Österr. Segelbundesliga

Yacht Club Breitenbrunn gewinnt Wien-Premiere

„Sailing in the city“ lautete das Motto am letzten August-Wochenende, machte die Segel-Bundesliga doch zum ersten Mal in Wien Station. Nachdem der Yacht Club Breitenbrunn im Juli durch einen Sieg beim letzten Tour-Stopp am Achensee die Führung im Gesamtklassement übernommen hatte, setzte sich das Team rund um Christian Binder und Franky Fellner auch bei der Wien-Premiere schnell an die Spitze. In einem spannenden Dreikampf verteidigten die Burgenländer am Sonntag ihre knappe Führung und krönten sich mit einem bzw. zwei Punkten Vorsprung auf den Union Yacht Club Wolfgangsee und den SCTWV Achensee zum ersten Wien-Sieger. „Als eingespieltes Team haben wir auch die schwierigen Situationen gut meistern können. Und es war natürlich wichtig, dass uns Christian Binder wieder unterstützt hat. Wir sind jetzt in einer sehr guten Ausgangssituation, es wird aber sicher nicht leicht,“ weiß Max Krause. Noch dazu muss der YCBb beim Saisonfinale auf Christian Binder verzichten. „Ich bin zu diesem Termin nicht da, die Jungen werden es aber richten. Es ist sehr eng, zwei Punkte sind kein großer Vorsprung und es kann sich alles in einer Wettfahrt entscheiden. Ich bin aber sehr positiv und drücke die Daumen, das Team hat am Wörthersee schon eine sehr gute Leistung gezeigt,“ so der zweifache Olympia-Teilnehmer Binder.

Wolfgangsee mit konstanter Regatta
Während der Union Yacht Club Wörthersee vor dem Wien-Wochenende noch punktegleich mit Breitenbrunn auf Rang zwei gelegen ist, vergaben die Kärntner mit Rang acht in der Bundeshauptstadt wohl ihre Chance auf den Meistertitel. Dieser scheint nun beim letzten Tour-Event von 7. bis 9. September am Mondsee im Zweikampf zwischen den führenden Burgenländern und dem Union Yacht Club Wolfgangsee vergeben zu werden. Die Salzburger, die den Saison-Auftakt in Velden für sich entscheiden konnten, schafften am Finaltag in Wien noch den Sprung auf Rang zwei und liegen nun auch auf dem zweiten Gesamtrang. Der Teilnehmer an der Segel-Champions-League bestach durch konstante Ergebnisse und beendete alle elf Rennen zwischen den Rängen eins und drei. „Die Zusammensetzung der Mannschaft ist sicherlich unser Erfolgsrezept, wir segeln seit zwei Jahren in dieser Konstellation und treffen auch gemeinsam die Entscheidungen. Am Mondsee ist nun alles möglich. Zwei Punkte ist in der Bundesliga kein großer Rückstand. Wenn wir unsere Konstanz halten, ist der Gesamtsieg möglich. Aber auch hinter uns sind noch einige Clubs an uns dran. Wir sind auf jeden Fall zuversichtlich, dass wir wieder am Podest landen,“ freut sich Michael Luschan, der mit seinem Team im Vorjahr Gesamtdritter wurde, auf das Saisonfinale.

Achensee im Vormarsch
Der Yachtclub Hard wurde am Sonntag von Rang zwei auf sieben durchgereicht und fiel auch in der Gesamtrangliste auf Position vier zurück. Damit liegen die Vorarlberger einen Platz vor dem SCTWV Achensee, der den dritten Rang vom „Heimspiel“ wiederholte und weiter Boden gutmachte. Als erste Mannschaft in dieser Saison gelang dem amtierenden Vizemeister aus Tirol eine tagesübergreifende Serie von fünf Wettfahrtsiegen in Folge. „Wir haben ein paar Rennen benötigt, um das richtige Rezept für die drehenden Winde zu finden. Eine unserer Erkenntnisse war, dass es sich bei einem Winddreher nicht immer auszahlt, sofort zu wenden. Die schmale Begrenzung macht das Segeln in der Stadt sehr besonders, für die Zuschauer ist es ein Spektakel. Beim Saisonfinale wollen wir weiter nach vorne kommen,“ berichtet Steuermann Simon Meister, der für die Qualifikation zur Champions League mindestens Gesamtvierter werden müsste.

 Mit Rang vier holten die Vorjahres-Gesamtsieger vom Burgenländischen Yacht Club an der Neuen Donau ihr bislang bestes Saisonergebnis. Auf Platz fünf landete der Yacht Club Bregenz, der vom fünffachen Match-Racing-Staatsmeister Max Trippolt unterstützt wurde.

 „Der gesamte Aufwand, wir mussten die gesamte Infrastruktur selbst planen und aufbauen, hat sich voll ausgezahlt. Wir haben schon beim Auftakt am Donnerstag viele erfreute Gesichter bei unseren Sponsoren gesehen. Sie waren beeindruckt vom Event und davon, was der Segelsport zu bieten hat. Die Regatta ist toll verlaufen und wir arbeiten schon jetzt daran, um auch im nächsten Jahr wieder einen Bundesliga-Stopp in Wien durchführen zu können. Wir konnten den Sport auch vielen Besuchern der Donauinsel näherbringen. Es sind immer wieder Leute dazugekommen und haben das Geschehen am Wasser sowie auf unseren SAP-Sailing-Monitoren mit großem Interesse verfolgt,“ resümiert Wolfgang Schreder, Obmann der Österreichischen Segel-Bundesliga.

 3. Regatta Österreichische Segel-Bundesliga, Neue Donau/Wien (24. – 26. August 2018):
1. Yachtclub Breitenbrunn (YCBb)
2. Union Yachtclub Wolfgangsee (UYCWg)
3. SCTWV Achensee (SCTWV)
4. Burgenländischer Yacht Club (BYC)
5. Yacht Club Bregenz (YCB)

Gesamtwertung Segel-Bundesliga (3 von 4 Events):
1. Yachtclub Breitenbrunn (YCBb) 7 Pkt.
2. Union Yachtclub Wolfgangsee (UYCWg) 9 Pkt.
3. Union Yachtclub Wörthersee (UYCWö) 14 Pkt.
4. Yachtclub Hard (YCH) 17 Pkt.
5. SCTWV Achensee (SCTWV) 18 Pkt.

In aktuellem Heft: Aichfeld Yachting Race Days 2018

Dass es nur sechs Teilnehmer waren störte die Teilnehmer weniger als den Veranstalter: „Wir wollen den Teilnehmern das beste bieten – von den Locations bis zur Wettfahrtleitung. Da ist es bei sechs Teilnehmern mit der Kostendeckung nicht gut bestellt. Diesmal haben wir in unsere treuen Kunden investiert. Oft können / wollen uns wir das nicht leisten!“
Von verschiedenen Destinationen aus stachen die Teilnehmer der Aichfeld Yachting Race Days in See. Schon die Anreise zur Eröffnung ließ nichts zu wünschen übrig: ausreichend Wind für das Training, perfektes Baden in Lee diverser Inseln. Der Start im Restaurant der Marina Maslinica auf Solta ließ nichts zu wünschen übrig!
Nach dem Frühstück führte der Weg in die Marina Palmizana. Windmäßig eine eher flaue Sache, und erst ging da mal gar nichts. Kurz vor Hvar gings aber dann auch mit dem Racen los. In einer schönen Wettfahrt gings durch die Inseln auf die Südseite von Sveti Klement. Der Weg in die Palmizana bot ausreichend Möglichkeit zum Baden. Bei einem herrlichen Menü mit Fisch und Fleisch wurden die Sieger gefeiert.

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In aktuellem Heft: Linz Cup 2018

War es vor vielen Jahren nur der Linz AG Cup, der Mitarbeitern der Linz AG vorbehalten war, so wird seit zwanzig Jahren jedes zweite Jahr der Linz Cup veranstaltet, der allen Teilnehmern offensteht.
„Je nach Bootsgröße nehmen zwischen 40 und 60 Yachten am Linz Cup teil, der eine gute Mischung aus freundschaftlichem Segeln und Urlaub bietet: keine Steuermannsbesprechungen zu nachtschlafender Zeit, am Abend immer zeitgerecht fertig um auch noch baden zu können.“, so der Organisationsverantwortliche Christian Lininger von der Linz AG. Neben einer Eröffnung und einer Siegerehrung (Essen und Trinken im Restaurant quasi ohne Ende) gibt es keine gesellschaftlichen Verpflichtungen. Zweimal nächtigt man an einem gemeinsamen Ort, einmal ist auch das jedem selbst überlassen, sodass sich die Boote auf viele Buchten und Konobas aufteilen.

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in aktuellem Heft: Frank/Abicht holen historisches WM-Silber

Nachdem Tanja Frank und Lorena Abicht die Qualifikation an dritter Stelle abschlossen, übernahm das Duo vom Union Yacht Club Neusiedlersee in der Goldflotte die Führung und sicherte Österreich vorzeitig das 49erFX-Nationenticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Bei schwierigen Bedingungen mit stark drehenden Winden gingen die beiden am Samstag mit elf Punkten Vorsprung auf die ersten Verfolger in das Medal Race. Das OeSV-Gespann erwischte einen guten Start und führte das Feld wenig später an. Auf dem Weg zu Gold brachte jedoch eine 180-Grad-Winddrehung die Österreicherinnen zum Kentern. Den daraus resultierenden Rückstand konnten Frank/Abicht nicht mehr aufholen und gingen als Zehnte durch das Ziel. Durch einen zweiten Platz im Medal Race zogen die Niederländerinnen Annemiek Bekkering und Annette Duetz in der Gesamtwertung noch an Frank/Abicht vorbei.

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In Heft 2/18: Round Palagruza Cannonball

Seit nunmehr 11 Jahren bietet sich rund um das zweite April-Wochenende in der Marina Biograd dasselbe Schauspiel: pünktlich zum Saisonauftakt versammelt sich am Pitter-Steg eine ausgehungerte Meute abenteuerlustiger Segler, um in den wildesten Konstellationen die, O-Ton, „härteste Regatta Österreichs“ zu bestreiten. Die Frage nach dem „Warum?“ ist berechtigt, denn bei 360 Seemeilen die Offshore um die entlegene Felseninsel Palagruža führen, stoßen selbst hartgesottene an ihre körperlichen und mentalen Grenzen.
Bei starkem Südost-Wind, der den 30 teilnehmenden Crews bereits im Startgebiet Böen von über 35 Knoten und den einen- oder anderen Spinnaker um die Ohren fegt, geht es Montagvormittag zügig und bei hohem Wellengang nach Molat und weiter nach Dugi Otok.

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Regattaergebnisse