In aktueller Ausgabe: Procida – Kulturhauptstadt 2022

„Kleine Insel ganz groß!“

Seine „Hauptstadt“ hat den Charme eines Fischerdorfes, sein Zwilling Corricella wirkt wie von alten Meistern gemalt. Von Capri und Ischia ins Abseits gedrängt, wird dem Inselchen im Golf von Neapel endlich jene Ehre zuteil die ihm gebührt: Procida wird Kulturhauptstadt Italiens 2022!
Klein und fein scheint Procidas Devise zu sein. Das gerade mal vier Quadratkilometer große Inselchen im Golf von Neapel ist aber nicht nur eine würdige Kulturhauptstadt, es ist auch ein Zentrum des Segelsports. Die meisten Charteryachten liegen in der Marina di Procida, vor ihren Molen Köpfen warten Reviere für mehr als nur einen Segelurlaub: eines reizvoller als das andere! Doch, bevor man hier ablegt, sollte man sich Procida – das vom Reiseführer als „Geheimtipp Kampaniens“ bezeichnet wird – nicht entgehen lassen. Das Revier rühmt sich vieler großer Namen: Ischia, Capri und Amalfi sind nur einige davon. Auch Procida zeichnet vieles von dem aus, was diese Orte so einmalig macht; und doch ist das Inselchen anders. Nicht zuletzt deshalb, weil sich seine „Hauptstadt“ das Flair eines italienischen Fischerdorfes bewahrt hat. Obwohl sie als dichtest besiedelte Insel im Mittelmeer gilt, wirkt sie verschlafen; ganz so als ginge sie der Rummel ringsum nichts an. Natürlich sind im „Ferragosto“ Tavernen und Bars gefüllt. Nur wird hier nicht – wie leider schon so oft im Revier – fast ausschließlich Englisch oder Deutsch gesprochen: Hier kultiviert man noch das Neapolitanische! Eine Sprache, mit der selbst manche Italiener ihre Probleme haben. Aber anders als in Neapel ist hier alles blitzsauber. Selbst der Verkehr wirkt in Marina di Procida (auch Sancio Catolico oder kurz Sant’Co genannt) kein bisschen chaotisch.

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In Heft 3/2021: Top-Reviere Türkei

„Zwischen Orient und Okzident“

Zwischen Millionen-Metropole und völliger Einsamkeit, vom Trubel bis zum seglerischen Neuland. Kaum ein anderes Revier im Mittelmeer bietet Seglern so viel an Abwechslung wie die Küsten der Türkei.
In keinem anderen Mittelmeer-Land sind die Segel Reviere so unterschiedlich wie in der Türkei. Man vergleiche nur die seglerisch kaum erschlossenen Küsten des Schwarzen Meeres mit den ausgereizten Revieren zwischen Bodrum und Marmaris. Dazwischen liegt mit dem Güllük Körfezi ein Seegebiet, das sich, wie es scheint, aus dem Bewusstsein der Segler verabschiedet hat. Lykiens Küsten konnten sich viel von dem erhalten was sie schon immer so liebenswert gemacht hat; mit ein Grund könnte sein, dass die Pfade zwischen Göcek und Antalya zu wenig ausgetrampelt und Charter-Seglern daher suspekt sind. Was dahinter folgt ist ein touristischer Gräuel. Segler hingegen haben dieses Revier zwischen Side und Alanya noch nicht für sich entdeckt; von dem, was sich dahinter bis zur syrischen Grenze erstreckt, gar nicht zu reden. Dabei ist gerade dieser Teil der Küste ein Traum für alle, die die Türkei noch so erleben möchten, wie das Revier einst war: Gastfreundschaft wird großgeschrieben, Herzlichkeit gratis mitgeliefert; die Küsten triefen vor Kultur, das Segelrevier geizt nicht mit Reizen. Bis hinunter nach Samandağ! Von dessen Hafen kann dann in einem Nacht-Törn nach Zypern segeln, dessen Nordküste die Reviere der Türkei effektvoll abrunden würde.
Marmarameer – Istanbul:  
„Zwischen Harem und Serail“
Istanbul ist wohl die einzige Millionenmetropole der Welt die auf zwei Kontinenten liegt. Ein Traum für Segler! Sollte man meinen. Doch leider gibt es da diesen Schlag nordwärts, meist gegen den Wind und in den Dardanellen auch immer gegen einen Strom, der vier Knoten und mehr erreichen kann. So gesehen ist der „Hellespont“, wie die Wasserstraße in der Antike (nach einem der zahlreichen Ableger von Zeus‘ außerehelichem Liebesleben) benannt worden war, eigentlich ein Fluss, der immer nur in eine Richtung strömt: Südwest Warts! Bergwärts sollte man sich daher nahe ans Ostufer halten. Nur so kann man dem Strom halbwegs und dem Schiffsverkehr (der hier absolute Priorität hat!) am besten entgehen. Yachten finden in der Enge nur wenig Schutz. Çanakkale‘s Hafen bietet gerade so viel an Sicherheit, dass man unbesorgt mit dem Bus zu den Ausgrabungsstätten nach Troja fahren kann. Nahe der engsten Stelle, an der Leander Nacht für Nacht zu seiner Hero geschwommen sein soll, kann man ebenso ankern wie in der Bucht bei Gelibolu, die sich auch gut zum Übernachten eignet.

Karten zu den einzelnen Revieren können Sie hier downloaden ...

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In Heft 3/2021: Auf den Spuren der Wikinkger

Atlantiküberquerung in kleinen Schritten

Knapp 1.000 Jahre ist es her, dass Leif Eriksson, Sohn des berühmt berüchtigten Erik „der Rote“ Thorvaldsson, mit seinem Wikingerboot in Vinland, vermutlich dem heutigen Neufundland, landet und damit Amerika entdeckt.

Als wir am 12. April 2019 unsere Nanook II, eine Etap 37s, in Kiel zu Wasser lassen, scheint L‘Anse aux Meadows im Nordosten Kanadas, die ehemalige Wikingersiedlung, welche in den Sechziger Jahren von den Norwegern Helge und Anne-Stine Ingstad entdeckt wurde, noch in weiter Ferne. Nur das norddeutsche Wetter ist schon ganz nach dem Geschmack der Wikinger und überzieht das Deck morgens mit einer dünnen glitzernden Eisschicht.
Schon einige Jahr haben wir – Vater Gerald (72) und Sohn Sven (29) – mit dem Gedanken gespielt, auf den Spuren der Wikinger über den Atlantik zu segeln. Vor knapp zwei Jahren haben wir dann mit Nanook II das passende Boot gefunden und mit Svens Schulfreund Jakob (29), der auf den Färöer zusteigen würde, den dritten Nordmann. Drei wilde Kerle aus Graz in der sonnigen Steiermark wollen also in knapp 5 Monaten noch einmal Amerika entdecken.
Einsame Häfen in der Ostsee
Nachdem Ausrüstung und Proviant (von dem wir einen großen Teil in Österreich bzw. Deutschland gekauft haben) verstaut sind, laufen wir zu zweit am Ostermontag in Eckernförde Richtung Dänemark aus. Auch wenn wir mit Jakobs Landung auf den Färöer am ersten Juni unseren einzigen Fixpunkt auf der Reise haben, wollen wir es gemütlich angehen und arbeiten uns in Tagesetappen durch die noch verlassenen dänischen Häfen Richtung Norden.

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In Heft 2/2021: Inselhüpfen

Kleine Inseln der zentralen Ägäis

Die großen Namen halten heute oft nicht mehr was sie einst versprachen. Auf den kleinen Inseln kann man hingegen die Ägäis noch so erleben wie sie einst war.

Es ist wahrlich ein Traumrevier für alle die Segeln lieben! Nirgendwo sonst zaubert der Meltemi solche Schaumkronen auf die tiefblauen Seen, in keinem anderen Revier ist das „Licht der Ägäis“ so klar wie in deren Zentrum. Vor 45 Jahren hatte ich hier erstmals ein Boot gechartert. Es waren die großen Namen, die mich in die Ägäis lockten. Zu Recht, denn jede dieser Inseln war es damals wert besucht zu werden. Doch was ist aus ihnen geworden!? Mýkonos gilt selbst bei vielen Griechen als Schandfleck, Santorin müsste wegen der vielen Kreuzfahrer den Tourismus-Notstand ausrufen und selbst in dem früher so stillen Kéa machen heute die Crews von Speed-Booten aus Athen die Nacht zum Tag. Muss ich deshalb künftig auf mein Lieblingsrevier verzichten? Mitnichten! Nachdem ich mich mit dem Segelführer auseinandergesetzt habe, wird mir schnell klar, was ich alles noch nicht gesehen habe. Da gibt es jede Menge kleiner Inseln, die kaum jemand kennt, mit einsamen Buchten die nur darauf warten entdeckt zu werden. Schon bald sind es viel mehr, als ich in meinen für zwei Wochen geplanten Törn hineinpacken kann.

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In Heft 2/2021: Stay Safe in Croatia

Sicher segeln und reisen in Kroatien

Neue Kampagne hilft bei der Reiseplanung: „Stay Safe in Croatia“

Können wir wieder Reisen? Und wohin?! Eine Antwort darauf liefert das Kroatische Tourismusministerium mit dem neuen Sicherheitssiegel: „Stay Safe in Croatia“. Dieses Label wird kroatischen Betrieben rund um den Tourismussektor verliehen, die einen detaillierten Hygieneplan umsetzen, um ihren Gästen einen unbeschwerten und corona-sicheren Aufenthalt zu bieten.
Auch die Vercharterer entlang der Küste betreiben großen Aufwand, damit ihre Chartergäste unbeschwert und sicher segeln und Motorbootfahren können.
 Schon am Eingang  zum Charterbüro signalisiert das gut sichtbare Zeichen, dass sich die jeweilige Yachtbasis an der Kampagne „Stay Safe in Croatia“ beteiligt. Somit können die Gäste sicher sein, dass die Betreiber der Sicherheit ihrer Gäste höchste Aufmerksamkeit widmen.
„Die Touristen sollen zu uns kommen. Sie können sich bei uns frei bewegen, die Geschäfte sind geöffnet, die Konobas, Restaurants und Bars ebenfalls. Es scheint die Sonne die meiste Zeit und es herrschen frühlingshafte Temperaturen. Unsere Gäste sollen sich bei uns wohlfühlen, ohne Angst vor Ansteckung – sie können in unseren Anlagen entspannen und die düstere Winterzeit vergessen.“ Das ist der Tenor aller vom Autor Hans Mühlbauer befragten Personen.

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In Heft 2/2021: Pures Glück

Tier Sichtungen im Mittelmeer

Sichtungen von Walen und Delfinen lösen oft größte Freude aus. Den Meeressäugern zu begegnen ist in manchen Revieren wahrscheinlicher als in anderen. Silvia Frey von KYMA sea conservation & research weiß, welche Gebiete im Mittelmeer sich für Beobachtungstörns besonders lohnen. Und wie man sich bei Sichtungen verhalten sollte.
Wer schon einmal in Begleitung von Delfinen gesegelt ist oder eine Walflosse aus dem Wasser hat winken sehen, weiß: Begegnungen mit Meerestieren sind wunderschön, eindrücklich – unvergesslich. „Ich habe schon einige bei ihrer ersten Delfinsichtung weinen sehen“, erzählt Dr. Silvia Frey von der Meeresschutz-Organisation KYMA sea conservation & research. Jedes Jahr verbringt sie zwei Monate vor der Küste Siziliens, um an ihrem Forschungsprojekt weiterzuarbeiten. Mit dabei sind jeweils pro Woche sechs bis sieben Interessierte, die einen Platz auf dem Segelschiff buchen können und an Bord mithelfen, Delfine, Wale, Meeresschildkröten und manchmal auch Haie zu dokumentieren. „Mit den Daten können wir zur Entstehung von Schutzgebieten beitragen“, so Silvia Frey.

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In Heft 1/2021: Montenegro

Im Revier der "schwarzen Berge"

Vor wenigen Jahren noch ein Geheimtipp, ist Montenegro heute auf dem besten Weg zu einer nautischen Nobeldestination zu werden.
Immer wenn ich nach Montenegro komme, frage ich mich, wie das Land bloß zu seinem Namen kam? Wo doch kein einziger Berg hier schwarz ist! Im Gegenteil: Der Fels ist hellgrau und wenn das Licht stimmt, schimmert er sogar silbern. Möglich ist, dass jenes „Crn“ (schwarz) im Namen von Ivan Crnojevic (das war der Gründer von Cetinje) der Grund für die Namensgebung war. Es gäbe allerdings eine Erklärung, die noch logischer wäre. Die Bucht von Kotor ist, das bezeugen die Statistiken, die Gegend mit der größten Niederschlagsmenge. In Europa! Wenn die vom Wind aus der Adria gegen die Berge getriebenen Wolken sich an ihnen auszuregnen beginnen, kann selbst das Grün an ihren Hängen die tiefschwarz über der Bucht von Kotor dräuende Düsternis nicht mehr aufhellen. Dann trägt – oft über Tage hinweg – Montenegro seinen Namen wahrlich zu Recht. Noch immer ein Rätsel sind die Windverhältnisse im einzigen Fjord Europas. Deshalb muss man besonders in seiner inneren Bucht mit allem und jedem rechnen. Da kann es in Kotor windstill sein und auch noch, wenn man längsseits an die Mole von Perast geht. Doch noch bevor man dessen historischen Stadtkern besichtigt hat, kann der Wind plötzlich gegen den Kai stehen. Und das so hart, dass man froh sein muss, wenn man ohne Schrammen in der Bordwand von ihr freikommt. Doch schon nach wenigen Meilen kann einem in der Bucht von Risan eine Bura um die Ohren pfeifen. Wer dann darauf baut, von ihr in die äußere Bucht geblasen zu werden, könnte sich täuschen, denn die Verige-Enge braut sich meist ihr eigenes Wetter zusammen.

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In Heft 1/2021: Stille Tage in Skradin

Nein, nicht wie Henry Millers Stille Tage in Clichy, gemeint sind Arbeitstage auf einer Segelyacht in der Marina Skradin im späten November. Der Kontrast zum kalten grauen Nebelmeer in Wien könnte größer nicht sein!

Fernab von Corona und Lockdown angenehm warme Tage, sobald die Herbstsonne höher steigt. Kalt sind nur die Nächte, ohne Heizlüfter und Radiator wäre es am Schiff höchst ungemütlich.
In der Marina herrscht Ruhe und Beschaulichkeit, die Rezeption ist nur stundenweise besetzt, aber saubere Toiletten und aus den Duschen kommt heißes Wasser. Die Yachten dösen vor sich hin, es ist windstill, keine Geräusche aus den Riggs, kein Klimpern und Klappern.
Keine nervösen Marineros, die herumhirschen, in einer Hand die Muringleinen, in der anderen das rauschende Funkgerät. Keine hektischen Crews, die mit den Festmachern und den Tücken des Radeffektes kämpfen. Keine Musik aus Lautsprecherboxen, keine Marina-Bar… Im Hafen keine Ausflugsboote, die chinesische Touristen zum Nationalpark bringen.
Das neue Kabel für den Geber der Windmessanlage muss eingezogen werden. Mittagsrast auf einer Begrenzungsmauer bei 20 Grad in der Sonne mit einem Bier in der Hand, schläfrige Diskussion – … sollen wir von unten oder von oben…, welches Fall ist g’scheiter zum aufentern, und, und…
Na ja, morgen wollen wir raus auf die offene Adria…

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In Heft 1/2021: Auf und ab in Panama

von Carola & Martin Breyer

Im Spätsommer 2018 haben Carola und Martin Breyer die Leinen gekappt und sind auf ihren Katamaran Lani gezogen, um von nun an die Welt auf dem Wasser zu bereisen. Traumziel: Neuseeland. Inzwischen sind sie in Mittelamerika angekommen, haben den Panama-Kanal hinter sich gebracht und den Ozean gewechselt. Nun ist der Pazifik ihr Segelrevier. Doch wie war es in dem Kanal, vor dem die meisten Segler doch gehörigen Respekt haben, und was muss man dort beachten?
Von St. Martin kommend haben wir die Saba-Bank großzügig umschifft, da sich dort wegen des flacheren Wassers eine ungemütliche See aufbaut. Danach ging es auf eher westlichen Kurs, damit wir ein dauerhaftes Unwetter vor Santa Marta / Cartagena im Abstand von etwa 100 Seemeilen im Norden passieren konnten. So haben wir bis nach Panama gute 1200 Seemeilen in neun Tagen zurückgelegt.

Vor lauter Kanalberichtlesen haben wir ganz versäumt, uns um das Einklarieren zu kümmern. Irgendwo stand, dass man sich mindestens 48 Stunden vor Ankunft per E-Mail in Panama anmelden müsse, doch leider war keine entsprechende E-Mail-Adresse zu finden. Selbst die Botschaft in Berlin hat uns nicht weiterhelfen können. So haben wir an zwei Mailadressen gemailt, die uns glaubwürdig erschienen. Wir haben allerdings nicht in Erfahrung gebracht, ob das jetzt wirklich notwendig war.

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In Heft 4/2020: Kanaren - Lanzarote & Fuerteventura

Feuerberge und Wüstensand

Lanzarote und Fuerteventura gelten als Urlaubsinseln. Dass sie auch ein Segelrevier bieten, das keinen Vergleich mit anderen Kanareninseln zu scheuen braucht, wissen die wenigsten.
Lanzarote und Fuerteventura sind Schwestern. Als erste der Kanareninseln, wurden Sie vor zwanzig Millionen Jahren von Vulkanen aus dem Taufwasser des Atlantiks gehoben. Doch während Fuerteventuras Vulkane bald vor sich hin dämmerten, blieben jene auf Lanzarote aktiv. In einem Inferno aus Feuer, Lava und Asche, modellierten sie das Gesicht der Insel immer wieder neu. Das letzte Mal vor 180 Jahren. Ihr heutiges übt, mit einer Mischung aus Schönheit und Schrecken, jene Faszination aus, der man einfach erliegen muss. Hundert Vulkane mit dreihundert Kratern, die rot unter der Sonne über Strömen schwarzer Lava glühen, sollten auch eine Verlockung für jeden Segler sein. Um sein Schiff braucht sich keiner Sorgen zu machen: Mittlerweile gibt es auf Lanzarote genügend Häfen, in denen es sicher liegt.
Das kleine La Alegranza ist die nördlichste Insel des Archipels. Als ich das erste Mal auf die Kanaren kam, war der Anblick der „Erfreuenden“ für mich das Erfreulichste, seitdem ich von Funchal auf Madeira ausgelaufen war. Statt vom Passat gewiegt, hatte ich mir den Weg nach Lanzarote hoch am Wind, verschärft durch so manchen Schlag nach Luv, mühsam erkämpfen müssen.

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In Heft 4/2020: Unser erstes Jahr mit Supertramp

Mittelmeertörn

Als wir, meine Frau und ich, 2019 zu „Zeitmillionären“ wurden, verwirklichten wir unseren Traum und kauften uns ein gebrauchtes Segelschiff. In über fünf Monaten segelten wir die „SUPERTRAMP“ von La Manga/Spanien bis Monfalcone/Italien, quer durchs Mittelmeer. Dabei besuchten wir die Balearen, Sardinien, Korsika, Elba, die Pontinischen Inseln, fuhren durch die Straße von Messina und besuchten die Tremitischen Inseln.
Unser Traum erfüllt sich
Da meine Frau und ich ab Beginn 2019 Zeitmillionär waren (das mit den Euros haben wir nicht geschafft), konnte ich das Projekt „eigenes Schiff“, dass ich schon lange im Kopf hatte, angehen. Es begann eine sehr anstrengenden Internetrecherche mit gefühlten Millionen von Gebrauchtbooten. Surft man einen Tag im Internet, so weiß man am Abend nicht mehr, wo man was gesehen hat. Also habe ich mit Hilfe einer selbst erstellten Excel-Auswahlliste versucht, mir hier Klarheit zu verschaffen. Meine liebe Frau war natürlich auch bei der Auswahl behilflich. Für sie musste unser Schiff ein bequemes Bett in einer geräumigen Achterkabine haben – also Mittelcockpit – und es sollte blau sein. Das schränkte, Gott sei Dank, die Auswahl ziemlich ein. Diese Vorgabe, gepaart mit meinen Anforderungen wie Alter, Ausstattung, Motorstunden etc. führte uns schnell zu einer Bénéteau Oceanis 40CC. Die Vorbesitzer, ein sehr nettes deutsches Ehepaar, haben die Yacht immer gut gepflegt und wenig benutzt. Anfang März 2019 haben wir, gemeinsam mit unserem Sohn Lukas, das Schiff in La Manga (nähe Alicante) zwei Tage gecheckt, uns in das Schiff sofort verliebt und gekauft. Jetzt sind wir Schiffseigner der SUPERTRAMP!
Wieder daheim deckten uns die nächsten Wochen mit dem Vorbereitungswahn ein, denn wir wollten das Schiff, im Herbst, in der nördlichen Adria überwintern. Aber was packt man ein, wenn man fünf Monate am Schiff leben möchte? Na klar, nicht zu viel, aber doch dies und das. Letztlich waren es 14 Kartons, die wir per Paketdienst vorausschickten. Jetzt musste noch die Anmeldung unserer SUPERTRAMP mit Messbrief, Seebrief und Funkzulassung erledigt werden. Dank der Unterstützung einiger Spezialisten vom OSYC eine relativ einfache Sache. Noch eine Schiffsversicherung auswählen, EPIRB, AIS und Handfunkgerät besorgen, Autos abmelden, unser Haus versorgen, eine Bordapotheke erstellen, den Gefrierschrank leeren, und, und, und …. Es schien so, als kämen wir nie los. Aber dann buchte ich einen Flug nach Alicante und der Termin war gesetzt.

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In Heft 3/2020: Süddalmatinische Inselwelt

Der Trend zu Törns in Dalmatien ist ungebrochen. Dabei steht die Dubrovnik vorgelagerte Inselgruppe bei vielen Seglern ganz oben auf der Wunschliste.

Harald schwärmt gerne von jenen Zeiten, als er, zusammen mit drei Freunden, auf einem 26 Fuß langen Boot durch Dalmatiens Inselwelt segelte. Jawohl: Segelte! Denn der Außenborder hing damals nur am Heck, um leichter längsseits an die Mole in einem Fischerhafen gehen zu können. Was war das für ein Ereignis! Der halbe Ort lief zusammen, um mal eine „Yacht“ zu sehen. Die Konobas waren urig, das Essen handfest kroatisch und billig. Von den Preisen für den Wein gar nicht zu reden. Heute, fünfzig Jahre später, ist er mit an Bord, als ich einen 42-Fuß-Katamaran aus der ACI-Marina hinaus in den Ombla-Fluss bugsiere. Als man sie plante, waren Schiffsbreiten von acht Metern noch unbekannt, entsprechend eng ist das Fahrwasser zwischen den Stegen. Unter der Dubrovnik-Brücke motoren wir noch durch, dann setzen wir die Segel nahe jener Mole, an der bereits ein Kreuzfahrtschiff liegt. Gestern waren es zwei. So an die 6.000 Kreuzfahrer stürmten Dubrovnik, dessen durch Doppelwälle geschützte Festung einst als unbezwingbar galt. Uns war das eine Warnung. Noch abends disponierten wir um. Vor allem Buchten abseits der touristischen Höhepunkte stehen nun auf dem Törnplan. Ob es uns gelingen wird, damit dem Trubel zu entgehen, wird sich allerdings erst weisen müssen.
Bura Acht, in Böen Neun
Nach dem ersten Segeltag sieht es ganz danach aus. An der kurzen Hafenmole von Žuljana liegt zwar schon eine Yacht, die Bucht haben wir jedoch für uns allein. Dass unser Kat kein Flautenläufer ist, haben wir auf dem Schlag hierher bemerkt; es brauchte schon einiges an Wind, um ihn zum Laufen zu bringen. Dafür verwöhnt er uns vor Anker mit einem Komfort, den uns kein Einrümpfer bieten kann. Nach der Hektik gestern, genießen wir die Ruhe in der Bucht, richten uns ein und machen uns mit dem Schiff vertraut. Moderater SW-Wind schiebt uns am nächsten Tag nach Korcula.

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In Heft 3/2020: Lofotentörn

13 Juwelen

Seit einigen Jahren kann man auch auf den Lofoten Segelboote chartern. Eigentlich wollte die Skipper-Ehefrau ja in den Süden, aber als sie Fotos von den „Inseln des Lichts“ sah, brauchte es keine Überzeugungsarbeit mehr. Dabei hatten wir nicht einmal besonderes Wetterglück. Jeder Tag war ein Juwel auf unserem Lofotentörn.
Unser Törn beginnt mit einem Planungsfehler des Reisebüros, das nicht bemerkt hatte, dass es auch eine schnelle Fähre von Bodö nach Svolvaer gibt, der Hauptstadt der Lofoten. Um nur ja rechtzeitig Samstagnachmittag das Schiff übernehmen zu können, reisen wir also bereits Freitagfrüh von Wien ab, besorgen uns in Bodö ein USB-Modem und übernachten im relativ günstigen, aber sehr netten Hotel Clarion – wir haben es nicht bereut. Am nächsten Tag besteigen wir gegen Mittag die Hurtigruten, die uns bis 18:00 nach Svolvaer bringt. Eine traumhaft ruhige Überfahrt, aber leider ohne den ersehnten Blick auf die berühmte Bergkette.
Denn das Wetter ist verhangen und regnerisch, als uns Ivar Bertelsen und seine Frau in Empfang nahmen. Ivar Bertelsen und sein Sohn Espen, den wir bei der Rückgabe des Bootes treffen, sind „echte Wikinger“, klein, kräftig, herzlich und unkompliziert. Sie betreiben gemeinsam die Firma Boreal Yachting (https://boreal-yachting.com), die Boote in Tromsö, dem Heimathafen, und Svolvaer verchartert und auch Kurse anbietet. Die Bootsübernahme geht ruckzuck, das Schiff, eine Delphia 33, ist neu und wird uns in den kommenden Tagen ausschließlich Freude bereiten. Das Wichtigste in diesen Breiten 250 km nördlich des Polarkreises auch im Sommer: Das Boot ist mit einer Dieselheizung ausgestattet, die uns in den zwei Wochen schön trocken hält – eine wichtige Voraussetzung für ungetrübten Segelspaß in dieser Region! Das Boot zeichnete sich außerdem durch eine sehr gute Kursstabilität aus, das Handling an Deck war einfach und auch das Innenleben überzeugte mit einer gut durchdachten Raumplanung.

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In Heft 2/2020: Euböa Rund - "Eine griechische Melange"

Man ankert frei oder teilt sich den Hafen mit Fischern, statt Fastfood in sich hinein zu schlingen speist man griechisch. Natürlich stressfrei, denn das Wort „Hektik“ ist auf Euböa noch weitgehend unbekannt.

Was für ein Erlebnis sich vom Meltemi Euböas Nordostküste hinunter blasen zu lassen! Was für ein Genuss vor einer unbewohnten Insel auf türkisem Wasser zu schweben, in einer Bucht, die man mit etwas Glück auch mal für sich alleine hat. Die Häfen muss man sich meist nur mit Fischern teilen, fehlende Marinas vermisst man nicht. Den südlichen Golf von Euböa hoch zu segeln, schafft man fast immer mit einem harten Anlieger und, weil vom Land abgedeckt, in glattem Wasser. Bucht um Bucht bietet sich zum Ankern an, nach jedem Segeltag erwartet einem im Hafen eine Kneipe, an der die Hamburger-Kultur spurlos vorübergegangen ist. Pfeffer ins Geschehen bringt die Fahrt durch den Kanal von Chálkis, oft erst nach Mitternacht und gegen einen durch die Enge gurgelnden Strom. Ganz anders der nördliche Golf von Euböa. Dessen Küsten sind schroff. Steil ragen die Berge auf, oft bemützt von einer Wolkenhaube, die ihnen der Meltemi aufgesetzt hat. Kaum eine Bucht schneidet hier in die Küsten, nur wenige Häfen bieten sich an. Liegt man sicher in einem, ist die nächste Kneipe nie weit. Speisekarten sind rar, denn in dieses touristische Abseits verirren sich fast nur Griechen. Einen solchen Törn rund um Euböa können einem nur Wind und Wetter vermiesen. Bei uns haben sie es versucht, doch der Frust darüber schaffte es nicht, uns das Erlebnis zu schmälern.

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Im Heft 2/2020: Saronischer Golf im August

Geht´s noch?

Wer kennt sie noch nicht – die überfüllten Buchten, Marinas und Stadthäfen in der Hochsaison. Dieses Mal sind diese Erscheinungen weniger unsere Sorgen, weil sie hier nicht merkbar sind. Viel mehr berühren uns bei diesem herausfordernden Törn ganz andere Themen.
Wir – das sind eine im Laufe der letzten 9 Jahre gereifte Herrenrunde, bestehend aus unserem Skipper Willi Kropshofer, dem seriös-biederen Cocktail der Banker Thomas Flatschacher, Martin Heigl, Martin Wurm und Ernst Habusta und dem Reiseveranstalter und Crew-Shirt-Sponsor Franz Silbermayr.
Wie man sich gut vorstellen kann, ist bei Banker-Törns die geplante Route im Vorfeld minutiös ausgetüftelt, auch die Aufgaben an Bord sind schon lange vor dem Reiseantritt klargestellt und keine Rede – natürlich nimmt der Bordkassier Martin eine zentrale Rolle ein. Ein Ziel ist somit klar: alles soll strikt nach Plan und sauber ablaufen. Das Revier selbst, altbekannt von unseren Club-Regatten, sollte uns nicht wesentlich aufregen.

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In Heft 1/2020: Sizilie - Ostküste

Charybdis, Zyklopen und der „Berg der Berge“

Nur wenige Chartercrews verirren sich an Siziliens Ostküste. Das ist schade, denn so entgeht ihnen manch alte Stätte, umwoben von noch älteren Mythen und ein Segelabenteuer ganz im Bann des „Berges der Berge“.
„Was macht der Skipper, wenn er absolut ratlos ist?“
Erst mal abwarten wie das Wetter nach dem Frühstück aussieht. Mehr Zeit bleibt mir nicht, denn abends müssen wir in Messina sein, sonst können wir unseren Törnplan nicht einhalten. Die sechzig Meilen dahin wären kein Problem. Sorgen bereiten mir nur die Wetterberichte, von denen der eine schlecht und der andere noch schlechter ist. Fragt sich welcher stimmt? Schließlich macht es einen Unterschied, ob Regen bei 15 Knoten Wind niederprasselt oder von 39 Knoten in die Segel gepeitscht wird. Nach dem Frühstück ist die Lage noch immer unverändert flau. Also nichts wie raus aus der Marina Capo d‘Orlando! Dabei müssen wir auf einen Felsen achten, der gleich hinter der Hafenausfahrt lauert; er erhält wahrscheinlich erst einen Marker nachdem die erste Yacht auf ihn aufgebrummt ist. Als wir von ihm klar sind, kommt Wind auf. Aus ESE, wie vom Wetterbericht versprochen. Wir rollen das Groß aus. Bevor die Genua folgen kann, schleifen wir schon die Leereling durchs Wasser. Wir reffen. Als der Windmesser erstmals 39 Knoten anzeigt, ist auch das zu viel. Mit ganz wenig Tuch machen wir, obwohl wir sehr hart an den Wind gehen müssen, noch gute Fahrt. Ich muss mich entscheiden.

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In Heft 1/2020: Segeln mit Blinden

Eine Woche mit jungen Masseuren im Ionischen Meer

iederholung wegen Erfolgs: Schon im vergangenen Jahr war ich mit einem erfahrenen Segelfreund und drei jungen Blinden oder sehr stark in ihrer Sehfähigkeit beeinträchtigten Personen im Ionischen Meer segeln. Also hat der Blindenverband beschlossen, wieder einen Segeltörn für Mitglieder zu fördern, auch der OSYC, der Austrian Offshore-Yachtclub, unterstützt Blindensegeln und so kam auch heuer wieder ein Törn zustande – es kam sogar zu zwei Wochen, da sich nicht nur junge Mitglieder, sondern auch schon Ältere meldeten.
Zuerst war die Gruppe mit den Jüngeren an der Reihe, anschließend kamen die schon etwas älteren Mitglieder. Als Segelrevier wurde wieder das Ionische Meer ausgewählt, da hier der Wind üblicherweise nicht so heftig werden kann wie in der Ägäis, wo der Meltemi sehr stark blasen kann.
Unser Boot „Captain Stathis“ ist eine Sun Odyssey 49, nicht mehr ganz jung, mit der ich schon viele Wochen gesegelt bin. Gechartert habe ich wie schon oft bei Ionian Charter bei Eleni Vrioni.
Noch vor dem Törn gab es ein erstes  Treffen mit allen Teilnehmern – bis auf Theo, meinen Mitsegler, der verhindert war. Da noch keiner der Blinden je an einem solchen Törn teilgenommen hat gab es viele Fragen zu beantworten und ich hatte den Eindruck, dass alle begeistert auf die Woche am Meer warteten.
Am Samstag, dem 29. Juni 2019 ging es für die erste Gruppe los. Alle, auch Theo, wurden sehr zeitig in der Früh von einem Sammeltaxi abgeholt, um 05:15 startete der Austrian-Flug nach Levkas. Meine blinden Gäste waren alle aus der Massageabteilung des Blindenverbandes, Emrah, Martin und Sascha.

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In Heft 1/2020: Flussreise

Ferien auf Flüssen und Kanälen in Midi-Pyrenäen

Für entspannende Ferien auf dem Wasser hat Midi-Pyrenäen das größte Netz an schiffbaren Wasserwegen in Südwestfrankreich zu bieten.
Canal des Deux Mers, ausgezeichnet als Grand Site in Midi-Pyrenäen, mit den beiden Abschnitten: Canal du Midi: 241 km schiffbar zwischen Toulouse und Sète. Garonne-Seitenkanal: 193 km schiffbar zwischen Toulouse und der Gironde-Mündung. Garonne: Schiffbar im Stadtgebiet von Toulouse, wo der Canal de Brienne mit dem Canal du Midi verbindet. Lot: 75 km schiffbar zwischen Larnagol und Luzech. Tarn: schiffbar bei Millau und Albi. Baïse: 60 km schiffbar zwischen Valence-sur-Baïse und Buzet-sur-Baïse.
Für jeden dieser Wasserwege gibt es zahlreiche Angebote für Touren und Aufenthalte: Schiffsausflüge mit Erklärungen auf Kanälen und Flüssen, führerscheinfreie Hausboote für Ferien auf dem Wasser, Fahrten mit historischen Lastkähnen, reizvolle Gästezimmer auf ehemaligen Frachtschiffen, Restaurantschiffe an festen Anlegestellen, um lokale Spezialitäten in einem originellen Rahmen zu genießen, sowie Boutiquen auf Schiffen.

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In Heft 1/2020: Die Kornaten

Ein verlorenes Paradies?

Der Tourismus allgemein und im Besonderen der Wassertourismus brummt in Kroatien wie kaum sonst wo in Europa und auch die durch ihre Einmaligkeit hervorstechende Inselgruppe der Kornaten bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont. An der touristischen Überlastung dieser Inseln hat die Ernennung zum Nationalpark mit Eintrittsgebühren und Umweltauflagen nichts geändert. Viel zu wichtig sind die Einnahmen aus dem Tourismus und zu sehr faszinieren diese ca. 150 eigenartigen Inseln, Inselchen und Riffe, die sich auf einer Fläche von ca. 400 km² drängen. Damit ist der Archipel nicht viel größer als der Neusiedler See, der ca. 320 km² vermisst.
1977 – man segelte damals noch in Jugoslawien und man bezahlte mit Dinar, hatte ich meine erste Berührung mit den Kornaten, als ich an Bord der „Therose“ der Segelschule Grado einen Ausbildungstörn für meine bevorstehende B-Schein-Prüfung absolvierte. Wir machten an der Mole der kleinen Konoba „Kod Mare“ auf der Insel Katina für die Nacht fest, direkt neben der Proversa Vela gelegen, damals die einzig mögliche Durchfahrt zwischen der ca. 45 sm langen vor 2.000 Jahren noch zusammenhängenden Inselreihe Dugi Otok – Katina – Kornat und dem Srednji Kanal im Osten, der zum dalmatinischen Festland samt seinen vorgelagerten Inseln leitet. Das Befahren der Proversa Vela war nur Motorbooten und kleineren Segelyachten und das nur mit Ortkenntnis möglich. Dafür war hier der abendliche Treffpunkt einiger Trawler, die in den Kornaten bis heute gute Fang-Ergebnisse erzielen. Das Kod Mare war Sammelstelle der Fischereigenossenschaft Zadar. Das einfache kleine Wirtshaus hatte ein paar eigene Anlegeplätze und lag unter schattenspendenden Bäumen. Man konsumierte – natürlich frischen Fisch.

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In Heft 4/2019: Kap Verden

Feuer und Wasser

Jede Insel ist ein Kleinod, eine Welt für sich. Beständig fächert der Passat durch ein Revier, dessen rauer Charme so einzigartig ist, dass keiner, der hier gesegelt ist, die Kap Verden je vergessen wird.
„Dass die Kap Verden Suchtpotential haben, merkte ich schon bald“.
Ein bekannter Weltumsegler schrieb einst: „Ich rate jeder Yacht ganz dringend davon ab, jetzt und in naher Zukunft Mindelo anzulaufen“ und fügte hinzu: „Dreißig Prozent aller Yachten werden dort Opfer von Raub und Diebstahl“. Ein anderer Weltenbummler zeigte sich davon wenig beeindruckt. Kurz nachdem der Inselstaat von Portugal in seine Unabhängig entlassen worden war, klarierte er in dessen Hauptstadt Praia auf Santiago ein. Etwas aufwändig zwar aber im Wesentlichen problemlos. Das ermutigte mich, Mindelo anzusteuern. Im November 1990 kam kein Einklarierungskommando mehr angebraust. Unbehelligt verbrachte ich die erste Nacht in der großen Bucht. Erst am nächsten Tag erhielt ich Besuch von drei Herren, die mir unbürokratisch und kostenlos freie Fahrerlaubnis erteilten. Dafür bedankte ich mich mit einer Flasche Whiskey und einer Stange Zigaretten. Ich blieb eine Woche. Weder wurde ich in dieser Zeit beraubt noch bestohlen, nur bei meinen Einkäufen maßvoll übervorteilt. Damals konnte man nur das kaufen, was am Straßenrand angeboten wurde. Alles aus eigenem Anbau! Auch die Tomaten. Sie waren klein, manche mit Malen übersät und rissig. Die letzten aß ich drei Wochen später. Das war kurz vor Martinique. Immer noch waren sie fest und schmeckten keinen Deut schlechter als am ersten Tag.

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In Heft 4/2019: Seychellen

Von Mahé nach Silhouette, Bird Island, Praslin, La Digue, Curieuse, Cousin und Grande Soeur

Die Seychellen sind nicht zuletzt wegen ihrer charakteristischen Granitfelsen, die auch in diversen Werbespots gezeigt wurden, weltbekannt. Im westlichen Teil des Indischen Ozeans gelegen verfügen die Inseln über eine reiche endemische Flora und Fauna. Besonders beliebt bei Besuchern sind die Aldabra-Riesenschildkröten. Als erstes Land der Erde hat der kleine Inselstaat den Naturschutz in seine Verfassung aufgenommen. Es wurden umfangreiche Schutzgebiete eingerichtet um die einzigartige Artenvielfalt zu erhalten. Touristen schätzen vor allem die traumhaften Strände und die ganzjährig warmen Temperaturen. Das Klima ist tropisch mit einer Luftfeuchte von 80 %. Man spricht Kreolisch, Französisch und Englisch. Kulinarisch darf man sich auf bodenständige kreolische Küche einstellen, die von Reis- und Fischgerichten bestimmt ist. Wir beginnen unseren Törn auf Eden Island, einer künstlichen Insel vor der Küste von Mahé. Das Areal, in dem sich neben einer weitläufigen Hotelanlage auch die Marina befindet, wird nur mit elektrischen Golfcarts befahren. Es ist ein guter Ort um nach der Anreise zu entspannen. Die von uns gebuchte Segelyacht erlitt leider wenige Tage zuvor einen erheblichen Schaden und musste aus dem Wasser. Einzig verfügbarer Ersatz ist der Leopard 51 Powercat LE GRAAL, ein Raumwunder auf drei Ebenen mit 700 PS. Als bekennende Segler blicken wir dem ungeplanten Urlaub auf einer Motoryacht erwartungsvoll entgegen.

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In Heft 4/2019: Kurztörn für Genießer

Der Pagasäische Golf und die nördlichen Sporaden

Wer die nördlichen Sporaden, also die Inseln Skiathos, Skopelos, Alonnisos, Skyros, dazu ein paar kleine, ohne Stress befahren und erkunden will, sollte sich möglichst 2 Wochen Zeit nehmen, 6 Segeltage sind eigentlich zu wenig für dieses wunderbare Revier. Der hier beschriebene herbstliche Wochentörn, gesegelt im September 2019 von einer 5-köpfigen Crew, kann daher nur ein paar Highlights angeben.
Ausgangspunkt für einen Törn in diesem Revier wird meist entweder die Stadt Volos am Festland oder die Insel Skiathos sein. Beide sind mit Charterflügen ab Wien erreichbar. Wir wählten Volos, das von der AUA an Samstagen angeflogen wird, allerdings nur während der Urlaubssaison von Mai bis September. Der Transfer vom/zum Flughafen wird auf Wunsch vom Stützpunkt organisiert und dauert ca. eine halbe Stunde.
Volos ist eine große Hafenstadt (fast 200.000 Einwohner mit den Randgemeinden) und präsentiert sich als moderne europäische Stadt, Verkehrsrummel inklusive.

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In Heft 3/2019: Peljesac / Dalmatien

Zu den Weinen des Peljesac

Mal ehrlich: Wussten Sie, dass vom Pelješac die besten Austern und die bekanntesten Weine Kroatiens kommen? Und so ganz nebenbei ist die Halbinsel auch noch ein Segelrevier, das keinen Vergleich mit anderen in Dalmatiens Inselwelt zu scheuen braucht.
Die Weine des Pelješac haben einen guten Ruf. Ihre Trauben reifen noch auf Wein-Bergen, die diesen Namen auch verdienen. Steil sind sie und der Boden ist oft so karg, dass sich die Rebstöcke in den blanken Felsen zu krallen scheinen. Regen gibt es meist nur im Frühjahr. Danach knallt die Sonne auf die steil nach Süd abfallenden Hänge und reift einen Sommer lang die Trauben des Mali Plavac. Der Ertrag beim „Kleinen Blauen“ ist daher gering, der Zuckergehalt aber so hoch, dass Spitzenweine mit einem Alkoholgehalt von 15,5 Vol% angeboten werden. Jung sind sie oft rau und kratzig, erst nach fünf Jahren werden sie trinkbar. Deshalb kosten auch die sechs Flaschen, die ich für den Törn einkaufe, mehr als der restliche Bordproviant. Eigentlich wollten wir ja zu den Weinen des Pelješac segeln. Fragte sich nur wie? Zwischen den Häfen Trstenik und Orebic schmiegen sich Dörfer mit so klingenden Namen wie Dingac, Podobuce und Postup an die Hänge, hinter denen Potomje liegt. Aber nirgendwo gibt es eine Bucht oder auch nur eine Möglichkeit offen zu ankern. Deshalb diese sechs Flaschen. Mit ihnen soll jeder Segeltag im Zeichen eines Pelješac-Weines stehen.

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In Heft 3/2019: Segeln ins Westfriesland

Ein Plattbodenschiff hat mich schon lange interessiert. Man kann ein kleines Boot selbst chartern oder doch erst einmal mit einem Erfahrenen mitsegeln! Ich geb`s zu, meine Frau hat gebucht. Es war ein Volltreffer.

Das Schiff, die Lotus, ist eine Tjalk, 24,4 m lang, 5,1 m breit, 1 Mast, 230 m² Segelfläche. Baujahr 1889 ! 2009 restauriert. Es gibt 20 Schlafplätze. Bei unserer Reise waren neben dem Kapitän noch eine Köchin, ein Matrose, sowie 8 Österreicher und zwei deutsche Gäste an Bord. In den Kabinen, die man sich wie die Stockbettkabine  einer 44er vorstellen kann, gab es sogar ein Mini-Waschbecken neben den Betten. Ein Mitsegler hat es als „Kleinraumkonzept”  bezeichnet. Aber man hält sich sowieso nur zum Schlafen in der Koje auf.
Heimathafen der Lotus und unser Starthafen war Harlingen. Der Transfer von Schipol/Amsterdam hat eine Stunde gedauert. Harlingen liegt in Friesland am Wattenmeer, niederländisch: Waddensee. Das Wetter war „durchwachsen“, immer wieder Regenschauer.
In Harlingen war die größere Überraschung die Anzahl der Traditionsschiffe. Das ganze Hafenbecken war voll geschlichtet mit 100-jährigen Segelschiffen! Die Lotus lag als zweites Schiff im Päckchen. Zuerst gab es im Hafenrestaurant ein Ankommensbier und einen Erkundungsrundgang ins Stadtzentrum. Als wir zurückkamen lag die Lotus bequemerweise direkt am Steg. Viele der anderen Schiffe hatten schon abgelegt. Unser Kapitän, Erik machte uns mit seinem Schiff bekannt und stellte uns seine Crew, die Köchin Witzke und den Matrosen Mark vor. Das Auslaufen war am nächsten Tag mit der ablaufenden Flut nach dem Mittagessen Richtung Texel geplant.

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In Heft 3/2019: Kolumbien

Weshalb kommen so wenig europäische Segler nach Kolumbien?

Diese Frage stellte uns ein Kolumbianer im Club de Pesca de Cartagena. Er hatte als Clubmitglied sein wunderschönes und top gepflegtes klassisches Holzsegelboot zwei Plätze neben uns an der Muelle 3 festgemacht. Ein Muelle ist ein Steg und die Nummer 3 hier in Cartagena de Indias ist gleichzeitig Arbeitssteg und der Steg für Gastlieger. Auf seinem Boot wienerten, schmirgelten, ölten und lasierten die Arbeiter tagelang. Als sie fertig waren, durfte das Ausstellungsstück wieder an die Muelle 1 zurückkehren. Dort konnte die Yacht direkt von den Besuchern des sterneverdächtigen Club-Restaurants bewundert werden. Zu Recht!
Doch wie können wir nun auf die Frage des kolumbianischen Seglers, Bootseigners und Liebhaber klassischer Yachten antworten? Warum kommen denn so wenig europäische Segler nach Kolumbien?
Es gibt wahrscheinlich mehrere Gründe
Kolumbien liegt außerhalb der klassischen Atlantikrunde. Viele Segler kommen um die Weihnachtszeit über den Atlantik und segeln dann in den folgenden Monaten die Antillen rauf oder runter. Ein Teil der Segler verlässt nach einer Saison schon wieder die Karibik und kehrt im Mai über die Bermudas oder direkt von St. Martin aus nach Europa zurück. Der andere Teil sucht sich spätestens im Juli, also rechtzeitig vor der Hurrikan-Saison, einen sicheren Platz für das Boot, meist im Süden von Grenada oder besser noch in Trinidad. Hiervon wiederum bleibt ein Teil der Segler an Bord, der andere Teil stellt das Boot an Land und fliegt für sechs Monate nach Hause. In der folgenden  Saison teilt sich der verbliebene Rest der Segler, die nicht zum Beispiel durch den Panama-Kanal in den Pazifik gegangen sind, sondern in der karibischen Region bleiben wollen, auf. Es gibt die Antillen-rauf-und-runter-Segler und die Segler, die über Puerto Rico, Jamaika, Kuba, Mexiko dann für die nächste Hurrikan Saison nach Guatemala in den Rio Dulce nach segeln. Eine dritte Gruppe zieht es weiter nach Norden, die US-Ostküste entlang und in die Chesapeake Bay.

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In Heft 3/2019: Therapietörn

Delphine gegen Bluthochdruck

eider haben uns einschränkende Lebensumstände wie mein stressiges Arbeitsverhältnis gezwungen, ein Jahr auf diesen Törn warten zu müssen. In dieser Zeit wurde bei mir außerdem als Folge eben jenes Arbeitsalltags ein zu hoher Blutdruck diagnostiziert und mein strenger Arzt hatte mir mitleidlos klargemacht, dass ich keine 20 mehr bin und mir aufgetragen, meinen Blutdruck regelmäßig zu messen. Nicht nur das war es, was den Wunsch nach Ausgleich und Entspannung auf See enorm verstärkte.
Besonders hummelig waren Yvonne und ich, weil wir eine alte Bekannte wiedersehen sollten. Und zwar die Oma des Thomas’. Also eigentlich eine Bavaria 32C, welche nach Thomas´s Oma Wally benannt worden war und auf der wir schon 2016 unterwegs waren. Wir konnten es gar nicht mehr erwarten nach Funtana in Kroatien zu reisen, hatten uns kurzerhand ein nettes Ferienzimmer im Ort gebucht und sind einen Tag früher angereist. Nicht zuletzt, um dem Martyrium der Grenzpassage Slowenien-Kroatien in Gesellschaft hunderter Gleichgesinnter zu entgehen. Noch am Anreisetag machten wir einen Spaziergang zur Marina bei traumhaftem Spätsommerwetter. Die Wally lag schon am Steg und wir bemerkten hocherfreut, dass die Vor-Charterer schon abgereist waren. Am Morgen gleich nach dem Frühstück fuhren wir sofort zur Marina, wo wir Thomas, den Boss der Basis, antrafen. Dieser stellt uns eine Übernahme der Wally für gegen 10 Uhr in Aussicht, was unseren Urlaubs- und Segelbedürfnissen natürlich sehr entgegenkam.

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In Heft 3/2019: Göta Kanal

Schwedenreise mit Hinernissen

Wie jedes Jahr sind immer einige Arbeiten (Unterwasserschiff streichen, Deck mit Hochdruckreiniger säubern, abgedeckte Leinen vom Mast und Großbaum freimachen und wieder einfädeln, und natürlich auch im Schiff alles putzen) am Boot vor der Abreise zu erledigen. Es fallen auch immer einige Reparaturen an.
Sind am 8. Juni nach Barth zu unserem Schiffer`l gefahren und mussten gleich am nächsten Tag das Boot einmal gründlich Lüften, und gleich beginnen die erforderlichen Arbeiten zu machen. Am 16. Juni ist meine Tochter mit Freund gekommen und haben fleißig mitgeholfen.
Am 24. Juni wurde das Boot ins Wasser gelassen, und die restlichen Arbeiten erledigt, Lebensmittel und Getränke gebunkert. Vor der Abfahrt am 29. Juni noch Dieseltank vollgefüllt, dann ging es los nach Vitte auf der Insel Hittensee. Anfangs strömender Regen aber gegen Nachmittag ist teilweise die Sonne durchgekommen. Eine schöne Fahrt mit durchwegs Tonnenfahrwasser, weil die ganze Strecke im Boddengewässer mit geringer Wassertiefe liegt.

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In Heft 2/2019: Saronischer Golf

Flott, diese Flottille

Der Saronische Golf gilt als das Einsteigerrevier für all jene, die ein Mal in die Ägäis hinein schnuppern möchten. Wer sich das alleine nicht zutraut, kann sich einer Flottille anschließen. Dann geht nicht nur beim Segeln sondern auch an Land die Post ab.
Was ist an einer Flottille anders? Ich würde sagen: Man kann viel entspannter an den Törn herangehen, schließlich erledigen andere einen Gutteil der Arbeiten. Natürlich müssen wir Proviant besorgen und das Schiff übernehmen, doch die meiste Zeit können wir im Schatten der Palmen des „Poseidon“, das Hotel, Restaurant, Café und – wie praktisch! – auch gleich Basis von Sunsail in Epidauros ist, bei einem Metrios verdösen. Epidauros? Gäbe es da nicht ein Amphitheater zu besichtigen? Wenn ich mich recht erinnere, wurde es vor 2300 Jahren für stattliche 14000 Besucher erbaut. Berühmt war es für seine Akustik, die auch heute noch so gut sein soll, dass man jedes Räuspern auf der Bühne selbst in der letzten Reihe hören kann. Es spricht wohl nicht für uns, dass wir uns die Probe aufs Exempel ersparen und uns mit dem Klingen der Gläser begnügen, mit denen wir abends auf unseren Flottillentörn im Saronischen Golf anstoßen.
„Nice ’n easy“
Bei einer Flottille kann man nicht nur andere für sich arbeiten, sondern auch für sich denken lassen. Zuständig dafür ist der von allen nur liebevoll „Little John“ genannte Basisleiter und Führer der Flottille. Beim Morgenkaffee erzählt er uns, was er für diese Charterwoche im Allgemeinen und für den heutigen Tag im Besonderen ausgetüftelt hat. Alles „Nice ’n easy“, wie er immer wieder betont. Danach baut er allen Wechselfällen des Seglerlebens vor.

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In Heft 2/2019: Segel-Abenteuer Albanien

Von Bar (Montenegro) kommend segeln wir an der flachen Küste südlich von Ulcinj entlang, bis wir nahe der Mündung des Grenzflusses Bojana Kurs auf den nördlichsten albanischen Hafen Shengjin nehmen.

Unsere Ankunft am Abend des 30. Juni 2018 verläuft ernüchternd: fehlende Fahrwasserkennzeichnung im großen Hafenbecken, düstere Gewitterwolken über schmucklosen Apartmentburgen, üble Kanalgerüche an der Zollmole. Immerhin, der schon vorinformierte „Yacht-Agent“ ist vor Ort, hilft beim Anlegen und antwortet gerne auf unsere Fragen. „Nein, heute können die Einreiseformalitäten nicht mehr abgewickelt werden“, und „ja, wir dürfen weit draußen im Hafenbecken über Nacht ankern“.
Der Name Shengjin ist kein Hinweis auf die Zeit der China-Kooperation, sondern bedeutet übersetzt „Sankt Johann“. Bis zirka 1990 war hier nur ein kleines Dorf mit ein paar hundert Einwohnern – seitdem hat der Tourismus-Boom alles verändert: der Strand sieht aus wie in Jesolo oder Caorle, immer noch sind zahlreiche Baustellen zu sehen. Einige Hotelkomplexe wurden von saudi-arabischen Firmen hochgezogen. Über Pools, deren Wasser abends die Farbe wechselt, thront eine acht Meter hohe Freiheitsstatue, und hier sieht man viele arabische Touristen. Eine Altstadt gibt es in Shengjin nicht.
Morgens haben sich die Regenwolken verzogen und die Sonne lässt den Hafen schon freundlicher aussehen. Anker auf und zurück an die Zollmole, wo unser Agent, Herr Frrok, schon samt seinem alten Mercedes wartet. Er entert unser Boot mit schweren Schuhen und zwängt seinen mächtigen Bauch hinter den Cockpit-Tisch. Ein Haufen Fragen ist zu beantworten damit er seine Formulare ausfüllen kann, dabei raucht er ein halbes Päckchen Zigaretten. Der Motor seines Wagens läuft derweil weiter, es gibt Startprobleme, wie er entschuldigend bemerkt. Endlich ist alles fertig, er sammelt die Papiere ein und kündigt an, dass er Polizei, Hafenkapitän und Zoll innerhalb von 30 Minuten erledigen wird – die Frage nach dem Kauf einer lokalen SIM-Karte (es ist Sonntag) quittiert er mit der Einladung, uns mit seinem Auto in die Stadt zu bringen, um die besorgen zu können. Schnaufend erklimmt er die Mole und wir brausen durch drei Sicherheitsgates hinaus auf die Straße, wo er sichtlich jedes Schlagloch kennt. Weder die Staubfahne, die wir nachziehen, noch die halsbrecherische Geschwindigkeit scheinen irgendwen zu stören. Der Kauf der SIM-Karte ist wiederum mit dem Ausfüllen einiger Formulare verbunden. Am Rückweg deutet Mister Frrok auf ein hübsches Haus mit einem Vorplatz unter Weinranken. „My home!“ sagt er stolz und lädt uns ein, hier mit ihm Schnaps zu trinken. Wir denken an die Distanz bis Durres – filmen wollen wir unterwegs auch noch an einem Strand – und lehnen dankend ab. Ein schwerer Fehler, wie wir leider zu spät bemerken: das freundliche Lächeln erstirbt, die Räder drehen sich durch und bis wir am Hafen aussteigen sagt er kein Wort mehr. Zwanzig Minuten später bringt er die Pässe und eine „Port Clearance to Durres“ zu unserem Boot. „Fifty Euro“ sagt er unfreundlich, während er die Hand aufhält. Eine Rechnung dafür gibt es nicht.

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In Heft 2/2019: Tuamotus

Einblick in die Südsee

Wir zählen zu den glücklichen Menschen, die die Südsee schon öfters erleben durften. Wieso nehmen wir diese Strapazen des anstrengenden Fluges auf uns – die Anreise dauert immerhin  rund 26 Stunden (ab/an Wien), in ein paar Stunden könnte man in Kroatien sein, um zu segeln. Doch sobald man in Französisch-Polynesien angekommen ist, weiß man – es lohnt sich ans andere Ende der Welt  zu fliegen, um das hier zu sehen, zu riechen, zu erleben ...
Die Tuamotus sind eine Inselgruppe aus 78 Atollen, die nordöstlich der bekannteren Gesellschaftsinseln liegt. In üblicherweise 2–3 Nachtfahrten erreicht man sie von der Ausgangsbasis Raiatea aus. Hier dreht sich das Leben noch um weiße Sandstrände, türkises Wasser, Sonne und Kokosnüsse.
Von Tahiti aus startend, führt uns unsere erste Nachtfahrt zur jungen Insel Makatea, um die sich noch keine Motus gebildet haben. Das sind schützende Korallenringe rund um die Insel. Der Ost-Passat weht im europäischen Herbst regelmäßig mit 10 bis 15 Knoten aus Ost bis Südost, feuchter wird es erst Anfang des Jahres. Temperaturen um die 24 bis 26 Grad in der Nacht und 28 bis 30 Grad am Tag erfordern kaum Kleidungswechsel. 3 Bojen auf der windgeschützten Westseite Makateas sind nur rund 50 Meter vom Ufer entfernt gesetzt, doch dort hat es schon rund 70 Meter Wassertiefe.

Die Zitronen-Dusche
Ein Tagesausflug wird über Jacky, den Chief der Insel, organisiert, wir fahren mit dem Dingi auf die alte Betonmole raus, von wo uns Jackys Sohn Ruben mit einem offenen Jeep abholt. Auf der Hochebene sind alle paar Meter unzählige, tiefe Stollen, in denen von 1906 bis 1964 Phosphor im großen Stil abgebaut wurde. Heute ist dort nur noch eine leere Geisterstadt, in der vollkommen surreal mitten im Regenwald Lokomotiven und Eisenbahngleise verrosten. Nach einem Strandbesuch und Verkostung lokaler Früchte bleiben wir am Weg zurück zum Kat bei einer riesigen Grotte stehen. Ruben führt uns hinein und uns erschließt sich ein riesiges Labyrinth von Wasser-Kanälen. Mit der wasserdichten Stirnlampe schwimmen und waten wir durch das klare, angenehm kühle Wasser. Ruben verteilt Limonen, womit wir uns reinigen. Das wird unsere heutige Dusche an Bord ersetzen und spart Wasser. Gut abgekühlt geht es am Nachmittag wieder zurück auf den Katamaran.

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In Heft 1/2019: Mallorca - Deine Callas

Jubel, Trubel, Heiterkeit! Das verbinden viele mit Mallorca. Nur wenige kennen die stillen Winkel. Sie findet man in den hier „Calas“ genannten Buchten, mit denen die Insel so überreich gesegnet ist.

Das Schiff ist neu, das Wetter sieht alt aus. Während das Thermometer zu Hause an der Dreißig-Grad-Marke kratzt, müht es sich im verregneten Palma nachmittags auf gerade mal sechzehn Grad hoch. „Das ist ungewöhnlich für Mallorca“, versucht uns Gerton von Charter del mar zu trösten, als er uns einen seiner segelnden Träume übergibt. Um den auszureizen, würden wir Wind brauchen. Doch der ist – glaubt man den Windkarten im Internet – die ganze Woche nicht in Sicht. Wiederum „ganz ungewöhnlich“, denn Anfang Mai kann es rund um Mallorca gehörig blasen. Auch das wäre schlecht für uns. Schließlich wollen wir bei diesem Törn einen weiten Bogen um Marinas und Partymeilen schlagen, um fern von Jubel, Trubel und Heiterkeit von einer stillen Cala zur nächsten segeln.
„Sa Foradada liegt friedlich vor dem Bug“.
Im oder gegen den Uhrzeigersinn? Das ist die Frage bei jedem Törn rund Mallorca. Diesmal raten uns die Windprognosen, es mit dem Zeiger zu versuchen. Anfangs ist noch viel Betrieb auf dem Wasser. Doch den mittäglichen Ankerplatz, im Schutz der Islas Malgrats, müssen wir uns nur mit zwei Motoryachten teilen. Abends haben wir die Wahl zwischen Camp de Mar und der Cala Llamp. Von der Belegung her eine Patt-Situation: Hier wie dort wären wir die einzige Yacht. Nur: An Camp de Mar habe ich schlechte Erinnerungen. Solange der Wind aus Nord kam, lagen wir hier gut geschützt. Doch abends zog ein Gewitter auf und knallte uns Böen in Orkanstärke gegen den Bug. Aus Süd! Da war es dann mit der Gemütlichkeit vorbei. Deshalb lasse ich diesmal den Anker in der Cala Llamp fallen. Beim ersten Mal zu nahe am Ufer, weil ich unterschätze, wie rasch der Grund ansteigt.

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In Heft 1/2019: Mediterraneo

Von Sizilien über Sardinien nach Mallorca

Die geschichtsträchtige Hafenstadt Catania liegt friedlich im Angesicht des mächtigen Ätna. Eine Rauchwolke über dem höchsten Vulkan Europas (3.323 m) zeigt an, dass dieser keineswegs schläft: Der letzte Ausbruch ist erst wenige Monate her. In einer kleinen Marina, umrahmt von den weitläufigen und schäbig wirkenden Hafenanlagen, wartet die Segelyacht GRIPSHOLM. Eigner Stephan hat sich mit dem Schiff einen Traum erfüllt, und gönnt sich in den nächsten Jahren eine „Auszeit unter Segeln“. Wir begleiten ihn auf einer Etappe seiner langen Reise.
Taormina, Siracusa und Catania
Seit dem Auslaufen in der Türkei hat sich ein erheblicher Wassereintritt an den Rumpf-Fenstern der Yacht eingestellt. Eine Reparatur ist zwingend erforderlich und verzögert die Weiterfahrt. Hermann mietet gleich bei seiner Anreise ein Auto, um mit den anderen Crewmitgliedern Sizilien an Land zu erkunden.
Nur eine Fahrstunde nördlich liegt das in vorchristlicher Zeit gegründete Taormina auf einer Terrasse des Monte Tauro, etwa 200 m über dem Meeresspiegel. Besonders beliebt ist eine Besichtigung des Antiken Theaters, mit malerischem Blick auf den Ätna und die Küste. Zwischen den beiden Stadttoren kann man auf dem Corso Umberto durch die Altstadt flanieren, wo sich neben Souvenirläden, Restaurants und Cafés viele der historischen Kirchen und Paläste befinden.

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In Heft 1/2019: Segeln mit Blinden

Wie kam es dazu?

Ich kann das nur aus meiner Sicht beschreiben, die Eindrücke meiner Mitsegler kann ich sicher nur teilweise wiedergeben. Momentan – heute ist schon Donnerstag, der sechste Tag unseres gemeinsamen Törns – sitzen meine Freunde, nachdem sie ausgiebig in einer ruhigen schönen Bucht im Südosten der Insel Kastos geschwommen sind und sich dabei in dem ruhigen Wassersehr wohl gefühlt haben, im Cockpit.
Mathias sitzt am Steuer, hält sein Mobiltelefon in der Hand und lässt sich den Kurs ansagen, den er steuert. Theo gibt ihm die Kursänderungen an. Tanja und Markus sitzen auf der Bank, Tanja lässt ihre langen Haare im Wind wehen und Markus genießt neben ihr den warmen Wind und die leichten Wellen. Wir, das sind Theo und ich, die zwei Segler, die für die Bootsführung zuständig sind, Markus, Mathias und Tanja. Markus hat ein geringes Sehvermögen, Mathias ist seit seiner Geburt blind und Tanja ist auch fast blind.
Ja, wie ist es dazu gekommen? Ich habe weit mehr als die Hälfte meines Lebens mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband (Landesgruppe Wien, Niederösterreich und Burgenland) zu tun, zuerst beruflich und nach der Übergabe meiner Kanzlei nun als Kassier und Leitungsmitglied. Bei einer der Sitzungen habe ich erzählt, dass ich sehr gerne am Meer segle, meinte noch im gleichen Satz, dass Blinde, das aber wohl nicht interessiere. Da wurde aber widersprochen!

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In Heft 4/2018: Äolische Inseln

Vor Siziliens Küste schweben die Silhouetten ihrer Vulkankegel über der Kimm. Klein und fein sind die Äolischen Inseln, nur kurz die Distanzen zwischen ihnen. Ein Familienrevier, sollte man meinen. Doch aufgepasst, sie haben auch ihre Tücken!


Namenspatron der Inseln ist Äolos. Von „Kronion gemacht zum Walter der Winde“, der – so erzählt uns Homer – Odysseus zum Abschied „eines neun Jahre alten Rindes ledernen Schlauch“ schenkte“. Dieses Geschenk, in dem die widrigen Winde gebannt waren, käme auch uns gelegen, ebenso wie „der Hauch des Westwindes“, vor dem wir raumschots von St. Agatha Militello nach Vulcano hätten bummeln können. So aber müssen wir uns mit einem Nordostwind herumschlagen, der uns nahe legt, im Porto die Ponente Schutz zu suchen. Was mich davon abhält, ist der im Segelführer als „coarse“ bezeichnete Ankergrund, der noch schlechter halten soll, als das Wort vermuten lässt. Odysseus wäre an der Passage durch die Bocche di Vulcano gescheitert, stand ihm doch nur eine kurz zuvor von den Kyklopen dezimierte Crew zur Verfügung; wir hingegen können uns von einem viele Pferde starken Motor gegen Wind und Strom schieben lassen. Als wir den Anker im Porto di Levante in den rasch ansteigenden Grund buddeln, ist der Nordoster zu einem Lüftchen aus Ost verkommen. Keine Gefahr für das Boot! So können wir uns ganz dem – von manchem als zweifelhaft empfundenen – Vergnügen widmen, einen tätigen Vulkan zu ersteigen. Vorbei an der Schlammsuhle des „Acqua di Bagno“, dessen Schwefelgeruch allein schon den früheren Namen „Thermessa“ für die Insel rechtfertigt, steigen wir zum Gran Cratere auf, einem der gefährlichsten Vulkane der Region. Was früher ein Abenteuer war, wird heute durch viele Hinweisschilder erst in geregelte Bahnen und dann hin zu einer Kassa geleitet, wo man für die Schinderei, durch Lavaschutt einige hundert Meter hochsteigen zu dürfen, auch noch zahlen muss.

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In Heft 4/2018: Die Kleinen Antillen

In einem Seglerleben muss man zumindest einmal die Karibik auf „eigenem“ Kiel bereist haben, heißt es in einer Seglerweisheit. Diese Aussage wollen wir überprüfen. Wer sind wir? Wir, das sind die Crew Oberösterreich vom YCA einerseits und der „Karibik Explorer“ von Yachtcharter Müller andererseits. Beide Veranstaltungen nützen die vorhandenen Synergien. 15 Crews aus der Alpenrepublik erkunden gemeinsam die Karibik, die Kleinen Antillen, genauer gesagt, die Windwards Islands.

Die Gruppe soll Sicherheit vermitteln, gleichzeitig soll aber auch die Individualität eines Segeltörns nicht verloren gehen. Bei der Törnplanung wurde besonders darauf geachtet, dass wir nicht als Karawane durch das Revier ziehen, sondern dass man sich leicht von der Route aus- und wieder einklinken kann. Der Törnverlauf soll uns von Nord nach Süd und zurück zu vielen Sehenswürdigkeiten führen, aber es soll auch Freiraum zum Schwimmen und Schnorcheln bleiben. Als Vorlaufzeit für dieses Unternehmen haben die Organisatoren fast 2 Jahre benötigt. Die Windwards Islands bestehen aus Martinique im Norden, St Lucia, St Vincent mit den Grenadinen und Grenada im Süden. Martinique ist ein französisches Übersee-Department, also ein Teil Frankreichs und somit der EU. Die Währung ist der Euro.
St Lucia und St Vincent mit den Grenadinen sind unabhängige Monarchien, Grenada, eine unabhängige Republik, alle im Verbund des British Commonwealth mit der Queen als Staatsoberhaupt. Obwohl St Lucia, St Vincent und Grenada eine einheitliche Währung, East Caribian Dollar, haben, handelt es sich um eigenständige Staaten, sodass bei Grenzübertritten zeitraubende Ein- und Ausklarierungsprozeduren nicht vermeidbar sind. Die größeren Inseln des Windwards-Archipels gleichen sich zwar in ihrer äußeren Form, unterscheiden sich aber durch Kultur, Politik und wirtschaftliche Strukturen.

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In Heft 4/2018: Kroatien

Altherren - Jubiläumstörn

Es begann vor 25 Jahren in der Türkei, wo wir Freunde mit dem Segeln begonnen haben. Nach Törns in verschiedenen Regionen wie Türkei, Griechenland, Italien und Kroatien, stand heuer Mitteldalmatien am Programm. Wir verstehen uns bestens und haben jedes Jahr viel Spaß in dieser einen Woche beim Segeln. Das Alter der einzelnen sportlichen Freunde bewegt sich zwischen 68 und 80 Jahren, und seit vorigem Jahr hat sich Raimund, ein junger Arzt, dazugesellt.

Der heurige Segeltörn unserer Freundesrunde begann in der ACI Marina in Trogir, mit einer gut ausgerüsteten SY Sun Odyssey 509, Rock Point. Die Crew bestand aus 6 Personen: Heinz (Skipper), Gerhard, Hansjörg Timpte, Raimund, Hansjörg Weinhandel und Kurt.
Heinz kam bereits Freitag mit dem Auto, viel Gepäck und Proviant angereist. Die Yacht  konnte schon am Freitag von Heinz übernommen werden. Die fünf anderen Freunde reisten am Samstag (später Nachmittag) mit dem Flugzeug an. Nach dem Eincheck, einem Begrüßungsdrink und der Unterweisung, soweit nach all den Jahren Erfahrung noch erforderlich, folgte in der Altstadt von Trogir, im Restaurant Alka, ein herrliches Fisch-Essen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück legten wir mit dem Ziel Insel Hvar ab. Sonnenschein, Wärme und Winde aus NE und später NW, ermöglichten  ein gemütliches Segeln. Um 17:30 Uhr erreichten wir die bereits fast zur Gänze voll belegte Marina Palmizana. Kurt war auf Grund sehr starker Rückenschmerzen auf eine Gehhilfe  – Krücken –  angewiesen. Diese Gehhilfe verhalf uns in der übervollen Palmizana dann zu einem Platz ganz in der Nähe der Waschanlagen. Glück im Unglück, wie es so schön heißt.

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In Heft 3/2018: Ionion Lefkáda

Ein Revier mit zwei Gesichtern

Abgeschirmt von Inseln, vom Meltemi meist nur gestreichelt, gilt das südliche Ionische Meer als ideales Einsteigerrevier. Dass es nicht immer so sein muss, sollte uns dieser Törn beweisen.

Was macht man, wenn Freunde wissen möchten, wie das denn so ist mit dem Segeln? Nun: Zuerst sucht man ein Revier aus, in dem man ihnen schonend beibringen kann, dass Segeln Sport ist und sich auf dem Vorschiff räkelnde Bikinimädchen nur der Werbung dienen. Dann versucht man, einen Katamaran zu bekommen, weil der ja so magenfreundlich sein soll. Der findet sich in Lefkáda Marina, im Ionischen Meer, das sich als Revier für Einsteiger ins nicht immer lustige Segelvergnügen geradezu aufdrängt. Fahrtensegeln soll auch immer etwas mit Kultur zu tun haben. Daran sollte es in einem Revier, in dem sich gleich drei Inseln (Lefkáda, Kefaloniá und Íthaka) darum streiten, Heimat des listenreichen Odysseus gewesen zu sein, nicht mangeln. Mangeln sollte es auch nicht an Wind. Der Wetterbericht verspricht uns für die nächsten Tage bis zu 18 Knoten aus Nordwest. Also ideales Meltemi-Wetter. Äolus hält sich daran. Gleich hinter dem Kanal, der Lefkáda vom Festland trennt, können wir Segel setzen und raumschots südwärts rauschen. Mit dem was dann folgt, ließe sich hingegen die Odyssee um einen Gesang erweitern. Titel: „It Aint’ Necessarily So!“ *)

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In Heft 3/2018: Kampanien

Mit der SY EIKA vom 27. Mai – 9. Juni von Salerno nach Agropoli, Amalfi, Ponza, Palmarola, Gaeta, Ventotene, Ischia, Procida, Pompeji und Capri. Crew: Bertrand, Tina, Alev, Roger, Hermann; Yacht: Beneteau 45 Baujahr 2016.

Salerno, Handelshafen und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, liegt am östlichen Ende der berühmten Amalfiküste. Eine großzügige Fußgängerzone und Einkaufsmeile führt in das Zentrum der Altstadt mit immer engeren, sich verzweigenden Gassen. Cafés und Restaurants laden dazu ein in die kulinarische Welt Kampaniens einzutauchen. Lohnenswert ist ein Besuch des eindrucksvollen Doms, der im 11. Jahrhundert von den Normannen errichtet wurde. Mehrere Kilometer außerhalb der lebendigen Stadt liegt die moderne, neue Marina D`Arechi, wo die Yacht EIKA zur Übernahme bereit liegt. Ein nur wenige Autominuten entfernter Carrefour Supermarkt bietet alle Waren, die für die Bordverpflegung benötigt werden. Nach unseren Vorbereitungen, sowie der obligatorischen Sicherheitseinweisung, genießen wir noch ein Glas Rotwein zur Pizza des nahen Marina Restaurants und freuen uns auf die kommenden Wochen auf See.

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In Heft 3/2018: Kroatien mit der Shark 24

Es war Mitte März, irgendein Samstag. Christine und ich saßen am Abend im Franziskaner Bier Pub und plauderten gemütlich. Irgendwann kamen wir auf das Thema Sommerurlaub. Wir planten 14 Tage mit einem Leihwagen durch Portugal zu fahren. Im weiteren Gespräch erinnerten wir uns an vergangene Urlaube, unter anderem auch an unseren Segelurlaub mit unserer Shark in der oberen Adria 2003. Es dauerte nicht lange, bis wir den Entschluss fassten, es wieder zu machen.
Als Ausgangspunkt wählten wir die Kastel Gomilica (liegt zwischen Trogir und Split) in Mitteldalmatien. Wir sind von der dort liegenden Marina schon mehrmals mit gecharterten Segelyachten zu Urlaubsfahrten gestartet. Ich schrieb eine E-Mail mit den Daten der Shark an die Marina, ob es möglich ist, in der benachbarten Werft das Boot zu kranen und ob wir für die Zeit unseres Törns das Gespann im Nahbereich abstellen können. Einen Tag später bekam ich die positive Antwort.

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In Heft 2/2018: Kroatien Mitte

Ein Revier voll Überraschungen

Um das Segelrevier zwischen Zadar und Trogir wirklich zu kennen, braucht es viel Zeit, um es kennen zu lernen, reichen zwei Wochentörns.
Die Bura gehört zur dalmatinischen Küste wie der Meltemi zur Ägäis. Sie kann finster den Regen vor sich her peitschen oder bei heiterem Himmel ins Tuch blasen. Kaum hatten wir der Bucht von Rogoznica das Heck gekehrt, zwang sie uns zu Reffen was zu Reffen war. Das Groß machte dabei eine gute Figur, die Genua hingegen sah alt aus und trug dazu bei unser Vierzehn-Tonnen-Schiff bis zur Seereling wegzukrängen. Im Kanal von Šibenik war die See weiß. Unter solchen Bedingungen römisch-katholisch anzulegen ist eine Kunst, die niemand kann. Deshalb gingen wir längsseits an den Kai vor Šibeniks Altstadt. Von deren Domplatz stiegen wir hinauf zur Festung Sv. Ana. Der Blick auf die Gischt verwehte See verhieß nichts Gutes für den nächsten Segeltag.

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In Heft 2/2018: Der Lagunen-Törn

Nach einigen Törns ausschließlich in kroatischen Gewässern, wollten wir nun auch einmal eine andere Gegend besuchen und hatten bereits im Vorjahr das italienische Lagunen-Revier zwischen Chioggia und Grado ausgewählt.  Am 19. August war es endlich soweit. In der Marina im slowenischen Portoroz wartete die JARUSKA auf uns. Die Sun Odyssey 30i bot für Skipper & Crew – bestehend aus meiner Frau Yvonne und mir – alles, was man an Komfort braucht für eine Woche. Neu für uns waren die Dalbenboxen, welche in diesem Revier üblich sind und andere Handgriffe beim Anlegemanöver erfordern.
Es wird meist Heck oder Bug voraus angelegt und beim Einfahren mittschiffs entweder die Festmacher vom Dalben aufgenommen oder die eigenen am Dalben durch einen Ring gezogen. In diese wird eingedampft und am Pier mit den eigenen achterlichen Festmachern belegt. Sichern kann man während des Manövers mit den Sorgleinen zwischen Dalben und Pier. Die Fender dürfen aber erst nach dem Anlegen raus, weil mittschiffs zwischen Schiff und Dalben oft nur wenige Zentimeter Platz sind.

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In Heft 2/2018: Ladies only? - Warum nicht!

Mit Mitte 20 war ich mit meinem Mann gemeinsam, das erste Mal auf einem Segelboot in der Adria unterwegs und es war für uns beide Liebe auf den ersten Blick – wir waren unheilbar mit dem Segelvirus infiziert. Gleich nach diesem ersten Törn  machten wir uns gemeinsam daran den A-Schein und den B-Schein (heute FB2) zu machen und waren praktisch in jeder freien Minute segeln. Als wir uns das erste Mal allein zu zweit aufs Wasser trauten, war es irgendwie logisch, dass Robert den Skipper macht und irgendwie hat sich das beibehalten. Auch als wir auf große Fahrt gingen – eine Weltumsegelung mit Kind (www.3umdiewelt.info), war Robert automatisch, ohne, dass wir das vereinbart hatten, unser Skipper.
Wie alles begann
Zurück von großer Fahrt und nach dem Verkauf unserer braven IDEMO, hatte Robert keine Lust auf Segeln mit Charterbooten in der Adria.

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      Der Bericht einer erfolgreichen Schottlandumrundung
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