser wird derzeit umgebaut) stellen wir mit Musikern, Schauspielern, Kabarettisten und bildenden Künstlern an über 200 Tagen im Jahr ein gemischtes Programm für unser Publikum zusammen. So die Obfrau Irene Künzel.

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Bühne Baden: Religion & Glaube

Michael Lakner präsentierte das Spielzeitmotte 2019/2020

Erfolgreiches Jahr trotz riesen Baustelle

Mitgliederversammlung der Kulturszene Kottingbrunn & Soft-Opening Markowetztrakt